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Wohnmobil günstig mieten: so klappt’s mit dem Schnäppchen

von Julia
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Maui-Wohnmobil auf einer Straße, die durch den Wald führt

Ein Urlaub mit dem Wohnmobil ist perfekt für Weltenbummler, die flexibel, individuell und preisbewusst reisen möchten. In der Ferienwohnung auf vier Rädern hat man alles Nötige dabei, teure Hotel- und Restaurantkosten fallen dadurch weg. Sparen können Sie bereits während der Wohnmobil-Buchung – man muss nur wissen wie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Wohnmobil für den nächsten Urlaub möglichst günstig mieten. 

Inhaltsverzeichnis
1. Rechtzeitig buchen und von Rabatten profitieren
2. Haupt- und Nebensaison berücksichtigen
3. Mietdauer und gefahrene Meilen beachten
4. Abhol- und Rückgabeort klug wählen
5. So wird die Einwegmiete nicht zu teuer
6. Wohnmobil günstig mieten – aber nie an der Versicherung sparen!

1. Rechtzeitig buchen und von Rabatten profitieren

Starten wir direkt mit dem wichtigsten Tipp: Buchen Sie rechtzeitig! Gerade für die Hochsaison lohnt es sich, mindestens sechs Monate im Voraus zu buchen, um ein günstiges Angebot zu ergattern. In Down Under ist zum Beispiel ein Nachlass in Höhe von 5 – 8 Prozent üblich, wenn Sie mindestens 180 Tage vor Ihrer Reise mieten. 

🚐 Lesetipp: Frühbucher-Angebote für USA und Kanada

Prinzipiell gilt: Je kurzfristiger Sie ein Wohnmobil vor Ihrer Abreise buchen, desto teurer wird es. Für Spontanurlauber ist es also nahezu unmöglich, günstig ein Wohnmobil zu mieten. Keine Sorge: Ihre langfristige Reservierung ist nicht in Stein gemeißelt. Bei den meisten Vermietern ist bis kurz vor Reiseantritt eine kostenlose Stornierung möglich. 

Wer mit einer großen Gruppe von Personen reist und deswegen auf bestimmte Modelle festgelegt ist, der sollte sein Wohnmobil besonders früh buchen. Denn: In vielen Ländern ist das Angebot an Fahrzeugen begrenzt und Sie haben weniger Auswahl, je später Sie anmieten. Dementsprechend schwieriger wird es hier auch, spontan ein günstiges Wohnmobil nach Ihren Idealvorstellungen zu finden. 

Symbol Tipp Flex-Rates
Einige der Vermieter, wie zum Beispiel Apollo, Maui oder Britz, arbeiten mit sogenannten Flex-Rates. Die Raten richten sich nach Angebot und Nachfrage für den betreffenden Reisezeitraum und können sich wöchentlich ändern. Wer sich nicht nach Urlaubszeiten richten muss und flexibel planen kann, der sollte den günstigsten Mietzeitraum abpassen und kann mit etwas Glück zu besonders günstigen Konditionen buchen.

2. Haupt- und Nebensaison berücksichtigen

Wer sein Wohnmobil für die Nebensaison statt für die Hauptsaison bucht, profitiert nicht nur von weniger überfüllten Campingplätzen und Sehenswürdigkeiten, sondern in der Regel auch von günstigeren Mietpreisen. Es kann sogar vorkommen, dass in einigen Ländern abseits der Hauptsaison größere und besser ausgestattete Wohnmobile günstiger als die kleinen Modelle sind. Der Grund: Der Preis richtet sich immer nach der Nachfrage. Außerhalb der Schulferien verreisen zum Beispiel in den USA deutlich wenigere Großfamilien als sonst. Da die Vermieter die großen Modelle nur ungern fahrerlos in Ihren Stationen stehen lassen, vermieten Sie Wohnmobile in dieser Zeit günstiger

Beachten Sie, dass jeder Wohnmobil-Vermieter die Haupt- und Nebensaison anders definiert. Darüber hinaus kann man gerade in flächenmäßig großen Ländern, wie den USA und Kanada, wegen der unterschiedlichen klimatischen Regionen nur schwer eine allgemeine optimale Reisezeit festlegen. Generell gilt: Zu den günstigsten Konditionen kann man Wohnmobile im Winterhalbjahr zwischen Oktober und März mieten. Die Sommermonate und Ferienzeiten dagegen zählen in den meisten Ländern zu den teuersten Tagen im Jahr. 

3. Mietdauer und gefahrene Meilen beachten

Der bekannte Spruch „Zeit ist Geld“ trifft bei der Wohnmobil-Vermietung nur bedingt zu. Vor allem in stark nachgefragten Zeiten, wie der Hauptsaison, schreiben viele Vermieter eine Mindestmietdauer vor – unter einer Woche ist in der Regel nichts zu machen. Für längere Mietzeiträume dagegen wird dem Kunden häufig sogar ein Rabatt eingeräumt. Generell gilt: je länger die Mietdauer, desto günstiger der Tagespreis. Unter Umständen lohnt es sich also, einen längeren Jahresurlaub zu organisieren, anstatt mehrere Kurztrips über das Jahr verteilt zu unternehmen. 

Manche Urlauber denken, dass Sie Miete zurückerstattet bekommen, wenn Sie das Wohnmobil vor der festgelegten Mietzeit wieder an die Station zurückbringen. Die Verkürzung der Mietdauer hat allerdings keinerlei Einfluss auf den Preis, da dieser bei der Buchung vertraglich festgelegt wurde. Also: Nehmen Sie sich lieber Zeit und nutzen Sie den gebuchten Zeitraum aus – es gibt schließlich so viel zu entdecken!

Symbol Tipp Meilen-Pakete in den USA
In Nordamerika werden die gefahrenen Meilen zusätzlich zum Miet-Wohnmobil abgerechnet. Unser Tipp: Bei den Vermietern können Sie sogenannte Meilen-Pakete buchen. Je nach Vermieter liegen die Kosten pro Meile bei ca. 0,34 bis 0,45 $ (zzgl. lokaler Steuer). Meilen-Pakete sind in der Regel 10 – 12 Prozent günstiger als die Abrechnung nach gefahrenen Meilen.

4. Abhol- und Rückgabeort klug wählen

Auch die Stadt, in dem Sie das Wohnmobil anmieten, kann ausschlaggebend für den Preis sein. Die Schweden-Rundreise mit dem Wohnmobil kann unter Umständen günstiger werden, wenn man das Fahrzeug in Malmö statt in Stockholm abholt. Auch in Deutschland unterscheidet sich der durchschnittliche Tagespreis von Stadt zu Stadt teilweise deutlich. Sogar das Land, in dem Sie anmieten, kann Auswirkungen auf den Tagespreis haben. Zum Beispiel kann es günstiger sein, sein Wohnmobil bereits in Deutschland abzuholen und von dort aus in sein gewünschtes Urlaubsland zu fahren. Mit einem Wohnmobil ab Köln ist man zum Beispiel schnell in Belgien oder den Niederlanden.

Wohnmobil in einem kleinen Ort in Schweden

© Photographer Carolin Thiersch_Copyright McRent

Planen Sie einen Wohnmobil-Urlaub in einem europäischen Land, sollten Sie das Fahrzeug auch wieder an Ihrer Abholstation abgeben. Gegen Aufpreis ist es bei vielen von unseren Anbietern möglich, ein Wohnmobil an einer anderen Station zurückzugeben. Diese sogenannten Einwegmieten sind allerdings nicht an allen Destinationen gleichermaßen sinnvoll. Wer zum Beispiel eine günstige Wohnmobil-Rundreise durch die Toskana plant, sollte das Fahrzeug in Florenz abholen und auch besser dort wieder zurückgeben (selbst wenn der Rückflug von Pisa aus günstiger sein sollte). Denn: Einwegmieten in Deutschland und Europa sind sehr teuer. Bis zu 1.000 Euro müssen Wohnmobil-Urlauber für eine One-Way-Vermietung auf den Tisch legen. 

5. So wird die Einwegmiete nicht zu teuer

Anders sieht es in großflächigen Ländern wie Australien, Neuseeland und den USA aus. Wenn man so viel wie möglich vom Land sehen möchte, dann macht eine One-Way-Strecke oftmals deutlich mehr Sinn als eine Rundreise. In Australien und Neuseeland ist aus diesem Grund die Einwegmiete mit teilweise unter 100 Euro am günstigsten, in Nordamerika zahlt man je nach Strecke und Saison umgerechnet 200 – 600 Euro.

Auch bei der Einwegmiete gilt: Wer rechtzeitig bucht, profitiert eventuell von Vergünstigungen. Bei dem Vermieter CanaDreams können Sie die Hälfte der Einweggebühren einsparen, wenn Sie früh genug ein Wohnmobil für Ihre One-Way-Reise durch Kanada mieten. Spontanurlauber haben nur eine geringe Chance, noch eine Einwegmiete zu ergattern. Der Grund: One-Way-Strecken müssen immer beim jeweiligen Vermieter angefragt werden und von diesem bestätigt werden. Das Ganze ist für den Anbieter mit einem erhöhten logistischen Aufwand verbunden, da dieser zunächst sicherstellen muss, dass die Fahrzeuge am Abgabeort auch wieder vermietet werden können. 

Symbol Tipp Tipp
Die genaue Höhe der Einweggebühr hängt nicht nur vom Land und vom Vermieter, sondern auch von der gewählten Strecke ab. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, eine der beliebteren Strecken ins Auge zu fassen. Aufgrund der hohen Nachfrage ist es für den Anbieter hier meist einfacher, für eine große Fahrzeugflotte zu sorgen. Ein Beispiel wäre die Westküsten-Strecke von San Francisco nach Los Angeles.

6. Wohnmobil günstig mieten – aber nie an der Versicherung sparen!

Zu guter letzt noch ein wichtiger Tipp: Sparen Sie bei der Wohnmobil-Buchung niemals an der Versicherung! Denn selbst das beste Schnäppchen nützt Ihnen wenig, wenn Sie im Schadensfall nicht abgesichert sind und viel Geld zahlen müssen. In unserem Basis-Paket, das in den meisten Fällen am günstigsten ist, ist eine Vollkasko- und eine Haftpflichtversicherung enthalten. Mit dieser Grundversicherung sind Sie in den meisten Urlaubsländern bestens versichert. Leider kann es in manchen Reiseländern vorkommen, dass man Ihnen an der örtlichen Mietstation angeblich wichtige Zusatzversicherungen andrehen möchte. Mit unserem Basis-Paket sind Sie aber grundsätzlich bestens versichert. Also: Freundlich ablehnen und nicht verwirren lassen. 

Symbol Tipp Versicherungs-Pakete
Das Basis-Paket kann durch ein Premium-Paket ausgeweitet werden. Entscheidet man sich für dieses Package, muss man in der Regel eine geringere Kaution hinterlegen. Darüber hinaus verringert sich die Selbstbeteiligung und im Schadensfall übernimmt die Versicherung mehr als beim Basis-Paket. Welches Paket besser für Ihre Reise geeignet ist, lässt sich pauschal nur schwer festlegen. Informieren Sie sich am besten vor der Buchung über die maximale Höhe der gesetzlichen Haftpflicht-Deckungssumme im Urlaubsland und erhöhen Sie Ihr Basis-Paket gegebenenfalls durch eine Zusatzversicherung.

Wer ein günstiges Wohnmobil finden möchte, muss im Rahmen seiner Kostenplanung nicht nur die Mietkosten und die Versicherung berücksichtigen, sondern auch eine Kaution einplanen. Diese wird bei der Fahrzeugübernahme im Urlaubsland von Ihrer Kreditkarte abgezogen oder auf der kreditkarte blockiert. Wir gehen natürlich davon aus, dass Sie Ihr Wohnmobil in einem makellosen Zustand zurückgeben, mit einplanen müssen Sie die Kaution während Ihrer Budgetplanung trotzdem. Die Kautionshöhe wird von jedem Vermieter inidividuell festgelegt und variiert von Land zu Land. Während Sie in Deutschland rund 1.500 Euro für die Kaution einplanen müssen, wird in Australien eine deutlich höhere Kaution hinterlegt (ca. 4.000 Euro).

Titelbildquelle: © Mark Clinton

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