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So beladen Sie ein Wohnmobil richtig

von CamperDays-Redaktion
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Wohnmobil beladen

Für eine entspannte Wohnmobil-Reise ist es wichtig, das Fahrzeug richtig zu beladen. Wer mit zu viel Last fährt, riskiert Strafen und Unfälle. In unserem Blog erfahren Sie, wie Sie einen Camper korrekt beladen, welche Gewichtsbegrenzungen es gibt und wie man lose Gegenstände am besten verstaut.

Weniger ist mehr

Bevor die Reise losgeht, sollten Sie sich überlegen, ob Sie alles was Sie mitnehmen wollen, auch wirklich brauchen. Je mehr ein Wohnmobil beladen ist, desto schlechter ist seine Traktion und desto schwieriger ist es, das Fahrzeug in den Kurven unter Kontrolle zu halten. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Ein leichteres Fahrzeug verbraucht grundsätzlich weniger Sprit als ein schweres. Für das Überbeladen von Wohnmobilen werden saftige Geldbußen erhoben, und wenn ein Unfall durch ein zu schwer beladenes Fahrzeug geschieht, gibt es Probleme mit der Versicherung.

Das zulässige Gesamtgewicht

Besitzer des Führerscheins Klasse B dürfen nur Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen fahren. Das zulässige Gesamtgewicht teilt sich auf in Leergewicht und Zuladung. In den Fahrzeugpapieren finden Sie die Angaben zum Leergewicht und der maximalen Auslastung der Fahrzeug-Achsen. Unter den Begriff Leergewicht fallen das Gewicht des Fahrzeugs mit zu 90% gefüllten Wasser- und Kraftstofftanks und ein Fahrer (ca 75 kg). Die Zuladung gibt an, wie viel zusätzliches Gewicht das Fahrzeug aushält.

Haben Sie Ihren Camper einmal gepackt, können Sie ihn bei den meisten Baustoffhändlern, Mülldeponien oder beim TÜV wiegen lassen. Alternativ können Sie auch bei der örtlichen Polizei nachfragen, wo ein Wohnmobil gewogen werden kann.

Unten schwer, oben leicht

Planen Sie schwere Gegenstände wie z.B. einen Motorroller in der Heckgarage mitzunehmen, sollten Sie sich auch über die Belastbarkeit der hinteren Achse informieren und das Gewicht ausgleichen. Grundsätzlich gilt beim Packen: Schwere Gegenstände gehören nach unten und wenn möglich nach hinten. Dazu gehören Campingmöbel, Konserven, Glasflaschen etc. Idealerweise verstauen Sie schweres Gepäck in Bodenfächern und unter der hinteren Sitzbank. Achten Sie dabei darauf, das Gewicht auch rechts und links gleichmäßig zu verteilen, da das Wohnmobil sonst in Schieflage geraten kann.

Mittelschwere Gegenstände gehören in die Fahrzeugmitte. Leichtes und sperriges Gepäck wie Bettwäsche, leere Koffer etc. können am besten in der Dachbox (falls vorhanden) oder auf dem Dach untergebracht werden.

Einfache Tricks, um Gewicht zu sparen:

  • Füllen Sie die Wassertanks vor der Abreise nicht komplett auf. Dies können Sie jederzeit auf dem Campingplatz tun.
  • Benutzen Sie Plastikgeschirr und Töpfe aus Aluminium
  • Packen Sie Lebensmittel in Tüten ein, statt schwere Konservendosen mitzuschleppen. Frische Lebensmittel können Sie auch vor Ort im Supermarkt einkaufen
  • Gasflaschen aus Aluminium wiegen nur halb so viel wie die aus Stahl.

Lose Gegenstände gehören verstaut

Alle losen Gegenstände gehören in gut verschließbare Fächer und Klappen. Offene Fächer und Ablageflächen sollten vor der Abfahrt geleert werden. Besonders bei Bremsmanövern kann es zu Beschädigungen oder gar Verletzungen durch herumfliegende Gegenstände kommen. Damit innerhalb der Stauräume alles auf seinem Platz bleibt, bietet es sich an, diese mit Anti-Rutsch-Matten auszulegen. Lose Gegenstände in der Heckgarage sollten mit Spanngurten oder Zurrseilen befestigt werden.

Titelbild: © Britz

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2 Kommentare

Medina Veledar28. Juli 2016 - 17:58

Hallo,
wir sind die neue Camper und sind unerfahren.
Wir haben eine Wohnmobil von 3.5 Tonne.
Welches Zusatzgewicht dürfen wir noch mitnehmen.
Wir sind 3 Erwachsene und ein 14 jähriges Kind.
Habe gehört, das Gewicht was wir mitnehmen wäre begrenzt, was für uns neu wäre.
Vielen Dank im voraus.

Antwort
Dimi9. August 2016 - 16:28

Hallo Medina,

tatsächlich gibt es bei der Zuladung und dem Gesamtgewicht eines Wohnmobils Grenzen. Das hat vor allem Sicherheitsgründe, weil sich durch ein schwereres Fahrzeug der Bremsweg deutlich verlängern kann. In den letzten Wochen wurde das auch deutlich strenger von der Polizei kontrolliert, die vielerorts gezielt Wohnmobilfahrer herausgewunken hat. Es schadet also nicht, das Gewicht nachzuprüfen und sicherzugehen, dass alles passt.

Zu dem Gesamtgewicht zählt eigentlich so ziemlich alles. Gepäck, alle Passagiere, Inhalt der Wassertanks, Ausstattung, Treibstoff und so weiter. Insgesamt (mit allen Fahrgästen, Gepäck und Co.) darf Ihr Wohnmobil also nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Das ist auch im Hinblick auf die Führerschein-Klasse wichtig, da man mit der Klasse B nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren darf.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Fahrzeug über dem zulässigen Gesamtgewicht liegt, empfehlen wir Ihnen, das Wohnmobil wiegen zu lassen. Das geht beispielsweise beim TÜV, alternativ kann Ihnen meist auch die Polizei sagen, wo Sie eine geeignete Waage nutzen können.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen ein wenig weiterhelfen!

Viele Grüße
Dimi von CamperDays

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