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WLAN im Wohnmobil – So klappt’s mit dem mobilen Internet!

von CamperDays-Redaktion
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WLAN im Wohnmobil

Mal eben das Wetter für den nächsten Tag nachschauen, sich über die Sehenswürdigkeit in der Nähe erkundigen oder eine Reiseroute nachschlagen – das Internet hat unser Leben so viel praktischer gemacht und ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Wer viel und häufig unterwegs ist, kennt aber mitunter das Problem… schon wieder nur ein Balken! Wenn überhaupt. Und auch auf Campingplätzen mit einem Hotspot ist nicht immer garantiert, dass das WLAN im Wohnmobil auch vernünftig ankommt. Wir verraten, wie es mit dem Internet unterwegs trotzdem klappt!

Internet im Mietcamper

Bei einigen Vermietern, mit denen wir bei CamperDays zusammenarbeiten, können Sie Modelle mit integriertem WLAN buchen. Dazu gehören die folgenden:

LandVermieter
USARoad Bear
Neuseeland, AustralienBritz, Mighty, maui

Haben Sie sich für ein bestimmtes Modell entschieden, können Sie im Bereich der Zusatzleistungen einen mobilen WiFi Hotspot buchen. Das Ganze wird entweder als einzelnes Extra oder im Rahmen eines Ausstattungspakets angeboten. In der Regel steht Ihnen dabei ein Datenvolumen von insgesamt 1 GB zur Verfügung.

Zusätzliche Leistungen bei CamperDays buchen

Internet im eigenen Wohnmobil

Sie können aber auch ihr eigenes Wohnmobil mit Internet nachrüsten. Auf Camping-Plätzen, die Internet anbieten, befindet sich der WLAN-Hotspot oft direkt am Empfang bzw. der Rezeption. Je nachdem, wie weit Ihr Stellplatz vom Hotspot entfernt ist, kann es aber sein, dass das WLAN-Signal beträchtlich abgeschwächt wird, bevor es bei Ihnen ankommt. An abgelegenen Orten kommt es außerdem häufig vor, dass auch Mobilfunksignale nur schwach bis gar nicht zu Ihren Endgeräten dringen. Dafür gibt es mehrere Lösungen, von denen wir Ihnen einige hier vorstellen möchten.

1. Smartphone als WLAN Hotspot im Wohnmobil

Die zugegebenermaßen etwas unbeholfene Lösung ist, ein internetfähiges Smartphone als Hotspot für andere Geräte wie Laptops und Tablets zu nutzen. Das hat jedoch einige Nachteile. Für einen dauerhaft guten Empfang kann es erforderlich sein, dass das Smartphone in der Nähe eines Fensters positioniert werden muss – das schränkt die Nutzung des Mobiltelefons stark ein. Außerdem ist der Empfang schon an sich meist mehr schlecht als recht. Daher empfehlen wir diese Lösung nur als Übergang.

2. WLAN im Wohnmobil: Mobile Router als beste Lösung

Deutlich besser und praktischer ist die Anschaffung eines mobilen WLAN-Routers. Diese Geräte sind meist nicht viel größer als ein Smartphone und werden über einen Akku oder eine externe Stromquelle betrieben. Sobald eine passende SIM-Karte eingelegt wurde, wird eine Mobilfunk-Verbindung mit dem Internet hergestellt. Im Anschluss kann der Router wie ein ganz normaler, drahtloser Hotspot für alle WLAN-fähigen Geräte wie Notebooks, Tablets und Handys verwendet werden.

Mobiler WLAN-Router von Huawei für einen Hotspot

Im Vergleich zum Smartphone hat der Router einige praktische Vorteile. Er kann dauerhaft in Fensternähe angebracht und an eine Stromquelle angeschlossen werden, sodass Sie Ihr Smartphone ganz normal benutzen können. Außerdem werden durch Hindernisse und Entfernung abgeschwächte WLAN-Signale durch einige Router verstärkt. In Fachkreisen spricht man dabei von “Repeater” bzw. Verstärker.

In der Regel sind mobile WLAN-Router mit einem Akku ausgestattet, der auch eine mehrstündige Nutzung außerhalb des Wohnmobils zulässt. Wer das Gerät häufig mit nach draußen nehmen möchte, sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten und ggf. einen Ersatzakku kaufen. Momentan gehört Huawei zu den renommiertesten Herstellern in diesem Bereich.

Unsere Empfehlung: Huawei E5330 3G Mobile WiFi Hotspot Router

Oder eine 4G-Variante: Huawei E5372 LTE Cat4 4G Mobile WiFi Hotspot

Symbol Hinweis Wissenswertes
Im Prinzip sind mobile WLAN-Router der direkte Nachfolger der verbreiteten USB-Surfsticks. Sie sind etwas teurer als die Sticks, dafür müssen Sie nicht direkt am Gerät angeschlossen werden und stellen einen Hotspot für meist bis zu 10 Geräte zur Verfügung.

3. Online irgendwo im Nirgendwo…

Internet in der Stadt oder auf einem Campingplatz zu haben ist die eine Sache und die funktioniert mit mobilen WLAN-Routern schon sehr gut – eine völlig andere Geschichte ist Internet mitten in der Wildnis. Um es vorwegzunehmen: Ja, auch das geht oft. Mit den richtigen Hilfsmitteln.

Über einen Adapter oder ein spezielles Kabel (“Pigtail”) lassen sich die meisten Router mit einer externen MIMO-Antenne verbinden, die vom Router empfangene Mobilfunksignale verstärkt. Welches Kabel Sie genau benötigen, hängt sowohl vom verwendeten Router als auch der Antenne ab. Oft finden sich genauere Informationen dazu in der entsprechenden Betriebsanleitung. Viele Antennen lassen sich sogar außen anbringen, beispielsweise auf dem Wohnmobil-Dach, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Auch mit der Kombination aus mobilem Router und Antenne werden Sie vielleicht nicht überall ein starkes Mobilfunksignal und WLAN im Wohnmobil haben. Erfahrungen haben aber gezeigt, dass gute Geräte selbst an sehr abgelegenen Orten für zuverlässigen Empfang sorgen.

Grundlegende Fragen, die geklärt werden sollten

Für einen guten Router und eine starke Antenne können Sie etwa 100 – 300 Euro einplanen. Natürlich spielt aber nicht nur die passende Hardware eine wichtige Rolle. Auch der richtige Tarif ist wichtig, um später nicht unnötig viel bezahlen zu müssen. Daher hier ein paar Punkte, zu denen Sie sich vor dem Kauf einige Gedanken machen sollten:

  • 3G oder 4G (LTE):
    Geräte, die den schnelleren 4G-Standard (LTE) unterstützen, sind in der Regel teurer als die langsameren 3G-Router. Eine LTE-Verbindung wird empfohlen, wenn Sie Ihre Internetnutzung nicht nur auf E-Mails und Co beschränken, sondern beispielsweise auch streamen möchten.
  • Prepaid vs. Vertrag:
    Prepaid-SIM-Karten sind eine tolle Lösung für Gelegenheitssurfer. Sie geben im Grunde nur das aus, was Sie vorher eingezahlt haben und können bei Bedarf neues Guthaben aufladen. Das bietet sich beispielsweise dann an, wenn Sie Ihren Camper nicht das ganze Jahr über fahren, sondern ihn zum Beispiel zum Überwintern für einige Monate abstellen. Gerade mit dem schnelleren LTE-Standard können die Angebote je nach gewähltem Datenvolumen und maximaler Surfgeschwindigkeit jedoch recht teuer ausfallen.
    Wenn Sie Ihr Haus auf vier Rädern zum Arbeitsplatz machen möchten oder unterwegs einfach regelmäßig surfen, kann es günstiger sein, eine dauerhaftere Lösung anzustreben und einen Vertrag abzuschließen – allerdings empfehlen wir Ihnen, zu einem Angebot ohne Mindestlaufzeit zu greifen. So können Sie bei Bedarf jederzeit wieder kündigen und bleiben flexibel.

    In jedem Fall lohnt es sich, vorab Preise zu vergleichen und nicht das nächstbeste Angebot zu wählen!

  • Nutzerverhalten & Datenvolumen:
    Ein wichtiger Faktor bei jedem Tarif, egal ob SIM-Karte oder Vertrag, ist das Datenvolumen. Der richtige Tarif hängt dabei vor allem von der Art und Weise Ihrer Internetnutzung ab.

    Wer das WLAN im Wohnmobil nur benötigt, um schnell mal E-Mails zu checken oder sich den aktuellen Wetterbericht anzuschauen, wird mit einem 1 GB Tarif schon gut bedient sein. Das Anschauen von Videos, Streamen von Musik und Filmen oder Video-Chats verbrauchen jedoch deutlich mehr Datenvolumen, sodass Sie hierbei auch tiefer in die Tasche greifen müssen.

  • Sicherheitsstandards:
    Offene WLAN-Netzwerke, wie sie beispielsweise an gut ausgestatteten Camping-Plätzen angeboten werden, bergen mitunter einige Sicherheitsrisiken. Daher sollte der mobile Router die gängige WPA2-Verschlüsselung unterstützen.
  • Roaming-Gebühren:
    Roaming-Gebühren machen das Surfen und Telefonieren im Ausland schnell sehr teuer. Für längere Reisen kann es sinnvoll sein, sich eine SIM-Karte im Ausland zu besorgen. Auch bieten Telekom, Vodafone und Co oft spezielle Tarife für Auslandsreisen an. Informieren Sie sich bei Ihrem Anbieter nach entsprechenden Möglichkeiten, schauen Sie sich aber auch bei anderen Providern um – auf diese Weise finden Sie schnell die für Sie am besten geeignete Option.

Bildquellen:
Kārlis Dambrāns

Titelbild: #113867574 | Urheber: Rawpixel.com – Fotolia.com
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Afrodita14. Juli 2017 - 11:38

Ich hab im Handy die normale Karte die ich hier auch drin habe. Im ganzen Urlaub tätige ich vielleicht drei/ vier Anrufe. Das ist kein Problem.
In dem Router hab ich nach Möglichkeit eine Landesspezifische Karte. der Router macht halt Sinn wenn man mit mehreren Geräten gleichzeitig ins Netz möchte. Und nein, bei Wanderungen oder Mopedausflug nehm ich den natürlich nicht mit und sonst bin ich nicht im Ausland ohne Kasten unterwegs.

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