Warum ich Schweden im Mai immer wieder besuchen würde.

Warum ich Schweden im Mai immer wieder besuchen würde.

Aktualisiert am: 02.12.2025

Lesedauer: 5 Minuten

Schweden im Mai? Wieso denn das? Das waren die ersten Reaktionen in meinem Freundeskreis, nachdem wir unsere diesjährige Reiseplanung bekannt machten. Dabei war der Grund ganz einfach: Wir wollten Schweden ganz für uns alleine erkunden und nicht mit all den anderen teilen müssen. Welche Erfahrungen ich zu dieser Jahreszeit gesammelt habe und was die optimale Route für eine Rundreise mit dem Campr ist, erzähle ich euch hier.

1. Schweden im Mai: die beste Route für die Jahreszeit

Für uns ging es im Mai zehn Tage lang mit dem Wohnmobil durch Schweden. Noch mit dem eigenen PKW startete unsere Reise über die Öresundbrücke Richtung Malmö zu unserem Miet-Wohnmobil. Das hatten wir vorher über CamperDays gebucht und schon gemerkt: Die Camper in Schweden sind im Mai etwas günstiger als zur Hochsaison im Juli und August. Aber dazu später mehr.

Nach einem herzlichen “Welcome to Sweden” und einer einstündigen Einführung in alle technischen Raffinessen unseres Zuhauses auf vier Rädern starteten wir unsere Reise durch Südschweden. Direkt am ersten Tag zeigte sich der Mai in Schweden von seiner besten Seite. Unser erster Halt führte uns nach Ystad und bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir mit Eis bewaffnet durch die hübsche Kleinstadt. Unser Fahrzeug fand dabei einen ganz komfortablen Wohnmobil-Parkplatz direkt am Hafen. Lasst euch in Ystadt am besten einfach treiben. Der Ort ist so beschaulich, dass ihr kaum etwas verpassen könnt.

Älmhult, Gränna und Sigtuna

Am Hafen von Gränna im Mai in Schweden

Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten - “Wer kocht, wer spült, wer hat meine Schuhe gesehen?” - hatten wir uns dann nach unserem ersten Abend zu viert im Wohnmobil gemütlich eingerichtet und planten jeden Abend gemeinsam den jeweils nächsten Tag. Denn auch wenn uns der Mai in Schweden mit Sonne begrüßte: Es gab auch den ein oder anderen Regentag, der natürlich genutzt werden wollte. Auf unserem Reiseplan landeten jede Menge Seen, aber auch der ein oder andere Ausflug für Regentage. Große Städte wie Stockholm und Göteborg standen nicht auf unsere Liste, da wir vor allem raus in die Natur wollten. Wer mag, kann die beiden Städte auf dieser Route aber problemlos mit einplanen.

Lesetipp: Egal ob Südschweden oder Lappland: In dem skandinavischen Lans gibt es so viel zu sehen, dass wir euch gleich drei Routen zusammengestellt haben.
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Unsere weitere Reiseroute für Schweden im Mai:

  • Das IKEA-Museum in Älmhult ist wie gemacht für einen verregneten Mai-Tag in Schweden. Sollte das Wetter doch mitspielen, kann ich euch die småländische Seenplatte ans Herz legen. In Möckeln bei Älmhult ist es besonders idyllisch.

  • Gränna ist auch als Stadt der Zuckerstangen bekannt, denn hier werden in mehreren Kochereien noch heute die Polkagris-Zuckerstangen hergestellt. Aber auch sonst kann die Stadt mit den hübschen Holzhäusern und dem lebhaften Hafengebiet sich sehen lassen.

  • Sigtuna ist eine der ältesten Städte in Schweden und ist mit ihren Holzhäusern und der alten Stadthalle einfach nur schnuckelig. Sie liegt idyllisch direkt an einem See und eignet sich deswegen optimal für Bootstouren (zum Baden war es uns im Mai in Schweden noch zu frisch!)

Abschluss-Highlight: Fjällbacka an Schwedens Westküste

Blick auf Fjällbacka in Schweden im Mai

Nach einigen Tagen im Landesinneren freuten wir uns wie Bolle darauf, endlich am Meer anzukommen und die Westküste erkunden zu können. Anlaufstelle für den ersten Blick auf die weltberühmte Schärenlandschaft war Fjällbacka kurz vor der Grenze zu Norwegen. Die vielen Treppen an der Kungsklyftan den Vetteberget hinauf waren, trotz der kurzen Anstrengung, der Höhepunkt unseres Tages. Der Blick schweift über die typisch schwedische Kleinstadt, über die Schären hinweg, auf das offene Meer. Und schon fingen wir an zu überlegen: Wann kommen wir wieder?

Nach zehn Tagen quer durch den Süden waren wir uns am Ende dann alle einig: Mal wieder hatten wir viel zu wenig Zeit. Und: Wir kommen wieder! Und dann auch wieder im Mai, wenn wir das Land (fast) ganz für uns haben.

2. Schweden-Rundreise mit dem Wohnmobil: meine besten Reisetipps

Straße mit kleinen Häusern in Ystadt in Südschweden

  • Die Infrastruktur in Südschweden ist hervorragend. Es gibt entlang der größeren Straßen regelmäßig Rastplätze mit kostenfreien WCs und meist sogar einem wunderbaren Blick auf einen See oder Picknicktische mitten im Wald.

  • Alle Einheimischen, die wir unterwegs gesprochen haben (auf Campingplätzen, in Geschäften, Supermärkten, Restaurants) konnten sich wunderbar mit uns auf Englisch unterhalten.

  • In Schweden braucht man kein Bargeld. Wir haben während unserer gesamten Reise nicht einmal Bargeld benötigt. Auf einigen Campingplätzen brauchten wir 5 Kronen für die Duschen. Diese konnten wir jedoch vorab mit der Kreditkarte beim Einchecken bezahlen. Deswegen die klare Empfehlung: Die Kreditkarte mit ausreichendem Limit einpacken und sich keine Sorge wegen vorherigen Geldwechsels machen.

  • Insbesondere in der Nebensaison (Bis Ende Mai/Anfang Juni) haben einige Campingplätze eingeschränkte Öffnungszeiten. Darauf sollte man achten, damit man abends nicht vor verschlossener Schranke steht. Informationen dazu findet man in einer sehr übersichtlichen Broschüre, die ihr an den meisten Campingplätzen erhaltet. Alternativ könnt ihr sie vorab online bestellen.

  • Obwohl die CampingCard in Schweden seit diesem Jahr keine Pflicht mehr ist, fragen fast alle Campingplätze trotzdem noch danach. Wir haben uns die Karte vorab online bestellt und haben dann meist wirklich Zeit gespart, weil wir unsere Adresse nicht jedes Mal wieder buchstabieren mussten.

3. Die schönsten Campingplätze in Südschweden

Wohnmobil an einem See in Schweden im Mai

Sjöstugan Camping, Älmhult

Ein wunderschöner Platz am See, sehr ruhig, sehr nette internationale Mitarbeiter (manche sprechen auch Deutsch), sauber und gepflegt. Es gibt sogar einen Bootsverleih. Die erste Reihe mit Blick auf den See ist besonders schön, aber in der Hochsaison vermutlich schwierig zu bekommen. Im Mai war das kein Problem. Dieser Campingplatz ist meine absolut Nummer 1!

www.sjostugan.com

Bomstadbaden, Karlsbad

Dieser Campingplatz ist sehr groß, aber auch top-gepflegt und sauber. Besonders toll ist der schöne Sandstrand am Vänern-See. Im Sommer gibt es außerdem ein vielfältiges Kinderprogramm.

www.bomstadbaden.se

Fjällbacka Camping, Fjällbacka

Nach einem Eigentümerwechsel wurde der Platz fließig renoviert und ist jetzt mit neuen WCs und Duschen top ausgestattet. Die Lage ist super-schön in den Schären und man kommt fußläufig nach Fjällbacka rein. Die Stellplätze sind in die Felsen integriert, das ist ziemlich cool.

www.fjallbackacamping.se

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