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Wildcamping weltweit: Wo ist es erlaubt, wo verboten?

von CamperDays-Redaktion
21 Kommentare
Wildcamping

Letzters Update: 3. März 2020

Unberührte Natur, Stille und ein grenzenloser Sternenhimmel für sich allein – alles gute Gründe, die für das Wildcampen sprechen. Hinzu kommt: Wildes Camping kostet nichts, vorausgesetzt, man wird nicht auf verbotenem Gebiet erwischt. Doch wo ist Wildcamping verboten und wo nicht und was muss man dabei beachten? In unserem Blog klären wir diese Fragen.

Inhaltsverzeichnis
Basisregeln für das Wildcampen
Deutschland
Südeuropa
Nordeuropa

  1. Schweden, Norwegen, Finnland
  2. Island
  3. Dänemark

Großbritannien und Irland

  1. England und Wales
  2. Schottland
  3. Irland

Nordamerika

  1. USA
  2. Kanada

Down Under

  1. Australien
  2. Neuseeland

Osteuropa
Afrika

Wer keine Lust auf überlaufene oder überteuerte Campingplätze (oder beides) hat, sondern lieber ungestört inmitten der Natur übernachten möchte, für den ist Wildcamping die ideale Option. Einfach ein gemütliches Plätzchen finden, sein Zelt aufschlagen und die Natur genießen? So einfach ist es leider nicht. In einigen Ländern ist das Wildcampen fast überall erlaubt, in anderen dagegen fast überall verboten. Es gibt auch Länder, wo es komplett verboten ist, sein Zelt außerhalb von gekennzeichneten Campingplätzen aufzuschlagen.

Basisregeln für das Wildcampen

Einige allgemeine Regeln gelten für das Wildcamping in jedem Land.

  • Campen in Nationalparks, Naturschutzgebieten, Naturreservaten, Jagdbanngebieten und Landschaftsschutzgebieten ist grundsätzlich verboten.
  • Auf privaten Grundstücken kann nur mit Erlaubnis des Eigentümers gecampt werden.
  • Nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen campen.
  • Ganz wichtig: Keinen Müll zurücklassen und die Camping-Stelle nicht beschädigen.
  • Offenes Feuer ist besonders in Wald- und Buschgebieten wegen Brandgefahr grundsätzlich zu vermeiden.

Vorab noch ein Hinweis: Wir wissen, dass die Regelungen und Gesetze nicht in jedem Land immer strikt durchgesetzt werden. Viele Gesetzeshüter drücken auch mal ein Auge zu, sofern man sich an einige Grundprinzipien hält. Und auch zahlreiche Einwohner stehen eher locker zum Thema Wildcamping. Es gibt aber auch Menschen, die schlechte Erfahrungen mit Campern gemacht haben und sich von ihnen gestört fühlen. Daher bleibt vielerorts durchaus ein Risiko, erwischt und abgemahnt zu werden. Dieser Beitrag soll zeigen, wo dieses Risiko besteht und einen groben Überblick über die oft komplizierte Gesetzeslage geben. Letzten Endes kommt es aber auch auf das eigene Bauchgefühl an, einen geeigneten Ort fürs freie Campen zu finden. Dieser Artikel ersetzt zudem keine Absicherung durch einen Rechtsexperten. Alle Angaben sind ohne Gewähr und dienen der Orientierung.

Lagerfeuer | © Friedberg – stock.adobe.com

Wohnmobil, Zelt oder Schlafsack?

Die Gesetzeslage variiert stark von Land zu Land, auch bei der Frage: Was genau fällt unter den Begriff „campieren“? Vom Wohnwagen bis zum Schlafsack – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, außerhalb von Campingplätzen zu übernachten. Grundsätzlich gilt, dass das „Biwakieren“, also das Schlafen unter freiem Himmel in einem Schlafsack, nicht gleich campieren ist. Auch eine zum Schutz vor Regen aufgespannte Plane stellt noch kein Zelt dar. Das Übernachten in einem Wohnmobil oder Wohnwagen auf Straßen und öffentlichen Parkplätzen kann dagegen außerhalb von Deutschland schnell problematisch werden. Was in Deutschland in kleinerem Rahmen (also ohne Aufbau von einer Terrasse mit Tischen, Stühlen etc.) erlaubt ist, wird in vielen Ländern streng bestraft.

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Wildcampen in Deutschland

In Deutschland entscheidet grundsätzlich jedes Bundesland individuell über die Regelungen, die das Wildcampen betreffen. Abgesehen davon haben auch einzelne Kommunen das Recht, Sonderregelungen aufzustellen. Übrigens: Wildcamping in Deutschland ist prinzipiell keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit.

Überall auf dem Gebiet der Bundesrepublik gilt: Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind auf alle Fälle zu meiden. Wird zum Beispiel ein Rapsfeld oder eine Zierwiese durch das Aufstellen eines Zeltes beschädigt, kann der Eigentümer Schadensersatz verlangen. Teuer werden kann es auch, wenn ihr auf einem privaten Grundstück campiert. Handelt es sich dabei um eine nicht durch einen Zaun, eine Mauer oder Ähnliches abgegrenzte Fläche, hat der Besitzer nur das Recht, euch zum Gehen aufzufordern. Übernachtet ihr auf einem sichtbar abgegrenzten Privatgrundstück ohne die Erlaubnis des Besitzers, droht euch eine Strafverfolgung wegen Hausfriedensbruch.

In Südeuropa wird gerne mal ein Auge zugedrückt

In Frankreich, Italien, und Spanien ist das Wildcampen grundsätzlich verboten. Ländliche Gegenden aber werden nicht so gründlich kontrolliert und hier drücken auch die Einheimischen gerne mal ein Auge zu. In beliebten Touristenregionen dagegen wird das Verbot konsequent durchgesetzt und die Strafen fallen oft sehr hoch aus. Hier ist es ratsam, Einheimische um Erlaubnis zu fragen, da das Campen auf Privatgrund kein Problem darstellt. Eine Ausnahme bilden in Südeuropa die Küstengebiete sowie das Umfeld von bekannten Sehenswürdigkeiten. Wer hier beim Camping erwischt wird, kann mit Strafen von bis zu 1.500 € rechnen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist das Campen in südeuropäischen Nationalparks etwas lockerer. Hier darf man zwischen 19 und 9 Uhr zumindest biwakieren. Aber auch hier gilt: Achtet auf Verbotsschilder bevor ihr einfach über Nacht euer Wohnmobil parkt!

In Portugal ist Wildcampen streng verboten, auch auf Privatgrundstücken. Besonders an südlichen Küstenabschnitten und bekannten Stränden wird das Wildcampen kontrolliert. Im Norden und im Hinterland wurde eine Nacht freistehen auf einem Parkplatz bisher oft toleriert, ab 2020 sind aber auch hier strengere Kontrollen zu erwarten.

Unser Tipp: Zwar nicht immer kostenlos, aber wesentlich günstiger als die teuren Campingplätze und definitiv legal sind die sogenannten Camping-Municipal-Plätze. Diese Wohnmobil-Stellplätze gehören den Gemeinden und können kostenlos oder (was öfter der Fall ist) für wenig Geld genutzt werden.

 

Wohnmobil einer Bucht in der Region von Murcia, Spanien | © John – stock.adobe.com

🚐 Lesetipp: Wohnmobil-Guide Portugal

Infografik zum Wildcampen in Mittel- und Südeuropa

Infografik: Wildcamping in Mittel- und Südeuropa

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Nordeuropa: Das Jedermannsrecht und die Freiheit des Nordens

Das Jedermannsrecht: Vergleichsweise locker sind die Wildcamping-Regelungen in großen Teilen Skandinaviens. In Schweden, Finnland und Norwegen macht es das sogenannte Jedermannsrecht Naturliebhabern besonders leicht. Dieses Gewohnheitsrecht gilt in ähnlicher Form aber auch in der Schweiz und in Schottland. Es erlaubt das Betreten von Land zu Fuß, auf Skiern oder mit dem Fahrrad. Ausnahmen bilden motorisierte Fahrzeuge, die auf unkultiviertem Land jedoch am Straßenrand abgestellt werden dürfen, solange dadurch keine Schäden an der Natur und keine Verkehrsbehinderungen entstehen. Zelten auf unkultiviertem Land ist je nach Nation und Region für ein bis zwei oder gar mehrere Nächte erlaubt. Wichtig ist dabei jedoch ein angemessener Abstand (etwa 150 Meter) zu Wohnhäusern, damit sich niemand gestört fühlt.

Wildcampen in Finnland, Schweden und Norwegen

Für das Wildcampen in Finnland, Schweden und Norwegen bedeutet das, dass ihr praktisch überall euer Zelt aufschlagen könnt, um für einen begrenzten Zeitraum (meist ein bis drei Tage) in der Natur zu übernachten.

Privatgrundstücke sind zwar von dem Jedermannsrecht eingeschlossen, eine Ausnahme bilden jedoch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der tragende Leitsatz lautet: “nicht stören und nichts zerstören”. Aus Respekt den Einwohnern gegenüber solltet ihr euer Lager außerhalb der Sichtweite von Wohnhäusern und Straßen aufschlagen, um niemanden zu stören. Außerdem solltet ihr das “leave no trace”-Prinzip beachten, also euren Übernachtungsplatz so hinterlassen wie ihr ihn vorgefunden habt. In Nationalparks und Naturschutzgebieten sind die Regelungen deutlich strenger, hier ist das freie Campen oft nicht gestattet. Genauere Informationen solltet ihr euch in den jeweiligen Besucherzentren vor Ort einholen.

Das Jedermannsrecht gilt nicht für Reisende, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind, beispielsweise wenn ihr ein Wohnmobil mietet oder mit eigenem Camper bzw. Wohnwagengespann reist. Um Schäden an der empfindlichen Natur zu verhindern, dürft ihr euer Reisemobil abseits offizieller Campingplätze nur am Straßenrand auf unkultiviertem Land abstellen, solange nichts beschädigt und der Verkehr nicht behindert wird.

🚐 Lesetipp: Jochen von CamperDays war mit dem Wohnmobil in Norwegen unterwegs. Hier sein Reisebericht!

Wildcampen in Norwegen: Wohnmobil am Strand der Lofoten

Wildcampen an einem Strand auf den Lofoten | © Tatyana A. – somepie – stock.adobe.com

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Wildcampen in Island

Für Nord-, West- und Ostisland gilt: Außerhalb von Nationalparks und Naturschutzgebieten ist das Wildcampen grundsätzlich verboten. Außerhalb solcher Gebiete könnt ihr euer Zelt aber in der Regel für eine Nacht aufschlagen, sofern kein offizieller Zeltplatz in der Nähe und es nicht ausdrücklich verboten ist, beispielsweise durch Zäune oder entsprechende Schilder. In bewohnten oder landwirtschaftlich genutzten Regionen solltet ihr jedoch unbedingt die ausdrückliche Erlaubnis des Besitzers einholen. Euer Lager solltet ihr zudem außer Sichtweite von Straßen und Wohnhäusern aufschlagen, um niemanden zu stören.

In Südisland unterliegt Wildcampen seit 2017 deutlich strengeren Regeln. Denn: Zu viele Besucher haben ihren Müll (oder andere Hinterlassenschaften) in der empfindlichen Wildnis zurückgelassen oder diese sogar beschädigt. Damit Island das einzigartige Naturparadies bleibt, das es heute ist, ist ein bewusster, verantwortungsvoller Umgang mit der Natur besonders wichtig. Aus dem Grund ist in Südisland das Wildcampen mittlerweile nicht mehr nur in Nationalparks und Naturschutzgebieten, sondern auch in bewohnten Regionen verboten. Im Hochland oder in der Wildnis (also in Regionen, in denen keine Infrastruktur vorherrscht und Menschen nicht dauerhaft leben) ist das Wildcampen mit dem Zelt dagegen nach wie vor erlaubt.

Das Wildcampen mit dem Wohnmobil gestaltet sich in Island noch komplizierter und ist generell nicht erlaubt. Einzige Ausnahme bilden auch hier Privatgrundstücke, sofern ihr eine Genehmigung vom Besitzer erhaltet. Glücklicherweise gelten die Isländer als sehr gastfreundliches Volk, das freie Campen wird oft toleriert. Fragen lohnt sich also und die Chancen stehen gar nicht schlecht, eine Erlaubnis zum Wildcampen in Island zu erhalten. Aber: Verrichtet eure Notdurft niemals in der Natur und hinterlasst euren Stellplatz so, wie ihr ihn vorgefunden habt!

Unsere Empfehlung: Wir raten euch dazu, auf das Wildcampen in Island nach Möglichkeit zu verzichten und einen der zahlreichen, meist sehr schön gelegenen Campingplätze aufzusuchen. So tragt ihr nicht nur etwas zum Schutz der anfälligen isländischen Umwelt bei, sondern fördert zudem den Tourismus in Island. Mit der Camping Card könnt ihr für 110 € insgesamt 28 Nächte auf einer Vielzahl von Campingplätzen verbringen und spart dadurch viel Geld. Die Karte ist zudem für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder gültig.

Wildcampen in Dänemark

Ähnlich schwer haben es Wildcamper in Dänemark, denn auch hier gilt das Jedermannsrecht nicht. Wohnmobile und andere Fahrzeuge dürfen grundsätzlich nicht frei stehen und müssen auf einem dafür vorgesehenen Campingplatz abgestellt werden. Privatgrundstücke mit der Erlaubnis des Besitzers sind auch hierbei die einzige Ausnahme. Für einen kurzen Aufenthalt können öffentliche Parkplätze oder Raststätten genutzt werden, solange es nicht ausdrücklich verboten ist.

Für das wilde Zelten stehen die Chancen etwas besser: In rund 40 entsprechend gekennzeichneten Wäldern dürft ihr euer Zelt überall aufstellen und frei campen. Hier könnt ihr unter “Overnatning” prüfen, in welchen Wäldern dies erlaubt ist.

Eine schöne Alternative dazu sind die zahlreichen Naturlagerplätze, die überall im Land zu finden sind. Hier kostet die Übernachtung mit dem Zelt umgerechnet nur knapp drei Euro.

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Wildcamping in Großbritannien und Irland: Wo geht’s, wo geht’s nicht?

In Großbritannien unterscheiden sich die Regelungen zum Wildcampen je nach Land teils deutlich voneinander. Hier eine kleine Übersicht:

Wildcampen in England und Wales

Es gibt weder in England noch in Wales ein Gesetz, dass das Wildcampen offiziell erlaubt. Denn: Nahezu jeder Bereich der beiden Länder gehört Privatpersonen oder Organisationen. Man müsste also die entsprechende Person kontaktieren, um nach einer Wildcamping-Erlaubnis zu fragen – ein nahezu unmögliches Unterfangen. Das Freistehen ist in England und Wales nicht gern gesehen. Selbst auf Parkplätzen findet man oft Schilder mit der Aufschrift No Overnight Parking.

Einzige Ausnahme ist der Dartmoor National Park im Südwesten von England. Hier darf man in bestimmten Bereichen (siehe Camping Map) für maximal zwei Tage am Stück campen. Die Wildcamping-Erlaubnis in den lila gekennzeichneten Bereichen gilt allerdings nicht für Wohnmobile – die müssen mit den kostenpflichtigen (aber durchaus idyllischen) Campingplätzen im Nationalpark vorlieb nehmen.

Wildcampen in Schottland

Ganz anders verhält es sich mit dem Wildcampen in Schottland. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern ist hier das wilde Campen mit dem Zelt nicht nur fast überall gestattet, sondern sogar gern gesehen.

Auch hier gelten jedoch die üblichen Ausnahmen: Dort wo Verbotsschilder das Wildcamping ausdrücklich untersagen, sollte auch nicht übernachtet werden. Camping auf z.B. bestellten Feldern oder Ackergelände kann die landwirtschaftlichen Flächen beschädigen und ist daher nicht gestattet. Auch sollte das Zelt aus Respekt den Einwohnern gegenüber nicht in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern aufgestellt werden.
Ausnahmen bilden zudem Gärten, militärisch genutztes Gelände, Flächen in unmittelbarer Nähe zu Schulen oder Sehenswürdigkeiten sowie vereinzelte Regionen wie der Loch Lomond.

Etwas strenger sind die Regeln für Besucher, die mit einem Wohnmobil oder Campervan unterwegs sind. Auf Privatgrundstücken sollte auch hier stets die Erlaubnis des Besitzers eingeholt werden. Wer in angemessenem Abstand (15-20 Meter) vom Rand öffentlicher Straßen parkt, darf in der Regel problemlos übernachten. Passt aber auch hier darauf auf, dass es sich dabei nicht um Privatgelände oder eine landwirtschaftlich genutzte Fläche handelt.

Alles in allem ist Schottland für Wildcamper ein wahres Eldorado mit so vielen Freiheiten wie in nur wenigen anderen Ländern. Auf der Website Scottish Outdoor Access Code erhaltet ihr weitere Informationen.

Wildcampen in den Highlands

Wildcampen in den Highlands | © Boris – stock.adobe.com

Wildcampen in Irland

Wildes Campen in Irland, sei es mit dem Zelt oder mit dem Wohnmobil, ist offiziell verboten. An vielen Stellen ist dies durch entsprechende Schilder gekennzeichnet (“Temporary Dwelling Prohibited” oder “No Overnight Parking”). Hier wird häufig kontrolliert und wer sich erwischen lässt, wird zur Kasse gebeten oder kommt – mit etwas Glück – mit einer Verwarnung davon. Gleiches gilt für landwirtschaftlich genutztes Gelände, beispielsweise Weiden und Ackerflächen.

Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass sich die meisten Einwohner Irlands von Camping-Urlaubern nicht gestört fühlen.

Unser Tipp: Auf Privatgelände ist das Wildcampen in Irland erlaubt, solange der Besitzer ausdrücklich zugestimmt hat. Da die Iren als sehr gastfreundlich gelten, lohnt es sich also, bei nahegelegenen Bauernhäuschen (“Cottages”) vorbeizuschauen und den Besitzer höflich zu fragen, ob man auf seinem Grundstück übernachten darf. Wer freundlich ist und dem Bauern als Dankeschön sogar eine Kleinigkeit abkauft, für den stehen die Chancen einer Genehmigung sehr gut.

Übrigens empfehlen wir Urlaubern, die ausschließlich zelten möchten, die Reise in den Sommermonaten (Juni – August) zu unternehmen – dann sind die Temperaturen angenehmer und die Wahrscheinlichkeit für regnerisches Wetter geringer. Mit einem Wohnmobil seid ihr hinsichtlich der Reisezeit natürlich etwas flexibler.

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🚐 Lesetipp: Wohnmobil-Guide Vereinigtes Königreich

Infografik zum Wildcampen in Nordeuropa

Infografik: Wildcamping in Nordeuropa

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Regelungen in Nordamerika

Nordamerika gilt mit den USA und Kanada als eines der beliebtesten Reiseziele für Wohnmobil-Urlauber. Wegen des großen Andrangs und aus Umweltgründen herrschen hier hinsichtlich des wilden Campens jedoch strikte Regeln.

Wildcampen in den USA

Je nach Bundesstaat können unterschiedliche Regelungen gelten – grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass Wildcampen in den USA bis auf einige Ausnahmen verboten ist.

Es gibt jedoch Regionen, in denen ihr ganz legal weit weg von der Zivilisation euer Zelt aufschlagen und oft auch euer Wohnmobil abstellen könnt. Dazu gehören beispielsweise die National Forests, wo ihr euch jedoch eine Stelle suchen sollten, die von der Straße aus nicht einzusehen ist. Auch solltet ihr hierbei darauf achten, dass es sich nicht um Privatbesitz handelt und im Zweifel vor Ort nachfragen. Daneben ist wildes Campen in den USA innerhalb der sogenannten BLM-Gebiete (Bureau of Land Management) ebenfalls oft gestattet.

In Nationalparks gibt es häufig “Wilderness Areas”, auf denen ihr ebenfalls wild campen dürfen – dafür benötigt ihr meist jedoch eine Genehmigung (“Camping-Permit”), die ihr an vielen Besucher- und Touristenzentren (manchmal gegen Gebühr) erhaltet.

Wie oben erwähnt können die Regelungen je nach Bundesstaat abweichen, weshalb ihr euch am besten schon vor eurer Reise über die geplante Strecke informieren solltet.

Freistehen in Nordamerika | © reg Pickens – stock.adobe.com

Wildcampen in Kanada

Ähnliche Regeln gelten auch für das wilde Campen in Kanada – in den meisten Regionen ist dies verboten und ist nicht empfehlenswert, da gerade in touristisch relevanten Gebieten häufig kontrolliert wird. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt sind Gefahren durch wilde Tiere (vor allem Bären) und wechselhaftes, unberechenbares Wetter sowie im Sommer vorkommende Waldbrände.

Jedoch ist das Wildcampen in Kanada meist dann erlaubt, wenn ihr euch in einem National Forest befinden, ähnlich wie in den USA. Auch hier müsst ihr jedoch sicherstellen, dass ihr nicht auf Privatgelände steht oder in diesem Fall die ausdrückliche Genehmigung des Besitzers einholen. Es gibt auch sogenannte “Rest Areas”, in denen ihr übernachten dürft – in manchen Bereichen sind allerdings Verbotsschilder aufgestellt, die das Campen untersagen, schaut euch also gründlich um, bevor ihr euer Fahrzeug für die Nacht abstellt.

In Nationalparks und Großstädten ist das wilde Campen in Kanada grundsätzlich verboten und kann empfindliche Geldstrafen zur Folge haben. Auch können sich die Regelungen je nach Provinz unterscheiden. Auch wenn es teurer ist: Wir empfehlen euch, euch nach Möglichkeit immer an die offiziellen Campingplätze zu halten. Wer dennoch möglichst frei und kostengünstig übernachten möchte, sollte sich vorab unbedingt in einem Besucherzentrum vor Ort informieren, um sicherzugehen.

Freies Campen in Australien und Neuseeland

Wildcampen in Australien verboten

Obwohl es sicherlich schwer wird, bei der gewaltigen Größe Australiens erwischt zu werden: Wildcampen ist auf dem gesamten Kontinent verboten. Manche Nationalparks bieten sogenannte Bush-Camps an, wo gegen einen geringen Aufpreis „wild“ gecampt werden kann. Wird man aber dennoch dabei erwischt, wenn man verbotenerweise außerhalb solcher Camps sein Zelt oder sein Wohnmobil abstellt, muss man mit hohen Strafen rechnen.

Auch hier gehört ein Großteil des Landes Farmern. Diese um Erlaubnis zu bitten, ist aber oft eher schwierig, weil die einzelnen Grundstücke auch schon Mal die Größe eines kleineren europäischen Landes haben können.

Zelte in Australien | © MV – stock.adobe.com

Wildcampen in Neuseeland nur mit Einschränkungen

In Neuseeland ist das Wildcampen auch eher ungern gesehen und kann streng bestraft werden. Die genauen Gesetze unterscheiden sich regional und auch die Einstellung der Einheimischen gegenüber Wildcampern kann stark variieren. Eine schöne Alternative dazu sind Privatgrundstücke von Einheimischen, die Camper explizit dazu einladen, dort zu übernachten. So entgeht ihr den üblichen Unannehmlichkeiten auf Campingplätzen, spart Geld und lernt außerdem noch die Kiwis kennen.

An Plätzen in Neuseeland, an denen das Campen mit dem Wohnmobil erlaubt ist, muss der Camper über ein Fahrzeug mit unabhängiger Versorgung verfügen. In unserem ausführlichen Blogartikel Wildcampen in Neuseeland erklären wir euch, was damit konkret gemeint ist.

🚐 Lesetipp: Stefanie von CamperDays berichtet über ihre Neuseeland-Reise mit dem Wohnmobil

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Wildcampen in Osteuropa ist größtenteils verboten

In den meisten osteuropäischen Ländern sowie in Russland ist das Campen außerhalb von Campingplätzen verboten. Dies gilt auch für das Übernachten auf privatem Gelände und in Wohnmobilen auf Raststätten und Parkplätzen. Diese strengen Regelungen gelten für Rumänien, Bulgarien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Griechenland und Tschechien.

Obwohl in Polen das wilde Zelten eigentlich verboten ist, wird es dennoch oft toleriert und gilt als durchaus beliebt. Österreich schließt sich in dieser Frage seinen osteuropäischen Nachbarn an, wobei hier eine Ausnahme bei Privatgrundstücken gemacht wird: Dort ist das Campen mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt. In beliebten Ferienregionen wie Tirol ist vom Wildcampen eher abzuraten, hier wird gründlich kontrolliert und hart abgestraft.

Übrigens: In Lettland, Estland und Litauen gehört das Jedermannsrecht zwar nicht zur Tradition, das Campen auf öffentlichem Grund ist aber an erfreulich vielen Orten erlaubt. Zum Beispiel ist es in der Regel kein Problem auf öffentlichen Parkplätzen eine Pause über die Nacht einzulegen. Die Augen solltet ihr aber dennoch immer offen halten: Handelt es sich um ein privates Grundstück, so müsst ihr natürlich vorher Erlaubnis einholen. In den Nationalparks und Naturschutzgebieten gibt es für Camper oft Biwakplätze oder Hütten, um sich für eine Nacht auszuruhen. Respektiert die Natur und bleibt innerhalb dieser gekennzeichneten Plätze!

Wo ein Verbotsschild steht, darf nicht gecampt werden | © tinadefortunata –stock.adobe.com

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Große Flächen, wilde Tiere und strenger Naturschutz in Afrika

In Namibia ist Wildcampen grundsätzlich nicht verboten (außer in Nationalparks und Naturschutzgebieten!). Allerdings ist es für Reisende schwer zu erkennen, wo die freie Wildnis aufhört und wo privates Farmerland beginnt. Um auf Privatgrund zu campen, solltet ihr immer vorher bei dem Besitzer anfragen, was aber angesichts der sehr weitläufigen Flächen oft gar nicht möglich ist. Hier findet ihr wichtige Infos zu Campingplätzen in Namibia.

In Südafrika ist Wildcampen verboten. Damit sollen Natur und wilde Tiere geschützt werden – aber auch die Camper selbst. Allgemein ist Wildcampen in der afrikanischen Wildnis nicht ratsam, da immer die Gefahr besteht, auf die Speisekarte von wilden Tieren zu gelangen.

Allrad-Wohnmobil in Namibia | © Benshot – stock.adobe.com

Infografik zum Wildcampen außerhalb Europas

Infografik: Wildcamping außerhalb von Europa

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Dieser Artikel ersetzt keine Absicherung durch einen Rechtsexperten. Alle Angaben sind ohne Gewähr. 

Titelbild: #100284527 | Urheber: wassiliy – fotolia.com

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Selina16. Juli 2020 - 11:43

Sorry, aber hier geht es um eine Art Csmping, die aufgrund der Masse und der Art und Weise…Camping Vans, Riesen Zelte etc,…eine Ymenge Örger und Dreck hinterläßt! der schlimmste Faktor ist dann das blödsinnige Feuermachen! Das kennen wir alle von Filmen über Kriegsmärchen und Abenteurer! Es geht im Grunde um die Zerstörung und Gefahr , die con Leuten ausgeht, die keine Rücksicht nehmen und sich dumm benehmen!
ich bin in meiner Jugend ohne Zelt los, damals noch mit Deckenrolle…niemanden hat das gestört…war aber vor 30 Jahren, die Griechen haben wahnsinnige Angst vor Bränden! aus gutem Grund!
wenn nicht Jedermann/Jederfrau überall eien Tonne Müll liegen lassen würde, und man sich vielleicht mal mit nem Klappsapten zum Toilettengang begeben würde damit es nicht überall zu stinken anfängt wäre campung kein Problem, leider sehen es die liebm Camper so, dass sie mit einem riesigen Monster an fahrendem Haus überall stehn bleiben wollen, dann dort oft gelörmt und alles verdreckt wird‍♀️so wie es vor 30 Jahren kaum Radarfallen gab und Sucherheitsgurte gerade erst eingeführt wurden, so wR Zelten( klein, ruhig, unauffällig) kein Problem, …ein Wäldchen, eine Almweide fernab…niemanden stört das in Österreich…aber Massenphänomene , die dann das Gelände wie eine Rockfestival zurichten braucht niemand! wer billig oder gratis wo übernachten will um zu sparen sollte seinen Kopf benutzen‍♀️danke für all die Rücksichtslosen, die das Übernachten im Freien fast schon zur Straftat verkommen haben lassen…
Gefahren: Tiere, in Westeuropa selten, es gibt aber durchaus Bären und Wölfe! also wer die Pilgerstrasden durch Spanien/Portugal geht sollte nachdenken was Sinn macht!
mit einem Schlafsack und einem Stück plane am Fahrrad ducrh Europa sollte kein Problem sein, nur wer will das heutzutage bei dem vielen Verkehr noch‍♀️?
wer kochen will sollte es mit Gerät tun, nicht Brandstiftung betreiben und rauchen…
das Übernachten mit Biwakrolle/-schlafsack ist im Grunde überall möglich wo ich fernab von Wohngebiet bin! dort nennt man das sonst „Penner“…
das es Leute gibt, die alles und Jeden, der wehrlos im Wald schläft killen ist kein Geheimnis! also ein sicheres Land und leeres Gebiet mit Biwakschlafsack um bei einer Fenwanderung mal ein paar Nächte zu übernachten ist in Europa generell überall nicht bestraft! wer sagt das? es geht um Zerstörung durch schwere Wohnmobile, Vagabundieren und Umweltverschmutzung verursacht durch billig ausgebaute Camping usse ala Bullie.VW, womdann der Erfinder dieser Dreckschleuder auch noch die Gülle unten rauslaufen läßt!
übrigens wäre Japan für Viele ein Eldorado , dort ist das ÜBERALL erlaubt…wollte es machen, bekam aber keine Wagen mehr wegen der Rugby weltmeisterschaft‍♀️dort gibt es etliche Firmen , die Kleinbusse oder Kleinwagen extra dafür vermieten! ein Mazda Demio ist wirklich kein Campingmonster, sowas war 14Jahre lang mein Alltagsauto( ohne camping)…
dort darf man auch auf Parkplätzen übernachten und das Abwasser in die richtige Kanalisation ablassen…was übr. lt.Berichten in vielen Foren in einigen Ländern üblich ist‍♀️nur halt nicht 100ltr. Toilettenabsatz in der Wr.Fußgängerzone! der Ton macht die Musik…vuelleicht weniger Ausrüstung und mehr auf Biwak basis, …ein Trockenspiritus Kocher ist kleiner als mein ipad! ‍♀️
aber hier ging es um Camping…das ohnehin elend ist…finde ich…geht in die Natur schlafen mit ner Decke im Sommer oder nem guten Schlafsack wenn kühler…niemand sagt da was, macht KEIN Feuer, wozu? grillen könnt ihr zu Hause!
alles Liebe, Selina

Antwort
Julia21. Juli 2020 - 11:15

Liebe Selina,

wir können deinen Ärger total nachvollziehen. Auch wir finden, dass jeder Camper (egal ob mit Zelt oder Wohnmobil) seinen Stellplatz sauber und unbeschädigt hinterlassen sollte – absolute Voraussetzung, wenn man campen möchte (egal ob kostenlos oder kostenpflichtig)! Wir möchten mit unserem Artikel lediglich einen Überblick geben wie die rechtliche Lage zum Wildcampen in verschiedenen Ländern aussieht.

Viele Grüße
Julia von CamperDays

Antwort
Frank Kulikauskas (Vilnius)23. Mai 2020 - 6:29

Das mit dem Baltikum ist natürlich Quark. Das hat der Herr Gerd Schäfer in seinem Reiseführer mal behauptet und seitdem schreiben das alle ab. Natürlich gibt es KEINE explizite Erlaubnis oder KEIN Recht überall wild zu campen und es gab früher auch Fälle, dass Camper überfallen, ausgeraubt wurden (und noch schlimmeres).
Es gibt ausgewiesene Biwakplätze in Naturschutzgebieten, die von den jeweiligen Park- und Forstverwaltungen gepflegt werden.
Was nicht heißt, dass die Leute vor Ort in Litauen, Lettland und Estland – die sicht mit den lokalen, auch den ungeschriebenen Regeln, auskennen, nicht auch mal gerne am See campen 🙂

Antwort
Julia25. Mai 2020 - 9:43

Lieber Herr Schäfer,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir wollten mit unserem Artikel keinesfalls den Eindruck erwecken, dass das Wildcampen in den baltischen Ländern überall erlaubt ist. Vielmehr wollten wir darauf hinweisen, dass in Litauen, Lettland und Estland das Biwakieren oder Pausieren für eine Nacht an vielen Stellen erfreulicherweise möglich ist. Natürlich sollten Reisende, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, immer auf Schilder und Hinweise achten, die das Campen ausdrücklich erlauben.

Viele Grüße
Julia von CamperDays

Antwort
Kapp28. Dezember 2019 - 1:56

Hallo zusammen, ich möchte euch versichern dass in Russland campen nur selten wo verboten ist, Ehe dürfen die bestimmte Fische etc. nicht geangelt werden, sonst ist euch selbst überlassen wo ihr zelten /campen wollt. Ich bin selbst Russe und da hören sie es natürlich die Erfahrungen von Heimatsmann.
Keine Angst beim Campen/zelten in Ru. Ehe sollt ihr in manchen Gebieten Angst von wilden Tieren haben. LG. Oleg

Antwort
Alex2. Januar 2020 - 7:53

Hallo Oleg,

vielen Dank für deine Erfahrungen! Input von Einheimischen ist natürlich immer besonders hilfreich 🙂
Im Artikel geben wir die offiziellen Wildcamping-Regeln an, aber es lohnt sich natürlich oft, vor Ort noch einmal freundlich nachzufragen.

Viele Grüße
Alex

Antwort
Oli27. November 2019 - 23:03

Interessante Übersicht. Allerdings bin ich etwas verwirrt über deine Aussage zu Slowenien. Ich war dort im Frühling eine Woche lang unterwegs und war habe überall hervorragende kostenlose Stellplätze gefunden, die von den Gemeinden extra für Wohnmobilreisende erstellt wurden und vereinzelt sogar kostenlos Wasser und Strom anboten. Der Aussage meines Vermieters zufolge, will der Staat so bewusst mobilisierte Reisende (da angeblich spendierfreudig) anlocken. Zudem gibt es jede Menge Höfe, die ebenfalls das Parken auf dem Privatgrundstück erlauben. Wenn du also schreibst, dass das Camper „ausserhalb von Campingplätzen“ generell und einschliesslich von Privatgrundstücken verboten sei, deckt sich das nicht mit meinen Erfahrungen.

Antwort
Alex28. November 2019 - 15:26

Hallo Oli,

vielen Dank für das Teilen deiner Camping-Erfahrung in Slowenien!
Auch die kostenlosen Stellplätze der Gemeinden sind offizielle Campingplätze und deshalb natürlich vom Wildcamping-Verbot ausgeschlossen (wir werden diesem Tipp aber auf jeden Fall bei der nächsten Überarbeitung aufnehmen! Danke 🙂 ).
Wenn Besitzer von Privatgrundstücken das Parken des Wohnmobils erlauben ist das natürlich ebenfalls kein Problem. Einfach zu parken ohne vorher zu fragen ist jedoch nicht erlaubt.

Viele Grüße
Alex von CamperDays

Antwort
Carola Nevermann6. August 2018 - 2:46

Wir sind grad in den USA und wir wollen ungern wildcampen, denn ich möchte die Natur für meine Nachwelt erhalten. Wenn ich mir allein die CG hier ansehe, was doch schon mal hier liegen bleibt, finde ich erstaunlich. Vorher waren wir 3 wochen in Canada und da war es definitiv sauberer. Ich campe gern und ich muss sagen, ich genieße auch die campgrounds hier. Ausser die KOA s die sind wirklich recht groß, aber haben halt einen shuttleservice (einige zumindest) um in die Großstädte zu kommen. Und in Frankreich würde ich das LandVergnügen bevorzugen.
Aber erstmal danke, das sie sich die Mühe gemacht haben uns zu informieren, was, wo erlaubt ist.

Antwort
Stephan21. Juli 2018 - 11:11

Wildcampen in Schottland. Obwohl Schottland sogar ein großzügigeres Jedermannsrecht als die skandinavischen Länder haben. Ich war letztes Jahr als Radfahrer dort unterwegs. Das Wildcampen war technisch eher unmöglich.

Meistens war es zu abschüssig, oder zu abschüssig, um ein Rad dort hinzuschieben oder noch meist noch problematischer zurückzuschieben. Bzw. der Boden war zu zugewachsen als man vernüntig ein Zelt hätte aufstellen können.

Der andere Punkt, der hinderlich war. Die Weiden, auf denen man in Schottland im gegensatz zu Skandinavien sein Zelt aufschlagen dürfte, sind eingezäunt und die Zugangstore in einer Art und Weise zugesperrt, sodass es einer deutschen Seele wie HAusfriedensbruch oder Einbruch vorkommen würde, die Weide zu betreten.

Antwort
Alex23. Juli 2018 - 9:51

Hallo Stephan,

vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht! Er bietet auf jeden Fall wichtigen Input für zukünftige Schottland-Camper. Die offiziellen Regeln sind eben nicht alles, was beim Wildcampen zählt 🙂

Viele Grüße
Alex von CamperDays

Antwort
Swen denkt14. April 2019 - 23:26

Ich campiere mit meinem Kastenwagen immer wild, auch in den Stadtzentren. Allerdings habe ich die Aussenwand mit dem Logo einer fiktiven Firma verziert, so dass ich nirgendwo auffalle. Ich tue das mit gutem Gewissen, weil ich wildes Campen für ein elementares Menschenrecht halte, das ich mir nicht durch eine geldgierige Hotellobby nehmen will. Keinen Müll zu hinterlassen ist eine Selbstverständlichkeit.

Antwort
Julia15. April 2019 - 10:34

Lieber Swen,

da es sich bei dem Thema Wildcampen um ein komplexes Thema mit vielen Grauzonen handelt, möchten wir mit unserem Artikel versuchen, einen grundlegenden Überblick über die Gesetzeslage zu geben. Wir wissen, dass es in der Praxis manchmal anders aussieht und letztendlich bleibt jedem Camper selbst überlassen, wo er sein Fahrzeug parkt. Dennoch sollte sich jeder Wohnmobil-Fahrer darüber bewusst sein, dass teilweise saftige Bußgelder fällig werden können, wenn trotz Verbot gecampt wird. Darüber hinaus halten wir es für völlig selbstverständlich, dass vor dem Campen auf Privatgrundstücken vorher die Erlaubnis des Besitzer eingeholt wird.

Viele Grüße
Julia von CamperDays

Antwort
Nicole18. Oktober 2017 - 5:44

Hallo ich lebe in Süd Afrika. Auch hier gibt es oft Bush camps abseits vom normalen Camping Platz die manngebraichen kam. Die wunderschöne Cederberg Wilderness area Ca 2-3 Stunden von Kapstadt hat nicht nur tolle Camping Plätze auf privat Farmen aber man kann auch einen permit für Wild camping bekommen. Diese Wilderness Gegend ist dann aber größtenteils nur zu Fuß erreichbar.

Antwort
Alex23. Oktober 2017 - 9:58

Hallo Nicole,

vielen Dank für den tollen Tipp!

Viele Grüße
Alex von CamperDays

Antwort
Daniel Meyer2. September 2017 - 23:27

Wildcsmping ist in der Schweiz nicht generel verboten.Regelungen sind von Gemeinde zu Gemeinfe (Kanton zu Kanton) verschieden und es hat einfach weniger Platz. Zudem kann man immer Bauern fragen. Es hat generel weniger Vorschriften in der Schweiz (als zum Brispiel Deutschland).
In Schweden ist es auch mit Womo kein Problem. Die Schweden selbsr trifft man überall.
Frankreich geht auch gut ausserhalb Touristengebiet.

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Alex5. September 2017 - 17:24

Hallo Daniel,

genau, da haben Sie recht. Genauso schreiben wir es auch in unserem Artikel. Ein generelles Verbot gibt es in der Schweiz nicht. Auch in Frankreich wird Wildcamping oft toleriert, auch wenn es nicht offiziell erlaubt ist.

Viele Grüße
Alex von CamperDays

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Anna22. Dezember 2016 - 18:36

Wir campen auch gerne zusammen mit der Familie. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen mit uns teilen. Danke dafür.
Gruß Anna

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Dimi4. Januar 2017 - 9:40

Hallo Anna,
vielen Dank für das Lob 🙂
Beste Grüße
Dimi von CamperDays

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wolf Leth31. August 2016 - 15:19

Normalerweise gebe ich keine web-kommentare ab,
aber hier juckts mich schon mal.Ich bin weltreisender seit 1975 und lebe seit 1980 in Frankreich (und zeitweise in Spanien)bin sehr oft mit dem Womo unterwegs.
Ich habe selten so einen Unsinn im web gelesen.
Frankreich ist z.b;. ein camping-Paradis, ausser am Mittemeer und an touristischen Hotspots wird sie niemand stören wenn sie irgendwo mit dem Womo stehen.Hundertausende Franzosen sind mit dem Womo unterwegs und halten da wo es ihnen gefällt.Die polizisten sind ja privat oft auch womo-Fahrer.Campen und Stehen ist auch offiziell in Frankreich nicht verboten,einschränkungen gibt es nur lokal auf Gemeindeebene, da muss dann aber ein Schild dasein.Diese lokalen Verbote werden aber nur in der Hauptsaison(und auch da selten) duchgesetzt.Ihr Sinn ist ja schliesslich Ballungen in der Feriensaison zu verhindern.(ist auch vernünftig)Auf allen öffentlichen Parkplätzen, sogar innerorts kann man immer übernachten solange man sich nicht mit Tisch und Stuhl breitmacht,das ist in Spanien und anderen europäischen Ländern ähnlich.In Canada kann man immer campen wenn man von der Hauptrasse nicht sichtbar ist.In Afrika,Asien usw.wird oft die frage: „darf ich da campen“ gar nicht vestanden, so absurd klingt das.Fazit: ich habe in meinem 45 Jahren Reiseleben noch nie eine Strafe für campen bezahlt,und bin höchstens 10 mal verjagt worden.Also keine Angst ihr teutonischen Camper, euch wirft niemand ins Gefängniss!Ruhig mal wagen ein Schild zu ignorieren !

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Dimi5. September 2016 - 17:17

Hallo Herr Leth,

vielen Dank für das Teilen Ihrer Erfahrungen! Das Wildcampen ist in vielen Ländern ein recht komplexes Thema mit vielen Ausnahmen und Sonderregeln. Wir versuchen, mit diesem Beitrag einen kleinen Überblick über die Gesetzeslage in den wichtigsten Camping-Ländern zu geben. Uns ist natürlich bewusst, dass die Praxis oft anders aussieht und gerne ein Auge zugedrückt wird. Man kann aber auch Pech haben. Wir möchten niemanden abschrecken, sondern eher darauf hinweisen, dass es Probleme/Bußgelder geben kann, je nachdem, wo man steht und wie man sich verhält. In Frankreich sollte man z.B. in Küstennähe, Nationalparks, Naturschutzgebieten und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten aufpassen.

Viele Grüße
Dimi von CamperDays

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