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Wohnmobil mieten: Tipps zu Modellwahl, Kosten und Versicherung

von Alex
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Wohnmobilstellplatz am Wasser in den Niederlanden

Unabhängig reisen und die eigene, komfortable Unterkunft immer dabei: Campingurlaub mit dem Wohnmobil ist voll im Trend. Für Camping-Einsteiger ist das Mieten eines Wohnmobils ideal, um diese Art des Reisens zu testen oder auch Erfahrungen vor dem Kauf eines eigenen Wohnmobils zu sammeln. Bevor ihr das erste Mal ein Wohnmobil mietet, sind jedoch ein paar wichtige Dinge zu beachten.

1. Der richtige Wohnmobiltyp und die passende Ausstattung

Wohnmobile gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Macht euch daher zunächst Gedanken über die Anforderungen, die das Wunsch-Mobil erfüllen sollte. Diese richtet sich vor allem nach der Art des Urlaubs, den ihr plant, wie viel Komfort ihr haben möchtet und wie viele Personen mitreisen. Eure Prioritäten sollten also feststehen, um die Wahl des passenden Wohnmobiltyps eingrenzen zu können. Klärt folgende Fragen, bevor ihr auf die Suche nach dem passenden Wohnmobil geht:

  • Wie wichtig ist euch Wendigkeit und Flexibilität, z. B. für häufige Standortwechsel, Stadtverkehr oder engere Gassen?
  • Wie viele Schlafplätze sollte das Wohnmobil haben?
  • Soll eine Küchenzeile/Kocheinheit integriert sein?
  • Soll eine Toilette/Badeinheit integriert sein?
  • Sind spezielle Merkmale wie Allradantrieb oder Offroad-Gängigkeit erforderlich?
  • Soll der Hund mit in den Campingurlaub?

Sind diese Fragen und damit die Anforderungen an das Wohnmobil geklärt, kann die Wahl des Wohnmobiltyps erfolgen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich nach Größe und Bauform:

  • Campingbusse und Kastenwagen
  • Kleine und große Wohnmobile
  • Pick-Up-Camper

Campingbusse und Kastenwagen sind vor allem für Rundreisen sehr beliebt, bei denen Flexibilität und Wendigkeit über Komfort und Geräumigkeit stehen. Pick-Up-Camper sind für Abenteuerreisen ausgelegt, bei denen es auch mal unwegsam zugehen kann. Wohnmobile gibt es dagegen in sehr unterschiedlichen Größen und Ausstattungen – vom kleinen, funktionalen bis zum extra großen, luxuriös ausgestatteten Wohnmobil. Sie bieten viel Komfort und sind vor allem bei Campern beliebt, die gern länger an einem Standort verweilen. Bei Wohnmobilen richtet sich die Wahl sehr nach dem individuellen Geschmack und nicht zuletzt dem verfügbaren Budget.

🚐 Lesetipp: Mehr über Wohnmobiltypen erfahren

Camper entspannen in Liegestühlen vor einem Wohnmobil

Das passende Wohnmobil sorgt für einen entspannten Urlaub

Möchtet Ihr euren Hund mit in den Campingurlaub nehmen, muss dies explizit vom Vermieter erlaubt sein. Durch die stärkere Verschmutzung und das höhere Risiko einer Abnutzung oder gar Beschädigung der Inneneinrichtung, ist das Mieten eines Wohnmobils mit Hund nicht immer erlaubt. Bei CamperDays könnt ihr eure Suche nach dem passenden Modell aber ganz einfach nach Wohnmobilen filtern, in denen Hunde mitreisen dürfen.

🚐 Lesetipp: Campingurlaub mit Hund

2. Wohnmobil mieten: Diese Kosten sind zu beachten

Die erste Frage, die sich Camping-Einsteiger bei der Planung ihres Campingurlaubs stellen: Was kostet es, ein Wohnmobil zu mieten?
Die Miete des Wohnmobils nimmt einen großen Teil der Gesamtkosten eines Campingurlaubs ein. Die Preise unterscheiden sich neben dem Modell und der Ausstattung vor allem nach der Saison oder auch dem Land, in dem das Wohnmobil angemietet wird. Die Mietkosten setzen sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Kaution (je nach Anbieter, Land und zugehöriger Versicherung)
  • Tagesmiete des Wohnmobils (je nach Größe, Ausstattung, Saison und Land)
  • Ggf. Aufpreis für die Mitnahme des Hundes
  • Einmalige Übergabepauschale/Servicepauschale
  • Einweggebühr, wenn sich Übergabe- und Abgabeort unterscheiden
  • Versicherung und Selbstbeteiligung
  • Endreinigung und Abwassertankentleerung

Je nach Anbieter können gegen zusätzliche Gebühren nützliche Extras wie Campingmöbel, Navi oder Fahrradträger optional dazugebucht werden. Um das Budget dabei im Blick zu behalten, solltet ihr alle Kostenpunkte zusammentragen, bevor ihr die finale Buchung eures Miet-Wohnmobils tätigt.

Strecken-Limit beachten

In der Tagesmiete eures Wohnmobils kann eine maximale Tages-Kilometerzahl festgelegt sein. Wird die Gesamtstrecke an gefahrenen Kilometern während eures Urlaubs überschritten, werden die zusätzlichen Kilometer extra abgerechnet. Beachtet dies bei der Routenplanung und bucht ggf. bereits zu Reisebeginn zusätzliche Kilometer dazu oder achtet auf Angebote ohne Kilometerbegrenzung, um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden.

Kaution für das Miet-Wohnmobil

Vor der Herausgabe eines Wohnmobils ist immer eine Kaution zu entrichten, mit welcher sich der Vermieter absichert, falls durch den Mieter oder die Mieterin zusätzliche Kosten oder Aufwände entstehen. In Deutschland liegt die Kaution für Wohnmobile in der Regel bei bis zu 1.500 Euro. In anderen Ländern kann diese jedoch wesentlich höher ausfallen. Die Kaution wird nach der Mietzeit z. B. mit etwaigen Reparaturkosten verrechnet. Außerdem kann das nicht termingerechte Abgeben, das nicht vertragsgemäße Reinigen oder Betanken des Fahrzeugs bei der Abgabe für eine Minderung der Kautionsrückzahlung sorgen. Achtet daher genau darauf, welche Leistungen wie Endreinigung, Abwasserentleerung u. ä. im Mietvertrag bereits enthalten sind und welche ihr vor der Rückgabe eures Wohnmobils selbst erbringen müsst.

Frühbucherrabatte und Nebensaison

Mit ein paar Tricks könnt ihr bei der Miete eures Wohnmobils bares Geld sparen. Dabei spielen der Buchungszeitraum, Reisezeitraum und andere Faktoren eine wichtige Rolle. Eine gute Planung und Vorbereitung ist für einen günstigeren Campingurlaub mit dem Miet-Wohnmobil daher unerlässlich.

🚐 Lesetipp: Hier geht’s zu den Spartipps

3. Versicherungen für den Urlaub mit Miet-Wohnmobil

Die richtige Versicherung ist bei einer Reise mit einem gemieteten Wohnmobil besonders wichtig und sollte vor der Buchung und auch vor Reiseantritt genauestens geprüft werden. Zu beachten sind dabei:

  • die Versicherung des Wohnmobils im Schadensfall (Vollkasko und Haftpflicht)
  • die abgedeckten Schadensfälle bzw. mögliche Ausschlüsse
  • die Höhe der Selbstbeteiligung
  • erforderliche Zusatzversicherungen für Auslands- oder auch Fährfahrten
  • nützliche Zusatzversicherungen (Reiserücktrittsversicherung u. ä.)

Vollkaskoversicherung für das Miet-Wohnmobil

In der Regel ist bei der Wohnmobil-Miete eine Vollkaskoversicherung sowie eine Haftpflichtversicherung enthalten. Je nach Anbieter stehen hier häufig verschiedene Pakete zur Auswahl, die sich vor allem in der Höher der Selbstbeteiligung und der abgedeckten Schadensarten unterscheiden. Für Fahrten über Ländergrenzen hinweg kann ein zusätzlicher Versicherungsschutz erforderlich sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist immer der höchstmögliche Versicherungsschutz zu empfehlen. Hier gibt es meist eine reduzierte oder auch gar keine Selbstbeteiligung und es sind zusätzliche Schadensarten wie Innenraum- oder Reifenschäden abgedeckt. Die Kaution kann wesentlich geringer ausfallen und häufig sind nützliche Zusatzleistungen enthalten.

Ist eine Selbstbeteiligung enthalten, wird diese für jeden Schadensfall fällig, der während eurer Mietzeit entsteht. Beträgt die Selbstbeteiligung z. B. 1.000 Euro und ihr verursacht einen Blechschaden beim Rangieren und zwei Tage später einen kleinen Auffahrunfall, können euch Kosten für die beiden Schadensreparaturen von insgesamt bis zu 2.000 Euro entstehen. Sind Dinge am Wohnmobil beschädigt, die nicht von der Vollkasko oder einer Zusatzversicherung abgedeckt werden, kann es auch noch teurer werden. Der richtige Versicherungsschutz ist also das A und O für einen entspannten Campingurlaub mit Miet-Wohnmobil – hier sollte nicht gespart werden, wenn ihr ein möglichst geringes Risiko haben möchtet.

Zusatzversicherungen für den Campingurlaub

Zusätzliche Versicherungen wie eine Reiserücktrittsversicherung oder auch Auslandskrankenversicherung können je nach Reise ebenfalls empfehlenswert sein. Diese sind im Mietpreis eines Wohnmobils nicht enthalten und müssen separat abgeschlossen werden. Viele Versicherungsanbieter haben spezielle Pakete für Camper im Angebot, in denen neben der Reiserücktrittsversicherung z. B. auch eine Reduzierung der Selbstbeteiligung enthalten ist oder Schäden im Innenraum des Wohnmobils abgedeckt sind, die meist in der Vollkaskoversicherung für Wohnmobile nicht enthalten sind. Eine Reiserücktrittsversicherung kann die Stornierungsgebühren teilweise oder komplett abdecken sowie auch bei einem Abbruch der Reise zum Einsatz kommen. Achtet bei der Wahl der passenden Versicherung daher genau auf ihren Geltungsbereich und welche Leistungen sie enthält.

Fazit: gute Vorbereitung ist das A und O für einen gelungenen ersten Campingurlaub

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine gute Vorbereitung und Planung für den ersten Campingurlaub besonders wichtig sind. Zum einen, um das Budget im Blick zu behalten und ungeplante Zusatzkosten zu vermeiden und zum anderen, um auch die passende Ausstattung und den idealen Wohnmobiltyp für die geplante Tour zu wählen. Gut informiert und vorbereitet, steht einem unvergesslichen Campingurlaub nichts mehr im Weg!

Titelbild: 437184374 | © Luc V. de Zeeuw – stock.adobe.com

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Full Circle 21. April 2022 - 23:29

Hallo,

danke für Ihren Beitrag über „Wohnmobil mieten“

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