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Kochen im Wohnmobil: Tipps, Ideen und Rezepte für unterwegs

von Julia
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Pärchen frühstückt im Wohnmobil

Kochen im Wohnmobil – diese drei Worte werden bei den meisten Urlaubern nicht gerade mit edlen Menüs verbunden. Mit dem richtigen Equipment und klug gewählten Lebensmitteln sieht das Ganze aber schon anders aus. Wir verraten Ihnen, wie Sie auch „on the road“ nicht auf leckere Gerichte verzichten müssen und versorgen Sie mit praktischen Rezepten für unterwegs.

Inhaltsverzeichnis: Kochen im Wohnmobil
1. Kochen im Wohnmobil: Ausstattung
2. Kochen im Wohnmobil: das richtige Equipment
3. Camping-Essen: Ideen und ideale Lebensmittel
4. Rezepte für unterwegs

1. Kochen im Wohnmobil: von der Nische bis zur Luxus-Küche

Wie stressfrei und variantenreich das Kochen im Wohnwagen wird, hängt bereits von dem gebuchten Fahrzeug ab: Selbst kleine Wohnmobile sind grundsätzlich mit einem Kühlschrank, einer Küchenzeile mit Spülbecken und mindestens einer Gasherdplatte ausgestattet – eine Ausnahme sind die Campervans, die zwar Kühlschrank und Küchenzeile, aber unter Umständen kein Kochfeld besitzen. 

🚐 Lesetipp: Wohnmobile für 2 Personen: Welches Modell passt zu mir?

Mit etwas mehr Bewegungsfreiheit und Stauraum kocht es sich in den größeren Modellen, wie zum Beispiel den Pick-Up-Wohnmobilen. Hier können sich Globetrotter sogar über Mikrowelle und Backofen freuen. Schließlich soll – trotz Zeitverschiebung – auch auf amerikanischen oder australischen Straßen der Geburtstag gebührend mit einem Kuchen zelebriert werden. 

Symbol Hinweis Hinweis
In vielen Wohnmobilen ist die Küchenausstattung bereits inkudiert, bei anderen Vermietern müssen Mikrowelle und Co. gegen einen Aufpreis dazugebucht werden. Der Preis schwankt zwischen 30 und 100 Euro und ist vom Anbieter und dem Reiseland abhängig. Informieren Sie sich deswegen vor der Wohnmobil-Reise darüber, ob Ihnen die vorhandene Küche genügt. Bei einigen Vermietern ist die Zubuchung sogar kostenlos.

2. Das richtige Equipment zum Kochen im Wohnmobil

Neben der Grundausstattung steht und fällt das Kochen im Wohnwagen mit dem richtigen (oder falschen) Equipment. Vor allem in kleineren Wohnmobilen nehmen große, sperrige Kochtöpfe unnötig Platz weg. Und: Selbst, wenn man zu Hause ausschließlich von Porzellantellern isst, sollte man im Campingurlaub auf Geschirr aus leichteren und robusteren Materialien setzen. Denn: Auf den Panorama- und Schotterstraßen dieser Welt kann es auch mal ein bisschen holpriger werden. 

Mit diesem Equipment sind Sie bestens für das Kochen auf vier Rädern vorbereitet:

  • Woks bzw. Pfannen mit abnehmbare Griffen
  • faltbares Nudelsieb und Schnellkochtöpfe aus leichtem Aluminium
  • Teller, Schüsseln, Gläser und Tassen aus Melamin, Bambus, Emaille oder Opalglas (letztere halten sogar Mikrowellenhitze und eine Runde in der Spülmaschine aus) 
  • Campingbesteck
  • Pfannenwender und Rührlöffel aus robustem Holz
  • Dosen- und Flaschenöffner sowie eine Schere 
  • Gasfeuerzeug oder Streichhölzer 
  • Spülmittel und Schwämme 
  • Geschirrtücher und feuchte Tücher 
  • Tupperdosen oder Beutel zum Verstauen der Essensreste sowie Mülltüten
Symbol Tipp Backen im Wohnmobil
Nicht im Luxus-Wohnmobil mit Backofen unterwegs? Mittlerweile gibt es tragbare Omnia-Backöfen, in denen man nicht nur die Frühstücksbrötchen aufwärmen, sondern sogar den Lieblingsapfelkuchen oder einen Nudelauflauf backen kann.

3. Ein Muss für’s Camping-Essen: Ideenreichtum und ideale Lebensmittel 

Für alle angehenden Camping-Köche und Köchinnen gilt: Wer die Lebensmittel für seine Gerichte klug auswählt, hat vor allem auf längeren Roadtrips mehr Spaß am Kochen und Backen im Wohnmobil. Ein langes Haltbarkeitsdatum steht dabei natürlich an oberster Stelle. Darüber hinaus sollten die Lebensmittel leicht zu lagern und vielfältig einsetzbar sein, damit Sie trotz wenig Vorrat eine Bandbreite an Gerichten zaubern können. Jeden tag Nudeln mit Tomatensoße – geht zwar, muss aber nicht sein. 

Überraschend viele Lebensmittel haben sich mittlerweile (völlig zu Recht) zu absoluten Must-Haves unter Wohnmobilisten gemausert:

  • Gewürze: Pfeffer, Salz, Zucker, Kräutermischungen und Gemüsebrühe peppen selbst das langweiligste Gericht auf
  • Öl oder Butter: essentiell zum Anbraten von Gerichten
  • Nudeln und Reis: die facettenreichen Küchen-Klassiker sind schnell gekocht und lange haltbar
  • Currypaste und Tomatenmark: zum Verfeinern von Reis- und Nudelgerichten
  • Tomaten-Stücke aus der Dose: die perfekte Grundlage für Soßen
  • Mais, Paprika und Kidneybohnen aus der Dose: lang haltbar und perfekt für Reis- und Couscouspfannen
  • Couscous: hält ewig und schmeckt sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage 
  • Pesto: ist selbst ungekühlt (geschlossen) lange haltbar und kann als Sauce oder Brotaufstrich verwendet werden
  • Kaffeepulver und Teebeutel: weil Kaffee machen schließlich auch kochen ist
  • Müsli und Haferflocken: eine Frühstücksgrundlage, die sättigt und ergiebig ist
  • Knäcke- und Schwarzbrot: zum Frühstück oder als Snack
  • H-Milch: essentiell für das Müsli und den Morgenkaffee
  • Backpulver und Mehl: ergiebig und die Basis für Backrezepte
  • Nutella und Marmelade: muss nicht gekühlt werden, perfekt zum Frühstück
  • Parmesan: hält lang, ist ergiebig und gehört zur Pasta einfach dazu
  • Müsliriegel und Gummibärchen: Snacks für das Handschuhfach, die weder krümmeln noch schmilzen

Ganz ohne den regelmäßigen Vitaminkick geht es nicht: Dennoch würden wir Ihnen raten, frisches Obst und Gemüse nicht im Wohnmobil zu lagern, sondern auf Ihren Zwischenstationen in Städten oder kleineren Orten frisch zu kaufen. Falls es nicht anders geht: Äpfel und Birnen gehören zu den Obstsorten, die am längsten haltbar sind. 

Symbol Hinweis Don’t
Lebensmittel, die lange garen müssen, wie zum Beispiel Kartoffeln, sind nicht als Camping-Essen geeignet. Weniger aus Zeitgründen, sondern um die Gasvorräte zu sparen. Schließlich muss im Wohnmobil nicht nur gekocht, sondern auch geheizt werden. Länger als 20 Minuten sollte die Zubereitung des Essens nicht dauern. 

4. Rezepte für unterwegs: es geht auch lecker!

Keine Angst, liebe Fans der Kulinarik: Kochen im Wohnmobil muss nicht bedeuten, dass es jeden Tag Ravioli und Tütensuppen gibt. Mit den Lebensmitteln aus dem letzten Abschnitt und regionalen, frischen Produkten lässt sich eine bunte Vielfalt an leckern (und gesunden) Gerichten zaubern. Unser Kollege Frieder hat bei seinem Wohnmobil-Urlaub in der Schweiz zum Beispiel frische Zutaten im Hofladen eingekauft und sich an regionalen Spezialitäten versucht.

Für alle Camper-Neulinge, die sich zum ersten Mal am Kochen und Backen im Wohnmobil versuchen, haben wir drei sichere Gerichte auf Lager: 

  • One-Pot-Pasta: Pasta geht immer! Die Besonderheit an dieser Variante: Die Nudeln (Tipp: Spaghetti sind schneller gar als andere Sorten) werden gemeinsam mit Wasser, den Tomaten-Stücken, Gewürzen, Zwiebeln, Knoblauch und Parmesan (oder wahlweise Mozarella) direkt in den Topf geschmissen. 
  • Couscous-Pfanne: Die nordafrikanischen Getreidekörner ganz einfach mit Gemüsebrühe überießen und circa zehn Minuten ziehen lassen. Dann kann nach Belieben Gemüse hinzugegeben werden (zum Beispiel Mais, Paprika und Frühlingszwiebeln). Am Schluss Currypaste, Tomatenmark und Öl unterrühren und ordentlich würzen. 
  • Pancakes: Das klassische amerikanische Frühstück ist (wenn man einen Zwischenstop für frische Eier einlegt) schnell gemacht. Und so geht’s: Eier, H-Milch und Mehl verrühren, danach Backpulver und Zucker zugeben. Teig 10 bis 15 Minuten quellen lassen, bevor es ab in die Pfanne geht. Dazu schmeckt Apfelmus oder Nutella. 
Symbol Tipp Hinweis zum Schluss
Damit das Kochen im Wohnmobil nicht im Chaos ausartet: Rezepte, für die man mehr als zwei Herdplatten benötigt, sollte man lieber nach dem Urlaub zu Hause in Angriff nehmen. Denn in vielen Wohnwagen stehen nur zwei Kochplatten zur Verfügung. 

Titelbildquelle: © Mark Clinton

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