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Wohnmobil-ABC: Von Abwassertank bis Zuladung

von CamperDays-Redaktion
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Wohnmobil ABC

Willkommen beim Wohnmobil-ABC! Haben Sie sich schon immer gefragt was ein 4WD ist, was genau man unter einem Meilen-Paket versteht oder wie sich teilintegrierte Wohnmobile von vollintegrierten unterscheiden? Alle Antworten finden Sie hier in unserem praktischen Wohnmobil-Lexikon.

A

  • Abholung: Bei der Wohnmobil-Abholung müssen Sie bestimmte Dokumente vorlegen. Dazu gehören eine gültige Fahrerlaubnis, Ausweispapiere, eine Kreditkarte für die Kaution sowie der Wohnmobil-Voucher von CamperDays. Sie erhalten an der Mietstation eine ausführliche Einweisung in alle Funktionen des Campers. Zudem wird ein Übergabeprotokoll erstellt, auf dem etwaige Schäden am Fahrzeug festgehalten werden.
  • Abwassertank: Fängt das gebrauchte Wasser aus dem Spülbecken, der Dusche und der Toilette auf.
  • Alkoven: Ein Wohnmobil mit einer über der Fahrerkabine gelegenen Schlafnische.
  • Allradantrieb (4×4/4WD): Geländetaugliches Wohnmobil, das sich besonders für schwieriges Gelände und schlechte Straßen eignet. Manche Nationalparks können nur mit einem 4WD-Fahrzeug befahren werden.
  • Altersgrenzen: In der Regel liegt das Mindestalter für das Mieten von Wohnmobilen bei 21 Jahren. Ausnahmen bilden zum Beispiel die Vermieter Hippie und Cheapa – ihre Fahrzeuge können bereits ab 18 Jahren gemietet werden. Bei vielen Verleihern muss der Fahrer eine bestimmte Fahrerfahrung anhand seines Führerscheins nachweisen. Es gibt auch Vermieter, deren Fahrzeuge erst ab 23 oder gar 25 Jahren gemietet werden können. Je nach Land und Verleiher gibt es für die Miete von Reisemobilen auch ein Höchstalter. Dieses liegt zumeist bei 75 oder 85 Jahren. In Ausnahmefällen müssen ältere Fahrer eine ärztliche Bescheinigung über ihre Fahrtauglichkeit vorweisen.

B

  • Basisfahrzeug: Darauf ist das Wohnmobil aufgebaut. Als Basisfahrzeuge kommen Vans, Kleintransporter, Kleinbusse und sogar LKWs zum Einsatz.
  • Black Water: Das Abwasser aus der Toilette. Es wird in einem Fäkalientank gesammelt. Die Fäkalien werden in der Regel zur besseren Entsorgung durch einen Zerhacker zerkleinert oder durch spezielle Chemikalien aufgelöst.

C

  • Campingmöbel: Campingtische und Campingstühle können im Angebot enthalten sein, oder als Zusatz dazu gebucht werden. Sie dürfen nicht auf Park- und Rastplätzen aufgebaut werden.

D

  • Dachbox: Eine Dachbox ist ein zusätzlicher Stauraum für Gepäck. Sie wird auf dem Dach des Wohnmobils befestigt.
  • Dumpstation: Ein auf Campingplätzen und Tankstellen bereitgestellter Abfluss für die Abwassertanks von Wohnmobilen. In der Regel handelt es sich dabei um ein Loch im Boden, das durch einen Verschluss oder einen Stein zugedeckt ist.

E

  • Eco-Camping: Besonders umweltfreundliche Campingplätze, auf denen besonderer Wert auf Mülltrennung, Energiesparen und Wasser sparende Technologien geachtet wird.
  • Einwegmiete: Gegen Aufpreis ist es häufig möglich ein Wohnmobil an einer anderen Station abzugeben, als an der man es abgeholt hat.

F

  • Fähre: Manche Destinationen befinden sich auf Inseln und können nur durch eine Fährenverbindung erreicht werden z.B. Vancouver Island. Es ist angeraten, sich frühzeitig darüber zu informieren, welche Größen- und Gewichtsbeschränkungen die jeweiligen Fähren haben.
  • Faltdach: Auch bekannt als Hubdach oder Klappdach. Ermöglicht den Innenraum von kleineren Fahrzeugen im Stand nach oben hin zu vergrößern.
  • Frischwassertank: Enthält Wasser für das Spülbecken, die Dusche und die Toilette.
  • Frühbucherrabatt: Die Preise für Wohnmobile sind signifikant niedriger, wenn man 6 Monate oder gar ein Jahr im Voraus bucht. Der Preisunterschied liegt bisweilen bei 50% und mehr.
  • Führerschein: In Deutschland können mit dem Führerschein Klasse 3 alle Wohnmobile bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Besitzer des Führerscheins Klasse B dürfen nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Ab 3,5 Tonnen wird der Führerschein Klasse C benötigt. In Nordamerika, Afrika, Australien und Neuseeland genügt der Führerschein Klasse B für alle Fahrzeuge. Obwohl die meisten Vermieter auch den EU-Führerschein akzeptieren, ist es stets angeraten auch einen internationalen Führerschein mitzuführen, da es bei Polizeikontrollen Schwierigkeiten geben kann. Der internationale Führerschein allein genügt nicht: Das deutsche Original muss stets vorliegen. Hier haben wir weitere Informationen zum Führerschein zusammengestellt.

G

  • Gas: Herd, Kühlschrank und Heizung im Wohnmobil werden durch Gas betrieben. Gasflaschen können an Tankstellen, bei Miet-Stationen und häufig auch auf Campingplätzen ausgetauscht oder aufgefüllt werden.
  • Generator: Mit einem mobilen Generator ist das Wohnmobil unabhängig von der Stromversorgung auf Campingplätzen. Viele Modelle in den USA haben eingebaute Generatoren, für deren Nutzung allerdings ein Aufpreis anfällt.
  • Glamping: Glamour trifft auf Camping. Dazu zählen Campingplätze mit besonderen Services wie Spa, Sauna, hochwertiger Gastronomie etc. Auch Urlaub mit Luxus-Wohnmobilen wird häufig als Glamping bezeichnet.
  • Grey Water: Schmutziges Abwasser aus der Dusche und dem Spülbecken.

H

  • Heckgarage: Staufach im hinteren Teil von größeren Wohnmobilen. Hier können Fahrräder, Motorroller, Campingmöbel und andere sperrige Gegenstände verstaut werden.
  • Hook-Up: Wasser-, Abwasser-, Gas- und Stromanschlüsse auf Campingplätzen. Full Hook-Up beinhaltet häufig auch einen Fernsehanschluss und WLAN.

I

  • Integriert: Das Fahrerhaus und der Wohnbereich sind miteinander verbunden. Man kann vom Innenraum direkt die Fahrerkabine betreten, ohne das Fahrzeug zu verlassen.

K

  • Kastenwagen: Kleinere Wohnmobile mit weniger Platz und Komfort als bei großen Wohnmobilen. Bieten in der Regel Platz für zwei Personen. Sind deutlich Sprit sparender und wendiger. Können über ein Hubdach oder ein festes Hochdach verfügen, um an Stehhöhe zu gewinnen.
  • Kaution: Variiert abhängig vom Land und Vermieter. Wird bei der Fahrzeugübernahme von der Kreditkarte abgezogen oder darauf reserviert. Schäden am Fahrzeug, Reinigungs- und Verspätungsgebühren werden von der Kaution abgezogen. Wenn es keine Probleme gibt, wird die Kaution innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Rückgabe des Fahrzeugs zurückgezahlt.
  • Kühlschrank: Die meisten Wohnmobile sind mit einem Kühlschrank ausgestattet. Dieser funktioniert entweder durch Gas oder durch Strom, es gibt aber auch Modelle die durch beides betrieben werden können.

L

M

  • Markise: Befindet sich an der Seite des Wohnmobils und nützt vor allem als Sonnen- und Regenschutz.
  • Mautgebühren: In manchen Ländern fallen auf alle oder ausgewählte Straßen Mautgebühren an. Ihre Höhe kann sich auch abhängig vom Gewicht des Wohnmobils unterscheiden.
  • Meilen-Paket: Besonders in den USA müssen abgesehen vom Wohnmobil selbst auch die gefahrenen Meilen bezahlt werden. Bei der Buchung können Meilen-Pakete gebucht werden, die in der Regel günstiger sind, als wenn man jede Meile einzeln bezahlt.

N

  • Nasszelle: Ein kleiner Raum im Wohnmobil, der die Dusche und die Toilette enthält.

O

  • Offroad: Allradgetriebene Fahrzeuge, die auch außerhalb von befestigten Straßen fahren können z.B. zur Flussüberquerung. Besonders für Reisen nach Australien, Südafrika und Namibia nützlich.

P

  • Pannen: Bei einer Panne mit dem Wohnmobil müssen Sie Ihren Vermieter so schnell wie möglich verständigen. Bei der Fahrzeugübernahme bekommen Sie die Nummer einer 24-Stunden Hotline. Sollte die Panne die Polizeipräsenz erfordern, benötigen Sie unbedingt eine Kopie vom Polizeibericht, um ihn dem Vermieter und evtl. auch CamperDays vorlegen zu können.
  • Parken: Wohnmobile dürfen überall da geparkt werden, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Davon ausgenommen sind Privatparkplätze von Tankstellen, Restaurants, Supermärkten etc. Dort wird die Erlaubnis des Besitzers benötigt.
  • Premiumpaket: Das Premiumpaket ist eine Zusatzversicherung, durch die sich die Höhe der Kaution und der Selbstbeteiligung deutlich reduziert. Außerdem enthält das Premium-Paket oft Extras wie Campingmöbel, Kindersitze, Toilettenzubehör, Wegfall der Einweggebühr etc.

R

  • Reinigung: Das Wohnmobil muss bei der Rückgabe so sauber sein wie bei der Übernahme. Der Innenraum muss besenrein sauber sein, die Tanks komplett entleert. Muss der Verleiher das Fahrzeug nachträglich reinigen, fällt eine Reinigungsgebühr an.
  • Rest-Areas: In Nationalparks gibt es häufig simple Campingplätze mit nur wenig oder ganz ohne Infrastruktur. Sie liegen zumeist sehr naturnah und sind kostenlos oder sehr preiswert. Viele dieser Rest-Areas dürfen nur von autarken Wohnmobilen benutzt werden.
  • Rückfahrkamera: Eine hinten eingebaute Kamera, die dem Fahrer das Einparken erleichtert.
  • Rückgabe: Das Fahrzeug muss zum vereinbarten Zeitpunkt an der vereinbarten Station zurückgegeben werden. Die Rückgabe ist erst mit der Unterschrift eines Stationsmitarbeiters gültig. Bei Verspätungen fallen normalerweise zusätzliche Gebühren an. Das Wohnmobil muss sauber zurückgegeben werden. Achten Sie auf die im Vertrag festgeschriebenen Rückgabebedingungen des Vermieters. Häufig gibt es spezifische Regelungen bezüglich Treibstoff und Gas.

S

  • Shuttle-Service: Viele Vermieter bieten ihren Kunden an, sie vom Flughafen oder ihrem Hotel mit einem Shuttle-Bus abzuholen und sie nach der Rückgabe des Fahrzeugs wieder zurückzubringen.
  • Slide-Out: Wohnmobil-Modelle mit der Slide-Out Option sind besonders in den USA sehr beliebt. Dabei handelt es sich um ein meist seitlich befindliches Abteil, das im Stand ausgeschoben werden kann, um mehr Platz zu schaffen.
  • Stornierung: Jeder Vermieter legt eine Frist fest, bis zu welcher das Miet-Wohnmobil kostenlos storniert werden kann. Danach fallen stufenweise Stornogebühren an. Auf CamperDays werden die Stornofristen bei jedem Angebot sofort angezeigt. Es fallen lediglich die vom jeweiligen Vermieter festgesetzten Stornogebühren an. Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserem Stornierungs-Artikel.

T

  • Teilintegriert: Teilintegrierte Wohnmobile basieren auf Basisfahrzeugen, die durch einen Wohnteil ergänzt wurden.
  • Toilette: Nicht alle Wohnmobile verfügen über eine Toilette. Es gibt verschiedene Toilettensysteme, die teils nachgerüstet werden können. Ein Wohnmobil mit eigener Toilette wird unter anderem als autark bezeichnet.

U

  • Übernahme: Die Fahrzeugübernahme geschieht in der Regel frühestens einen Tag nach der Anreise. Viele Stationen haben festgelegte Check-In Zeiten, die unbedingt eingehalten werden müssen, da sonst zusätzliche Gebühren anfallen können. Der Mieter bekommt von einem Stationsmitarbeiter eine Einführung in die richtige Handhabung des Wohnmobils. Bei der Fahrzeugübernahme muss der Fahrer seinen Führerschein, Personalausweis, Kreditkarte und den Voucher von CamperDays vorzeigen.

V

  • Vollintegriert: Bei vollintegrierten Wohnmobilen handelt es sich um Modelle, deren Fahrerkabine und Wohnraum eine Einheit bilden, das heißt, sie sind auf dem gleichen Fahrgestell aufgebaut.
  • Vorzelt: Ein Vorzelt kann im Stand als eine Erweiterung des Wohnraums dienen. Auf vielen Campingplätzen ist das Übernachten im Vorzelt nicht erlaubt.
  • Voucher: Bei der Buchung eines Wohnmobils erhalten Sie von CamperDays einen Voucher, den Sie bei der Wohnmobil-Abholung bei Ihrem Vermieter vorlegen.

W

  • Wohnkabine: Der Wohn-, Schlaf- und Essraum des Wohnmobils. Er kann mit dem Fahrerraum verbunden sein oder ist durch einen Seiteneingang separat zugänglich.
  • Wohnbus: Große Wohnmobile, die einen Bus als Basisfahrzeug haben. Sie enthalten in der Regel viel Platz und sind luxuriös ausgestattet.

Z

  • Zuladung: Neben seinem Eigengewicht hat jedes Fahrzeug eine maximal zulässige Zuladung. Wird das Wohnmobil überladen, ergeben sich Gefahren durch verändertes Fahrverhalten und die Überlastung der Achsen. Für das Überladen von Wohnmobilen kann die Polizei Geldbußen verhängen.
  • Zusatzfahrer: Jeder Fahrer muss dem Wohnmobil-Vermieter gemeldet werden. In manchen Fällen fällt dafür eine Gebühr an. Alle Zusatzfahrer müssen einen (internationalen) Führerschein vorweisen können.
  • Zusatzversicherungen: Im Basis-Paket ist eine Grundversicherung enthalten. Sie kann jedoch durch das Premium-Paket ausgeweitet werden. Dadurch entfällt oder verringert sich stark die Selbstbeteiligung und mehr Schäden werden von der Versicherung übernommen. Alternativ gibt es auf CamperDays die Zusatzversicherung der Allianz – sie übernimmt im Schadensfall die Kosten für die Selbstbeteiligung. Es lohnt sich stets, sich über die maximale Höhe der gesetzlichen Haftpflicht-Deckungssumme im jeweiligen Urlaubsland zu informieren und diese gegebenenfalls durch eine Zusatzversicherung zu erhöhen. Weitere Versicherungen z.B. gegen Diebstahl können auf Wunsch privat abgeschlossen werden.

Titelbild: #36979071 | Urheber: Poul Carlsen – fotolia.com

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