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Kalt erwischt! Strafzettel mit dem gemieteten Wohnmobil

von CamperDays-Redaktion
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Strafzettel

Zu schnell gefahren, falsch geparkt, nicht angeschnallt gewesen… die Liste möglicher Verkehrssünden ist lang. Besonders ärgerlich ist ein Strafzettel im Urlaub. Wenn man dann auch noch im gemieteten Camper unterwegs ist, kann es teuer werden. Wir verraten Ihnen, worauf es bei einem Strafzettel mit dem Mietcamper ankommt und wie Sie unnötige Kosten vermeiden!

Strafzettel mit dem gemieteten Wohnmobil – der Mieter zahlt

Grundsätzlich gilt: Für Verkehrssünden und Strafzettel mit dem Miet-Wohnmobil kommt immer der Mieter auf. Das gilt auch für Bußgelder im Ausland. Sollten Sie in eine Polizeikontrolle geraten und einen Strafzettel erhalten, empfehlen wir Ihnen, das Bußgeld am besten schon vor Ort zu begleichen und sich die Zahlung quittieren zu lassen. Andernfalls wird der Strafzettel an den Vermieter weitergeleitet. Dieser verrechnet das Bußgeld mit Ihrer Kaution, erhebt in der Regel aber eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr. Je nach Wohnmobilvermietung können das mehrere hundert Euro sein.

Auch können die Kosten stark steigen, wenn der Strafzettel im Ausland ausgestellt wurde und an die deutschen Behörden weitergeleitet werden muss – mit der Zahlung vor Ort vermeiden Sie diese unnötigen Kosten.

Die genauen Angaben des von Ihnen ausgewählten Vermieters können Sie in den Mietbedingungen jedes Angebots einsehen.

Worauf sollte man als Mieter eines Wohnmobils besonders achten?

Damit Sie erst gar nicht vor dem Problem stehen, ein Bußgeld bezahlen zu müssen, hier noch ein paar Tipps für Ihre Reise.

Unerlaubtes Wildcampen:
Richtig teuer kann es werden, wenn Sie beim unrechtmäßigen Wildcampen erwischt werden. Je nach Land und Region können hier gerne mal mehrere tausend Euro Strafe fällig werden. Informieren Sie sich vor der Fahrt immer genau, wo Sie frei stehen können oder ob Sie lieber einen Campingplatz ansteuern sollten. Vorsicht ist auch beim Campen auf Privatgelände geboten – hier sollte immer die Erlaubnis des Besitzers eingeholt werden.

Überladung:
Der Platz in einem Wohnmobil wird natürlich gerne genutzt, um möglichst viel in den Urlaub mitzunehmen und unterwegs weniger auszugeben. Dabei sollte jedoch das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs im Auge behalten werden, denn auch hier lauern Kostenfallen. Nicht nur, weil eine Überladung Verkehrsrisiken mit sich bringt – auch kann es je nach Fahrzeugkategorie und Land sein, dass Sie mit Ihrem Führerschein plötzlich gar nicht mehr berechtigt sind, das schwerere Fahrzeug zu steuern. Hier einige Tipps zum Beladen eines Wohnmobils.

Verhalten bei Unfällen:
Sind Sie mit dem Wohnmobil in einen Unfall verwickelt, sollten Sie unbedingt sofort die Polizei verständigen und direkt auch den Vermieter informieren. Wir raten Ihnen dazu, sämtliche Schäden schriftlich und auf Fotos festzuhalten. Außerdem sollten Sie unbedingt auf einen ausführlichen Polizeibericht bestehen – hier sollten die Namen aller beteiligter Personen, die Kennzeichen der Unfallfahrzeuge sowie mögliche Zeugen festgehalten werden. Ohne diese Nachweise kann es später dazu kommen, dass der Versicherungsschutz nicht greift und Sie im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen bleiben.

Verkehrsregeln:
Machen Sie sich vor der Fahrt unbedingt mit den wichtigsten Verkehrsregeln in Ihrem Urlaubsland vertraut, beispielsweise Anschnallpflicht, Tempolimits, etc. – diese können teilweise stark von den deutschen Regelungen abweichen. Zudem sollten Sie wissen, dass Verkehrssünden in vielen Ländern weitaus stärker geahndet werden als in Deutschland. Besonders zu schnelles Fahren kann im Ausland richtig teuer werden.

Fahrübungen:
Gerade wenn Sie das erste Mal am Steuer eines größeren Fahrzeugs sitzen, raten wir Ihnen dazu, die Zeit an der Mietstation zum Üben nutzen. Hier können Sie sich auf dem Parkplatz mit den Fahrzeugmaßen vertraut machen und einige Fahrmanöver ausprobieren, bevor es in den Straßenverkehr geht. Wenn Sie sich ganz unsicher fühlen, kann sich auch ein Fahrsicherheitstraining lohnen.

Offroad-Fahrten:
Auch wenn manche Wohnmobilvermietungen Modelle mit Allradantrieb anbieten: In der Regel ist das Fahren abseits von Straßen und Wegen nicht gestattet. Dieses Verbot wird nicht nur aus Sicherheitsgründen ausgesprochen, sondern soll auch dem Schutz der Natur dienen. Zudem entstehen abseits der Straßen schnell Schäden am Fahrzeug, beispielsweise an Reifen oder Unterboden – das kann teuer werden, da der Versicherungsschutz beim unerlaubten Offroad-Farhren nicht für die Kosten aufkommt.

Maut-Gebühren:
Im Idealfall planen Sie Ihre Strecke für den Urlaub schon vor der Reise. Anschließend sollten Sie sich über mögliche Maut-Gebühren auf der geplanten Fahrt informieren. Ein Blick in die Mietbedingungen des von Ihnen gewählten Angebots verrät Ihnen, ob Sie sich selbst um die korrekte Bezahlung von Maut-Gebühren kümmern müssen, oder ob dies vom Vermieter automatisch abgerechnet wird.

Titelbild: #44799648 | Urheber: Kzenon – fotolia.com
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