Die beste Reisezeit in Namibia: Wann ist der perfekte Zeitpunkt für einen Camper-Trip?

Die beste Reisezeit in Namibia: Wann ist der perfekte Zeitpunkt für einen Camper-Trip?

Aktualisiert am: 07.01.2026

Lesedauer: 8 Minuten

Die beste Reisezeit für Namibia zu finden, ist zum Glück nicht schwer: Mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr zählt das Land zu den sonnenreichsten Reisezielen in Südafrika. Ob für eine Safari, eine Fahrt durch die Wüste oder eine entspannte Rundreise mit dem Camper – Namibia lässt sich das ganze Jahr über gut bereisen. Trotzdem gibt es je nach Region und Jahreszeit Unterschiede beim Klima, den Temperaturen und den Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. In diesem Artikel erfahrt ihr, wann sich eine Wohnmobil-Tour durch Namibia besonders lohnt.

So findet ihr die passende Reisezeit für Namibia

Mann sitzt vor einem Allrad-Camper in Namibia

Zunächst solltet ihr bei eurer Reiseplanung beachten, dass Namibia auf der südlichen Welt-Halbkugel liegt und sich die Jahreszeiten dort genau spiegelverkehrt zu denen in Deutschland verhalten. Wenn also in Deutschland im Juni und Juli der Hochsommer herrscht, sinken in Namibia die Temperaturen nachts auch mal bis zum Gefrierpunkt. Dennoch lässt sich Namibia das ganze Jahr über gut bereisen.

Kaum ein anderes Land in Afrika bietet so viele Sonnenstunden und damit perfekte Bedingungen für eine Rundreise mit dem Camper. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf das Klima: Denn die ideale Reisezeit für Namibia hängt stark davon ab, was ihr erleben wollt.

Wer auf der Suche nach den Big Five ist und die beste Tierbeobachtungszeit im Etosha Nationalpark nutzen möchte, reist am besten zur Trockenzeit. Wenn ihr dagegen eine grünere Landschaft, weniger Reisende und günstigere Preise bevorzugt, ist die Regenzeit in Namibia für euch der bessere Zeitpunkt.

Unser Tipp: Überlegt euch vorab, was im Fokus eurer Namibia-Rundreise stehen soll und wählt dann den passenden Reisemonat für euer Camper-Abenteuer.

Schnellcheck: Wann ist die beste Reisezeit für Namibia?

ZeitraumKlima & Bedingungen vor OrtBeste Reisezeit für
April-MaiMilde Trockenzeit, erste grüne LandschaftenUrlaub mit Kindern, Wandern, aktive Rundreisen
Juni-JuliMilde Temperaturen, klare Luft, kalte Nächte, sehr gute StraßenverhältnisseSterne beobachten, Fotografie, Safari
August-SeptemberHauptsaison, wenig Regen, viele Tiere an den Wasserstellen
Safari & Tierbeobachtungen
OktoberHeiße Temperaturen, Übergang zur Regenzeit, heiß, weniger Tourismusbudgetfreundliches Reisen
November-MärzRegenzeit mit starken Schauern und Gewittern, hohe Luftfeuchtigkeit, heiße Temperaturen, Blütezeit, weniger ReisendeVogelbeobachtung, flexible Reisende

Klimatabelle für Namibia

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tagestemperatur (°C)302928272422222427293031
Nachttemperatur (°C)181816131076811151718
Regentage12108420011247
Sonnenstunden998,59910101010,5109,59

Landesweiter Durchschnitt; Mittelwerte

Trockenzeit in Namibia: klare Sicht & angenehme Temperaturen für eure Safari

Camper in der Wüste in Namibia

Die Monate von Mai bis Oktober sind die beste Reisezeit für Namibia, vor allem wenn ihr mit dem Camper auf Safari gehen wollt. In dieser Zeit herrscht im ganzen Land Trockenzeit: In weiten Teilen Namibias fällt kaum Regen, der Himmel ist klar und die Temperaturen angenehm.

Tagsüber wird es rund 20 bis 27 Grad warm, in der Namib-Wüste kann es auch wärmer werden.  Nachts hingegen kühlt es vor allem im Hochland rund um Windhoek oder im Damaraland deutlich ab. Dann können die Temperaturen im Juli sogar nahe dem Gefrierpunkt liegen. Das hängt auch mit den sternenklaren Nächten in Namibia zusammen: Der Himmel ist frei von Wolken und dank der geringen Lichtverschmutzung bietet Namibia eine der besten Bedingungen weltweit für Astrofotografie.

Wann ist die beste Reisezeit für Tierbeobachtungen und Safaris in Namibia?

Die Trockenzeit ist auch die beste Reisezeit für Safari und Tierbeobachtungen. Zwischen Juli und Oktober sammeln sich Elefanten, Giraffen, Antilopen und viele andere Tiere an den wenigen verbleibenden Wasserlöchern – besonders im Etosha Nationalpark. Die Vegetation ist jetzt lichter und das Gras niedrig, wodurch ihr freie Sicht auf die Tiere habt.

Welche Vorteile hat die Trockenzeit in Namibia für Camper?

  • stabile Wetterlage für mehr Planungssicherheit

  • ideale Fahrbedingungen selbst auf Schotter- und Sandpisten

  • keine Umwege wegen unpassierbarer Strecken

  • auch abgelegene Regionen lassen sich problemlos erkunden

  • klare Sicht für entspannte Fahrten

Die Regenzeit in Namibia: grüne Landschaften & günstiges Reisen

Grüne Berge in Namibia

Bild: @David

Die Regenzeit in Namibia dauert von November bis April. Das bedeutet aber nicht, dass es tagelang durchregnet – vielmehr sind es kurze, kräftige Schauer oder Gewitter, die meist am Nachmittag auftreten und oft regional begrenzt bleiben. Während es im Norden und Osten häufiger zu Regenfällen kommt, bleibt der Westen des Landes oft trocken. In südlichen Landesteilen kann es sogar im Juni oder Juli zu leichtem Winterregen kommen.

In der Regenzeit steigen die Temperaturen tagsüber auf über 30 Grad. Es ist also spürbar wärmer als in der Trockenzeit, was auch mit der höheren Luftfeuchtigkeit zusammenhängt. Für eure Wohnmobil-Reise in Namibia bedeutet das: Eine Klimaanlage im Fahrzeug ist ein echtes Muss – ebenso wie Flexibilität bei der Routenwahl, falls einzelne Strecken nach stärkeren Regenfällen nicht passierbar sind.

Was passiert während der Regenzeit in der Natur?

Die Regenzeit verwandelt Namibia in eine grüne Oase. Statt trockener, karger Savanne erwartet euch jetzt eine blühende, lebendige Landschaft. Denn mit dem frischen Grün kehren auch viele Tiere zurück. Wenn ihr möglichst viele davon sehen wollt, seid ihr im Caprivi-Streifen jetzt genau richtig: Die Artenvielfalt ist beeindruckend und vor allem für Vogel-Fans gibt’s hier besonders viel zu entdecken.

Auch Raubkatzen wie Geparden und Leoparden zeigen sich in dieser Zeit häufiger. Zudem bringen viele Tiere in den feuchteren Monaten ihren Nachwuchs zur Welt. Ihr solltet jedoch auf keinen Fall in ausgedörrten Flussbetten campen. Diese können sich bei Regen innerhalb kürzester Zeit mit Wasser füllen und verwandeln sich dann in reißende Ströme.

Warum lohnt sich die Regenzeit in Namibia für Camper?

  • weniger Besucher für entspannteres Reisen

  • gute Verfügbarkeiten bei Stell- und Campingplätzen

  • günstiger reisen

  • spektakuläre Natur

Camping in Namibia – das solltet ihr wissen

Von privaten Stellplätzen über Wildcampen bis hin zu gut ausgestatteten Campgrounds: Hier bekommt ihr alle wichtigen Tipps rund ums Campen mit dem Wohnmobil in Namibia.

Mehr Infos: Hier findet ihr mehr zum Campen in Namibia. Wo ist das Campen erlaubt, wo nicht? Welcher Camper ist der richtige und wo steht ihr besonders schön?
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Beste Reisezeit nach Regionen: Wann lohnen sich welche Ziele in Namibia besonders?

Blick aus dem Camper auf Wüste in Namibia

Nicht jede Region in Namibia folgt dem gleichen Wetterrhythmus. Während es im Inland zur Trockenzeit angenehm warm und sonnig ist, sieht das an der Küste ganz anders aus. Damit ihr eure Route optimal planen könnt, zeigen wir euch hier, wann sich welche Gegend am besten mit dem Camper erkunden lässt.

Etosha Nationalpark und Zentralnamibia

Die beste Zeit für Tierbeobachtungen im Etosha Nationalpark sind die Monate August, September und Oktober. Dann steht das Ende der Trockenzeit kurz bevor und viele wilde Tiere sammeln sich an den Wasserlöchern. Auch in der Zentralregion rund um Windhoek reist ihr jetzt besonders entspannt. In den namibischen Sommermonaten Dezember bis März sind Safaris im Etosha Park dagegen weniger angenehm, da es hier sehr heiß werden kann.

Namib-Wüste, Sossusvlei und Kalahari

Von Dezember bis März können die Temperaturen in den berühmten Dünen von Sossusvlei und in der Namib-Wüste auf unerträgliche 40 Grad Celsius steigen. In den Wintermonaten Juni und Juli fallen die Temperaturen nachts auf frostige 3 bis 4 Grad Celsius und überschreiten tagsüber nur selten die 25-Grad-Marke. Es regnet nur sehr selten, manchmal jahrelang gar nicht.

Ähnlich verhält es sich in der Trockensavanne von Kalahari, wobei es hier etwas öfter Niederschläge gibt. Wenn ihr diese Regionen besuchen wollt, solltet ihr in der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober anreisen oder die Landschaft im namibischen Frühling – also etwa im Oktober oder November – erleben.

Caprivi, Sambesi und Okavango-Region

Die beste Reisezeit für den grünen Nordosten Namibias ist zwischen Mai und Oktober, wenn es weniger regnet. Der Caprivi-Streifen ist die einzige Region Namibias, die regelmäßige Niederschläge erlebt. Das schmale Landstück zwischen Angola und Botswana unterscheidet sich mit seiner tropischen Vegetation stark vom Rest des Landes.

Während die Flüsse in den restlichen Teilen Namibias höchstens zur Regenzeit Wasser führen, versorgen die Flüsse Cubango, Chobe und Zambezi die Region konstant mit Wasser und sorgen für hohe Luftfeuchtigkeit. Von Dezember bis Februar kann es passieren, dass starke Regenfälle die Straßen aufschwemmen und unpassierbar machen. Dann lohnt es sich besonders, mit einem Allrad-Camper in Namibia unterwegs zu sein.

Atlantikküste (Swakopmund und Walvis Bay)

Den namibischen Sommer verbringt ihr am besten an der Atlantik-Küste. Durch den kalten Benguelastrom sind die Temperaturen mit maximal 25 Grad Celsius deutlich niedriger als im Inland und es lässt sich angenehmer reisen.

Baden ist in Namibia bei höchstens 15 Grad Wassertemperatur allerdings auch im Sommer nur etwas für Hartgesottene. Der Ort Swakopmund ist bei Einheimischen besonders beliebt. Morgens überzieht hier noch dichter Nebel die gesamte Küstenregion, zum Nachmittag verziehen sich die Nebelschwaden und ihr könnt strahlenden Sonnenschein genießen – perfekt für Strandspaziergänge, Bootsfahrten oder einfach eine Pause vom Wüstenstaub.

Wohnmobil-Tour durch Namibia

Ob Safari im Etosha Nationalpark oder Sonnenuntergang in der Namib-Wüste: In unserem Blogartikel stellen wir euch zwei Routen für eure Namibia-Rundreise mit dem Camper vor – inklusive Tipps zu passenden Fahrzeugen und den schönsten Stellplätzen.

Lesetipp: Namibia ist die perfekte Destination für Outdoor- und Safari-Fans. Hier sind die zwei schönsten Routen in dem südafrikanischen Land.
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Tipps für eure Namibia-Reise: für jede Reisezeit gut vorbereitet

Zwei Freunde im Camper in Namibia

  • Früh buchen lohnt sich: Besonders in der Trockenzeit sind viele Camper-Modelle und beliebte Campingplätze in Namibia schnell ausgebucht. Reserviert euer Wunschfahrzeug daher am besten ein paar Monate vor eurer Reise.

  • Zwiebellook nicht vergessen: In den Wintermonaten (Mai bis Juli) wird es nachts im Hochland Namibias richtig kalt. Nehmt also auf jeden Fall auch warme Kleidung mit, selbst wenn die Temperaturen tagsüber sommerlich erscheinen.

  • Mückenschutz einpacken: Im Norden Namibias (z. B. Caprivi-Streifen) sind in der Regenzeit mehr Mücken unterwegs – Moskitonetz, Insektenspray & Co. sind dann Pflicht.

  • Wetter im Blick behalten: In der Regenzeit solltet ihr den Camper nicht ohne wetterfeste Kleidung verlassen. Wer dagegen in den Süden von Namibia fährt, sollte unbedingt an Sonnencreme und eine Kopfbedeckung denken.

  • Flexibel bleiben: Besonders bei einer Reise in der Regenzeit solltet ihr flexibel bleiben. Manche Routen sind nach starken Regenfällen vorübergehend nicht befahrbar. Eine Alternative parat zu haben, schadet nie.

Titelbildquelle: @Sanne van den Bergh

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