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Diese 9 Camping-Typen kennt garantiert jeder

von Ela
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Jogger auf dem Campingplatz

Die verschiedenen Camping-Typen sind ein bunter Haufen. Während der eine mit der Schere seinen Rasen kürzt, sitzt die andere mit einem Dosenbier gut gelaunt am Frühstückstisch. Das sportliche Pärchen von gegenüber macht sich unterdessen gerade für die heutige Radtour bereit. Wenn ihr das erste Mal mit eurem gemieteten Wohnmobil auf einem Campingplatz seid, werdet ihr so manch einer dieser ulkigen Gestalten begegnen. Damit ihr vorbereitet seid, stellen wir euch die 9 häufigsten Camping-Typen vor.

1. Der Campingplatz-Wart

Blockwart Müll

Mit ihm solltet ihr euch besser nicht anlegen. © alex.pin stock.adobe.com

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn, keiner will ihn: Den Campingplatz-Wart werdet ihr tatsächlich auf jedem Campingplatz finden. Er besucht den Platz bereits seit mindestens 10 Jahren, kennt jeden beim Namen und sorgt immer für Recht und Ordnung. Der selbsternannte Sheriff läuft stets mit wachem Blick durch die Gegend, damit ihm auch keine Ordnungswidrigkeit entgeht. Er klärt Neuankömmlinge sofort über die Campingplatz-Regeln auf, noch bevor sie überhaupt auf ihren Platz rollen können – besonders wichtig ist dabei die Mittags- und Nachtruhe. Steht euer Wohnmobil einen Zentimeter zu nah an der benachbarten (leeren) Parzelle? Schade, dann müsst ihr wohl leider nochmal neu einparken.

🚐 Lesetipp: Ihr wollt Konfrontationen mit dem Campingplatz-Wart vermeiden? Hier findet ihr unsere 7 goldenen Camping-Regeln

2. Die hilfsbereite Helga

die hilfsbereiten - meme

Diese Camping-Typen lauern geradezu auf Camping-Anfänger. Während ihr die manuelle Luftpumpe noch nicht mal richtig ausgepackt habt, stehen sie bereits mit der elektrischen Pumpe und einem Verlängerungskabel auf eurer Parzelle. „Hi, ich bin die Helga, aber alle hier nennen mich nur Helgi. Ich kam eben nicht umhin zu bemerken, dass ihr keine elektrische …“ Und gnade euch Gott, wenn sie bemerken, dass ihr nicht auf Anhieb euer Zelt aufbauen könnt! In so einem Fall hilft meistens nur lächeln, nicken und möglichst keine Fragen stellen.

3. Die Neugierigen

neugierig meme

Die neugierigen Camping-Typen sitzen meist an hoch frequentierten Orten auf dem Campingplatz (z.B. am Eingang, den Waschräumen oder dem Zugang zum Wasser), damit ihnen auch nichts und niemand entgeht. Während einige wenigstens noch versuchen, unauffällig über ihre Zeitung hinweg zu spähen, glotzen andere dieses Typs euch unverhohlen an. Ganz schlimm ist es, wenn ihr sie als Nachbar gegenüber habt. Dann wird genau beobachtet, wann ihr aufsteht, was ihr frühstückt und wie lang ihr auf der Toilette braucht …

4. Die Beginner

beginner - meme

Die Beginner sind das erste Mal auf einem Campingplatz. Ihr erkennt sie an dem ungemütlichen kleinen Zelt, das sie noch von einem Festival übrig hatten. Bei praller Sonne heizt es sich von innen auf und bei Regen ist es undicht. Die Heringe treten sie mit Flip-Flops in den Boden. An ein Verlängerungskabel haben sie nicht gedacht. Und abends machen sie sich in einem kleinen Kochtopf eine Dose Ravioli auf dem Gaskocher warm. Trotz der spärlichen Ausstattung genießen sie die Campingerfahrung in vollen Zügen und freuen sich, dass alle anderen Camper so nett und hilfsbereit sind.

5. Die laute Großfamilie

Großfamilie - Meme

Ihr macht es euch gerade in eurem Campingstuhl bequem und wollt für ein paar Minütchen die Augen schließen, da rollt die Großfamilie auf die Parzelle neben euch. Ab jetzt habt ihr unser vollstes Mitgefühl, denn nun werdet ihr unfreiwillig auditiver Teil dieser Familie sein. Seid live dabei, wenn Klein-Theo keinen Mittagsschlaf machen möchte, sich Lisa und Max um die Luftmatratze streiten und Onkel Toni laut über seine eigenen Witze lacht. Im Anschluss dürft ihr euch noch einen Vortrag von Papa Bruno darüber anhören, warum Fleisch vom Kohlegrill viel besser schmeckt als vom Gasgrill. Rauchschwaden gibt’s übrigens gratis dazu. Hier hilft nur noch: Bierchen einpacken und dazu gesellen!

6. Der voll ausgestattete Profi

Profi - Meme

Während ihr noch überlegt, ob ihr das T-Shirt nochmal anziehen könnt, räumt der voll ausgestattete Profi gerade die Spülmaschine ein. Das Vorzelt erinnert eher an gemütliches Wohnzimmer mit integrierter Küchenzeile und auch der Outdoor-Teppich kann sich sehen lassen. Abends wird der Flatscreen für einen kleinen Filmmarathon aufgebaut, den ihr auch von eurem Campingstuhl aus sehen könnt. Bei Regen bringt der Profi alle Außenwände am Vorzelt an, schließt die Vorderseite und nimmt seine Wohnmobil-Heizung in Betrieb. Sehr muckelig!

7. Der Naturbursche

Naturburschen im Wald

Diese Camping-Typen nehmen das Campen sehr ernst. Am liebsten würden sie auf einem Bett aus Moos unter dem freien Sternenhimmel schlafen und sich für jede Mahlzeit ein kleines Lagerfeuer anzünden. Da das aber auf Dauer den Campingplatz-Wart auf den Plan ruft, begnügen sie sich meist mit einem kleinen Wurfzelt und einer abgesicherten Feuerschale. Dann wird auch gerne mal die Ukulele gezückt und Jack Johnson gespielt. In einem Gespräch erklären sie euch ausführlich, dass Wildcampen ja eigentlich viel besser ist, um eins mit der Natur zu werden.

8. Die Party People

Party People Dschunglecamp

In jeder Camping-Karriere hat man mindestens einmal das Pech, die Party People als unmittelbaren Nachbarn zu haben. Meist handelt es sich bei diesen Camping-Typen um junge Menschen, die gerade ihr Abi gemacht haben oder die Semesterferien genießen. Rund um die abgeranzten Festivalzelte sammeln sich als Platzdeko die leeren Bierdosen. Die Party People kriechen meist erst am frühen Nachmittag aus ihren Zelten, um das erste Bier zu frühstücken. Der Kater ist ihnen deutlich anzusehen – verständlich, sie haben ja auch bis in die frühen Morgenstunden mit lauter Musik gefeiert. Jetzt zahlt es sich aus, dass ihr vorher auf den Camping-Wart gehört habt. Nur er kann euch jetzt noch helfen und die Feiernden in die Schranken weisen.

9. Die Sportskanonen

Sportskanonen - Meme

Auch die Sportskanonen sind ein sehr häufig vorkommender Camping-Typ. Während ihr noch nicht mal den ersten Kaffee getrunken habt, kommen sie bereits von ihrer morgendlichen Joggingrunde zurück. Weiter geht’s mit der Radtour, wie ihr unschwer an den hautengen Radlerhosen und den orangen Sonnenbrillen erkennen könnt. Gerade wenn ihr von eurem Mittagsschläfchen aufwacht, hört ihr anhand des Polterns, dass sie ihre SUPs vom Dach des Campers heruntergeholt haben. Die Sportler gehen natürlich auch immer früh schlafen, damit sie fit sind für die Joggingrunde am Morgen. In so einem Fall wünscht man sich doch das Vorzelt des voll ausgestatteten Profis!

Ihr seht, die verschiedenen Camping-Typen sind alle sehr unterschiedlich. Natürlich gibt es auch Mischformen. Und jetzt mal an die eigene Nase fassen: Welcher Camping-Typ seid ihr?

Titelbild: #181654878 | Urheber: © Anna Kwiatkowska – stock.adobe.com

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4 Kommentare

Eri 30. April 2022 - 22:03

Hey Julia, wir Thomas und Erika haben herzhaft lachen müssen über deine Kategorisierung der lieben Camper.
Wir sind schon seit 35 Jahren auf Campingplätzen unterwegs und haben immer wieder solche Typen kennengelernt.
Es gibt sie wirklich 🙂 Wir würden uns auch als Mischtypen von Naturliebhaber bis von ällem ebbes bezeichnen.
Macht weiter so mit euren Geschichten !
Grüße aus Tarifa
Erika

Antwort
Julia 4. Mai 2022 - 10:58

Hallo ihr Beiden,

wir haben uns wiegesagt auch bei allen Typen irgendwie wiedergefunden. Danke für euer nettes Feedback! Ich wünsche euch weiterhin viele denkwürdige Camping-Erlebnisse – mit all den Camperinnen und Campern aus unserem Artikel. 🙂

Viele Grüße aus Alicante ins schöne Tarifa
Julia von CamperDays

Antwort
Fritz 27. April 2022 - 11:35

Nicht lustig. Der ganze Artikel. Selbst wenn man wollte, zum Lachen gibt’s hier nichts.
Auf Klischees herumzureiten ist dumm. Man könnte ebenso gut versuchen, die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Typen zu betonen, anstatt auf dem Trennenden zu bestehen. Aber hey, heutzutage ist es mega wichtig zu wissen, wer die Guten und die Bösen sind. Da bleibt kein Platz für Graustufen …

Antwort
Julia 27. April 2022 - 13:27

Hallo Fritz,
schade, dass unser Artikel bei dir nicht so gut angekommen ist. Mit unserem Artikel hatten wir auf keinen Fall die Intention irgendwelche Menschen in Gut und Böse einzuteilen. Eher im Gegenteil: Wir sind selbst als Camper unterwegs und finden uns irgendwie in jedem Camping-Typen ein bisschen wieder. Etwas Selbstironie hat noch niemandem geschadet. 🙂

Viele Grüße
Julia von CamperDays

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