CamperDays-Studie: Wir vergleichen Schweden, Norwegen und Co.
Weitläufige, unberührte Landschaften machen die nordeuropäischen Länder zu einem idealen Reiseziel für ausgedehnte Roadtrips. Wer dabei möglichst flexibel reisen und größere Distanzen zurücklegen möchte, muss sich bei der Reiseplanung eine wichtige Frage stellen: Lohnt sich eine Tour mit dem Wohnmobil oder ist eine Kombination aus Hotelübernachtungen und Mietwagen vor Ort die bessere Wahl? Beide Reiseformen unterscheiden sich grundsätzlich im Hinblick auf Komfort und Flexibilität sowie bei den Reisekosten.
Nachdem wir bereits die Kostenstruktur von Wohnmobil- und Hotelreisen bei Fernreisen nach Nordamerika, Australien und Neuseeland untersucht haben, konzentriert sich unsere aktuelle Vergleichsstudie auf beliebte europäische Reiseländer. Das Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden, welche der beiden Reiseformen unter Berücksichtigung aller relevanten Kostenpunkte die günstigere ist. Da sich die Preisstrukturen (insbesondere in Nordeuropa) saisonabhängig stark unterscheiden, haben wir die Haupt- und Nebensaison getrennt betrachtet und ausgewertet.
Unsere Vorgehensweise
Für unsere Analyse haben wir uns auf den direkten Kostenvergleich von Mietpreisen und Übernachtungskosten konzentriert, die bei einer Rundreise entstehen. Außerdem sind Faktoren wie der Kraftstoffverbrauch in die Auswertung eingeflossen. Die daraus ermittelten Vergleichswerte geben nicht nur einen zuverlässigen Einblick in die durchschnittliche Preisgestaltung der beiden Reiseformen, sondern ermöglichen auch die Ableitung einiger allgemeiner Spartipps.
Bei der Auswertung haben wir uns auf vier beliebte Reiseziele und Camping-Länder in Europa konzentriert: Island, Schweden, Norwegen und Deutschland. Dabei haben wir die Reisedauer, die gefahrene Strecke und die durchschnittlichen Kosten für Fahrzeugmiete und Übernachtungen analysiert. Aus diesen Werten ergibt sich jeweils ein modellhafter Gesamtpreis für die Haupt- und Nebensaison. Dieser setzt sich zusammen aus:
Fahrzeugkosten: durchschnittliche Mietpreise pro Tag für die am häufigsten gebuchten Wohnmobil- bzw. Mietwagenmodelle im jeweiligen Zielland (einschließlich häufig gebuchter Zusatzoptionen wie Navigationsgerät oder Basis-Versicherungsoptionen)
Übernachtungskosten: durchschnittliche Preise für ein Doppelzimmer in 3-Sterne-Hotels bzw. Stellplatzkosten auf Campingplätzen mit Wasser- und Stromversorgung
Kraftstoffkosten: berechnet auf der Basis der durchschnittlich zurückgelegten Strecke, der durchschnittlichen Kraftstoffpreise (Benzin und Diesel, 2025-2026) sowie dem durchschnittlichen Verbrauch der populärsten Fahrzeugmodelle
Weitere Informationen zu unserer Datenbasis und Herangehensweise findet ihr am Ende dieser Studie.
Schweden
Schweden gehört durch seine weitläufigen Wälder und zahlreichen Seen zu einer der malerischsten Destinationen für einen Roadtrip in Europa. Die Kombination aus Naturverbundenheit und verlässlicher Infrastruktur spricht vor allem Urlauber*innen an, die jenseits vom Massentourismus verreisen möchten. Für Wohnmobilurlaub ist das skandinavische Land aufgrund seiner landschaftlichen Weite und der zahlreichen, gut ausgestatteten Campingplätze besonders gut geeignet.
Durchschnittlich reisen CamperDays-Kund*innen für 14 Tage mit dem Wohnmobil durch Schweden. Auf ihren Reisen legen sie dabei im Schnitt 1.500 Kilometer zurück, um das skandinavische Land gründlich zu erkunden. Touring Cars ist der am stärksten nachgefragte Vermieter. Besonders häufig entschieden sich Kund*innen für die Modelle „TC Medium“ (für bis zu vier Personen) und „TC Van“ (für zwei Personen).
Ø Reisedauer: 14 Tage
Ø Strecke: 1.500 km
Ø Dieselpreis: 1,52 € / Liter
Ø Benzinpreis: 1,44 € / Liter

In der Nebensaison unterscheiden sich die Kosten für einen Wohnmobilurlaub und eine Reise mit Mietwagen und Hotel in Schweden um etwa 8 %. In der Hauptsaison ergeben sich noch deutlichere Preisverschiebungen: Ein Wohnmobilurlaub ist dann im Durchschnitt rund 13 % günstiger als die Kombination aus Hotelübernachtungen und Mietwagen. Zwar steigt die Tagesmiete für Wohnmobile in dieser Zeit um etwa 30 %, doch die Hotelpreise verdoppeln sich im gleichen Zeitraum nahezu. Die Mietwagenpreise bleiben hingegen relativ stabil und weisen nur geringe saisonale Schwankungen auf.
Zusätzliche Einsparmöglichkeiten ergeben sich für Wohnmobilurlauber*innen, wenn sie einen Stellplatz auf einfach ausgestatteten Campingplätzen statt in höherpreisigen Ferien- und Resort-Campinganlagen buchen. Da beliebte Wohnmobilmodelle wie der „TC Medium“ über eine eigene Küche und ein Bad mit WC und Dusche verfügen, müssen Reisende unterwegs dennoch nicht auf Komfort verzichten. Schweden empfiehlt sich besonders für Reisende, die viel Wert auf Natur, Ruhe und Outdoor-Aktivitäten legen. Die gute Verfügbarkeit naturnaher Stellplätze macht das Land zu einem attraktiven Ziel für flexible und individuell geplante Roadtrips, die im Wohnmobil besonders komfortabel sind.
Norwegen
Norwegen ist bekannt für seine dramatischen Landschaften mit Fjorden, markanten Gebirgszügen und beeindruckenden Panoramastraßen. Wohnmobilurlauber*innen profitieren vor allem von der Möglichkeit, in abgelegenen Regionen zu übernachten und die Aussicht unmittelbar aus dem Fahrzeug heraus genießen zu können.
Im Schnitt nehmen sich CamperDays-Kund*innen etwa 12 Tage, um Norwegen zu erkunden, und legen dabei etwa 2.000 Kilometer zurück. Die am häufigsten gebuchten Wohnmobilmodelle sind der „Family Standard“ (geeignet für bis zu 4 Personen) und der „Urban Plus“ (ideal für 2 Personen) des Vermieters McRent.
Ø Reisedauer: 12 Tage
Ø Strecke: 2.000 km
Ø Dieselpreis: 1,69 € / Liter
Ø Benzinpreis: 1,76 € / Liter

In Norwegen sparen Wohnmobilurlauber*innen in der Nebensaison etwa 8 % im Vergleich zur Mietwagenreise mit Hotelübernachtungen. In der Hauptsaison ergibt sich ein noch deutlicher Vorteil zugunsten des Wohnmobils: Ein Campingurlaub ist dann durchschnittlich rund 14 % günstiger. Die Preise für Mietwohnmobile steigen in der beliebten Reisezeit zwar um bis zu 40 %, allerdings erhöhen sich auch die Hotelpreise um etwa 46 % und die Mietwagenpreise um rund 32 %. Insgesamt bleibt das Wohnmobil daher dennoch die preisgünstigere Option.
Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich, wenn sich Wohnmobilurlauber*innen selbst versorgen und auf einfach ausgestattete Stellplätze ausweichen. Norwegische Campingplätze liegen häufig in landschaftlich reizvoller Umgebung, in unmittelbarer Nähe zu Fjorden, Bergen, Seen oder Stränden, und sind daher besonders attraktiv für Naturfans und Outdoor-Sportler*innen. Gleichzeitig ist die Campingplatzdichte auch in urbanen Gegenden so hoch, dass Städtetrips problemlos möglich sind.
Island
Island steht für wilde Landschaften und spektakuläre Naturphänomene, die sich entlang gut zugänglicher Routen wie der berühmten „Ringstraße“ besonders intensiv erleben lassen. Schwefelquellen, Gletscher, Wasserfälle und Lavafelder liegen oft nur wenige Fahrminuten auseinander. Wohnmobilreisende profitieren von hoher Flexibilität, da Island trotz seiner Abgeschiedenheit eine zuverlässige Camping-Infrastruktur bietet.
Im Durchschnitt buchen CamperDays-Kund*innen ein Wohnmobil in Island für 10 Tage und legen dabei etwa 1.800 Kilometer zurück. Die am häufigsten gebuchten Wohnmobil-Modelle sind der „TC Medium“ von Touring Cars und der „Family Standard“ von McRent, die beide für bis zu 4 Personen geeignet sind. Ein weiteres beliebtes Modell ist der „Cheap Campervan“ des gleichnamigen isländischen Vermieters, der Platz für 2 Erwachsene bietet.
Ø Reisedauer: 10 Tage
Ø Strecke: 1.800 km
Ø Dieselpreis: 2,16 € / Liter
Ø Benzinpreis: 2,04 € / Liter

Island verzeichnet bei beiden Reiseformen deutlich höhere Kosten in der Hauptsaison als in der Nebensaison. Sowohl Wohnmobilmieten als auch Hotelpreise steigen in der beliebtesten Reisezeit stark an und verdoppeln sich teilweise. Auch Mietwagen sind in der Hauptsaison spürbar teurer. Trotz dieser generellen Preissteigerungen bleibt der Wohnmobilurlaub in Island im Durchschnitt etwa 10 % günstiger als die Kombination aus Hotel und Mietwagen.
Bei längeren Aufenthalten können Wohnmobilurlauber*innen zusätzlich sparen, etwa durch die Nutzung der Island Camping Card, die Zugang zu einer Vielzahl von Campingplätzen zu einem festen Pauschalpreis bietet. Ein Roadtrip mit dem Wohnmobil ermöglicht auf der Insel zudem ein höheres Maß an Flexibilität und Komfort. Urlauber*innen können dadurch ihre Übernachtungsorte spontan wählen und die landschaftlichen Höhepunkte (z. B. entlang der 1.322 Kilometer langen Ringstraße) besonders entspannt erreichen, ohne täglich in verschiedenen Unterkünften ein- und auschecken zu müssen.
Deutschland
Deutschland zeichnet sich durch eine bemerkenswerte landschaftliche und kulturelle Vielfalt aus, die Urlauber*innen auf vergleichsweise kurzen Distanzen erkunden können. Ob Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, Mittelgebirgslandschaften wie Harz oder Schwarzwald oder die Bayerischen Alpen – die Bundesrepublik eignet sich für Wohnmobilfans sowohl für kürzere Trips als auch für längere Rundreisen.
Durchschnittlich machen CamperDays-Kund*innen in Deutschland 14 Tage Urlaub und fahren dabei etwa 900 Kilometer. McRent ist dabei der am häufigsten gewählte Vermieter; die beliebtesten Modelle sind der „Standard McRent“ für bis zu 4 Personen und der „Urban Plus“ für 2 Personen.
Ø Reisedauer: 14 Tage
Ø Strecke: 900 km
Ø Dieselpreis: 1,61 € / Liter
Ø Benzinpreis: 1,69 € / Liter

In Deutschland ist ein Wohnmobilurlaub sowohl in der Nebensaison als auch in der Hauptsaison die günstigere Option. Die Kosten liegen in der Nebensaison durchschnittlich 24 % und in der Hauptsaison rund 29 % unter denen einer Reise mit Mietwagen und Hotelübernachtungen.
Auffällig ist dabei, dass die Mietwagenpreise in Deutschland in der Hauptsaison teilweise sogar etwas niedriger ausfallen als in der Nebensaison. Ein möglicher Grund dafür ist, dass viele deutsche Urlauber*innen für Inlandsreisen ihren eigenen Pkw nutzen und die Nachfrage nach Mietfahrzeugen (z. B. für Dienstreisen) in den Sommermonaten etwas geringer ist. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Wohnmobilreise trotz dieser Entwicklung weiterhin die günstigere Reiseform bleibt.
Fazit: Campingurlaub in Nordeuropa lohnt sich auch in der Hauptsaison
Roadtrip mit Wohnmobil oder Hotelurlaub mit Mietwagen – was ist günstiger? Wie unsere Studie zeigt, bieten Reisen mit dem Wohnmobil in den beliebten nordeuropäischen Ländern und Deutschland sowohl in der Neben- als auch in der Hauptsaison deutliche Einsparpotenziale. Gleichzeitig profitieren Reisende bei einem Roadtrip im Wohnmobil von einem hohen Maß an Flexibilität und Komfort. Da Unterkunft und Transportmittel miteinander kombiniert sind, lassen sich lange Strecken ohne häufige Hotelwechsel bequem zurücklegen. Gerade in weitläufigen Reisezielen wie Norwegen, Schweden oder Island erweist sich diese Reiseform als besonders praktisch und ermöglicht einzigartige, naturnahe Reiseerlebnisse.
Aus unserer Auswertung lassen sich außerdem folgende Erkenntnisse ableiten:
Größter Preisunterschied zwischen Haupt- und Nebensaison: Island ist ein wahres Paradies für einen ausgedehnten Campingtrip, weswegen die Nachfrage nach Wohnmobilen in der Hauptsaison stark ansteigt. Im Vergleich zur Nebensaison verdoppeln sich die Preise fast. Auch Mietwagen- und Hotelkosten steigen in diesem Zeitraum stark an. Für Wohnmobilurlauber*innen ist eine frühzeitige Buchung daher besonders empfehlenswert, um von einer größeren Auswahl an Wohnmobilen sowie den besten Preisen zu profitieren.
Größtes Sparpotenzial: In Schweden und Norwegen sind Wohnmobilreisen in der Hauptsaison durchschnittlich rund 15 % günstiger als die Kombination aus Hotel und Mietwagen. Wer sich in Deutschland für einen Campingurlaub statt für Hotelübernachtungen und einen Mietwagen entscheidet, kann sogar bis zu 29 % sparen.
Wohnmobil als komfortabelste Option für Roadtrips: Dank ihrer weitläufigen, unberührten Landschaften sind die nordeuropäischen Länder wunderbar für Roadtrips geeignet. Urlauber*innen in Norwegen, Schweden und Island legen in Zeiträumen von bis zu 14 Tagen mindestens Strecken von 1.500 und 2.000 Kilometern zurück. Mit einem gemieteten Wohnmobil können sich Urlauber*innen ganz auf die täglichen Erlebnisse konzentrieren, ohne zwischen verschiedenen Unterkünften wechseln zu müssen.

Anmerkungen zur CamperDays-Vergleichsstudie für Nordeuropa & Deutschland
Alle in dieser Analyse aufgelisteten Daten sind als Durchschnittswerte zu verstehen und haben keinen Anspruch auf Fehlerfreiheit. Preisliche Abweichungen nach oben oder unten sind je nach Größe der Reisegruppe, Aufenthaltsdauer und anderen individuellen Aspekten der Reiseplanung (z. B. Ausstattung der Campingplätze oder verschiedene Zimmerkategorien in Hotels) möglich.
Die Übernachtungskosten beeinflussten dabei das Gesamtbudget besonders. Für die Datenerhebung haben wir uns auf Standard-Doppelzimmer in Mittelklassehotels sowie Campingplätze mit Strom- und Wasserversorgung konzentriert.
Um verschiedene Kostenpunkte und Einsparpotenziale genauer zu beleuchten, gehen wir nachfolgend noch auf unterschiedliche Reise-Szenarien ein.
Mögliche Reise-Szenarien
In dieser Studie wurden die Preise für Reisen mit zwei Personen anhand unserer durchschnittlichen Buchungsdaten ermittelt.
Da viele beliebte Wohnmobilmodelle jedoch Schlafplätze für bis zu vier Personen bieten, kann sich der Mietpreis bei Gruppenreisen auf mehrere Köpfe verteilen. Je mehr (erwachsene) Personen mitreisen, desto günstiger ist der Wohnmobilurlaub.
Damit ergeben sich bei größeren Campern verschiedene typische Konstellationen:
Zwei Erwachsene
Zwei Erwachsene mit einem Kind
Drei Erwachsene
Vier Erwachsene
Zwei Erwachsene mit zwei Kindern
Je besser Urlauber*innen die Kapazität des Wohnmobils ausschöpfen, desto stärker sinken die Kosten pro Person. Besonders Familien und kleinere Gruppen profitieren hiervon. Vor allem für drei oder vier Erwachsene kann eine gemeinsame Wohnmobilreise finanziell erheblich attraktiver sein als die Hotel-Alternative, bei der in der Regel mehrere Zimmer nötig wären.
Weitere Kostenaspekte und Einsparpotenziale
Bei beiden Reiseformen gibt es weitere Einsparpotenziale, wenn Urlauber*innen auf günstigere Unterkünfte ausweichen. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann auf zum Beispiel Hostels oder einfache Motels ausweichen.
Wohnmobilurlauber*innen können gleichermaßen sparen, wenn sie einfacher ausgestattete Stellplätze wählen. Viele Campingplätze bieten Ausstattungsmerkmale, die den Komfort bei längeren Aufenthalten deutlich erhöhen, wie zum Beispiel Freizeit- und Wellnessangebote vor Ort. Schlichtere, naturnahe Campingplätze sind oft deutlich preiswerter und eignen sich ideal als Zwischenstopps für ausgedehntere Roadtrips.
Zu den zentralen Vorteilen eines Wohnmobilurlaubs zählen außerdem die geringeren Verpflegungskosten. Dank der eigenen Küche im Fahrzeug können Urlauber*innen ihre Mahlzeiten selbst zubereiten und sind nicht auf Restaurants oder Hotelverpflegung angewiesen. In vielen europäischen Reiseländern, in denen Restaurantbesuche oder Halb- und Vollpension im Hotel schnell teuer werden können, lässt sich durch Selbstversorgung ein spürbarer Teil des Reisebudgets einsparen.
Neben Übernachtungs- und Fahrzeugkosten gibt es auch weitere anfallende Kosten, die jedoch zu individuell sind, um in die vorliegenden Berechnungen mit aufgenommen zu werden. Dazu zählen Faktoren wie Mautgebühren oder Parkgebühren bei City-Trips. Darüber hinaus können Frühbucherangebote oder Last-Minute-Rabatte die Gesamtkosten beeinflussen. Wer frühzeitig reserviert, profitiert in der Regel von günstigeren Preisen – sowohl bei Hotels als auch bei Wohnmobilen.
Weitere Entscheidungskriterien
Ob sich Urlauber*innen für einen Campingtrip oder einen Hotelurlaub entscheiden, hängt natürlich nicht nur von der Kostenstruktur ab. Persönliche Vorlieben und Ansprüche an Komfort und Flexibilität spielen bei der Wahl der geeigneten Reiseform natürlich eine zentrale Rolle.
Eine Wohnmobilreise eignet sich vor allem für Personen, die viel Zeit im Freien verbringen wollen, häufig spontan umplanen, gerne selbst kochen oder als Familie bzw. kleine Gruppe gemeinsam unterwegs sein möchten. Der Aufenthalt im Camper ermöglicht unmittelbare Nähe zur Natur und eine hohe Unabhängigkeit in der Routen- und Tagesplanung. Für Roadtrips, bei denen große Strecken in einem bestimmten Zielland zurückgelegt werden sollen, sind Wohnmobile die komfortabelste und unkomplizierteste Option.
Umgekehrt kann die Kombination aus Hotelübernachtungen und einem Mietwagen vor Ort besser geeignet sein, wenn bei der Reiseplanung Städtetrips im Vordergrund stehen oder Urlauber*innen für längere Zeit in derselben Region verweilen möchten. Wer zum Sightseeing und für kulturelle Aktivitäten öfter in Städten unterwegs ist und dort mobil sein möchte, ist mit Pkw und festen Unterkünften oft besser beraten.
Unsere Datengrundlage
Für eine saubere, vergleichbare Kostenanalyse wurden alle Daten systematisch erhoben und getrennt nach Haupt- und Nebensaison ausgewertet. Die Werte repräsentieren typische Preisniveaus in touristisch relevanten Regionen der vier untersuchten Länder.
Übernachtungskosten
Pro Land wurden 50 Hotelpreise für jeweils beide Saisonphasen ausgewertet. Dabei wurden Unterkünfte in unterschiedlichen Städten und Regionen berücksichtigt, um ein realistisches Preisniveau im landesweiten Durchschnitt abzubilden. Zusätzlich haben wir internationale Preisvergleichsplattformen wie budgetyourtrip.com herangezogen, auf denen User*innen ihre realistischen Reisekosten dokumentieren.
Für die Campingplätze wurden (je nach Verfügbarkeit) 40 Standorte pro Land und Saison untersucht. Dabei haben wir uns auf Standorte mit grundlegender Ausstattung konzentriert. Für Länder mit eingeschränkter Datenlage wurden stichprobenartige Preisabgleiche vorgenommen und Entwicklungen anhand ähnlicher Märkte interpoliert.
Fahrzeugmietpreise
Die Mietpreise für Wohnmobile und Pkw wurden anhand von 100 Angeboten pro Land sowie den monatlichen Durchschnittspreisen der drei größten Städte des jeweiligen Landes errechnet. Dabei haben wir die beliebtesten Fahrzeugmodelle in den meistbesuchten Städten berücksichtigt. Ergänzend haben wir Stichproben aus verschiedenen Monaten der Haupt- und Nebensaison einbezogen, um saisonale Preisschwankungen realistisch abzubilden.
Kraftstoffkosten
Die Berechnung der Treibstoffkosten stützt sich auf gemeldete Durchschnittspreise der letzten 12 Monate für Benzin und Diesel. Für Wohnmobile wurde der durchschnittliche Verbrauch der beliebtesten Modelle im jeweiligen Markt angesetzt und für Mietwagen ein Mittelwert über gängige Fahrzeugklassen ermittelt.
Diese breit angelegte Datenerhebung erlaubt eine differenzierte Bewertung der Gesamtkosten – sowohl innerhalb der einzelnen Länder als auch im direkten Vergleich zwischen den beiden Reiseformen. Die Studie erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit der Daten.
