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Schweden-Rundreise im Mai? Aber unbedingt!

von Leonie
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Schweden im Mai? Wieso denn das? Das waren die ersten Reaktionen aller Freunde nachdem wir unsere diesjährige Reiseplanung bekannt machten. Dabei war der Grund ganz einfach: Wir wollten Schweden ganz für uns alleine erkunden und nicht mit all den anderen deutschen Sommer-Campern teilen müssen.

Südschweden-Rundreise mit dem Wohnmobil
1. Reisebericht: unsere Route durch Schweden
2. 5 Reisetipps für den Schweden-Urlaub
3. Die besten Campingplätze in Südschweden

Eine frühlingshafte Wohnmobil-Rundreise durch Südschweden

Während unserer zehn Tage in Schweden haben wir dann auch tatsächlich nur sehr wenige andere Urlauber getroffen. Stattdessen erfreuten wir uns an menschenleeren Sandstränden, der freien Wahl des Stellplatzes und freundlichen Schweden.

Noch mit dem eigenen PKW startete unsere Reise über die Öresundbrücke Richtung Malmö zu unserem Miet-Wohnmobil von Touring Cars. Nach einem herzlichen “Welcome to Sweden” und einer einstündigen Einführung in alle technischen Raffinessen unseres Zuhauses auf vier Rädern starteten wir unsere Reise durch Südschweden.

Direkt am ersten Tag zeigte sich Schweden von seiner besten Seite. Unser erster Halt führte uns nach Ystad und bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir mit Eis bewaffnet durch die beschauliche Kleinstadt. Unser Fahrzeug fand dabei einen ganz komfortablen Wohnmobil-Parkplatz direkt am Hafen.

Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten – “Wer kocht, wer spült, wer hat meine Schuhe gesehen?” – hatten wir uns dann nach unserem ersten Abend zu viert im Wohnmobil gemütlich eingerichtet und planten jeden Abend gemeinsam den jeweils nächsten Tag. Denn auch wenn uns Schweden mit Sonne begrüßte: Es gab auch den ein oder anderen Regentag, der natürlich genutzt werden wollte.

So kam es, dass neben dem Ikea-Museum in Älmhult, Gränna (die Stadt der Zuckerstangen), Sigtuna (eine der ältesten Städte Schwedens) auch jede Menge Seen auf unserem Reiseplan landeten, sollte das Wetter einigermaßen mitspielen. Große Städte wie Stockholm und Göteborg standen nicht auf unsere Liste, da wir vor allem raus in die Natur wollten. Wer mag, kann die beiden Städte auf dieser Route aber problemlos mit einplanen.

Unser Zuhause von Touring Cars

Abschluss-Highlight: Fjällbacka an Schwedens Westküste

Nach einigen Tagen im Landesinneren entlang knallgelber Rapsfelder und vorbei an typischen roten Schwedenhäusern freuten wir uns dann doch darauf, endlich wieder am Meer anzukommen und die Westküste erkunden zu können. Anlaufstelle für den ersten Blick auf die weltberühmte Schärenlandschaft war Fjällbacka kurz vor der Grenze zu Norwegen. Die vielen Treppen an der Kungsklyftan den Vetteberget hinauf waren, trotz der kurzen Anstrengung, der Höhepunkt unseres Tages. Der Blick schweift über die typisch schwedische Kleinstadt, über die Schären hinweg, auf das offene Meer. Und schon fingen wir an zu überlegen: Wann kommen wir wieder?

Nach zehn Tagen quer durch den Süden waren wir uns am Ende dann alle einig: Mal wieder hatten wir viel zu wenig Zeit. Und: Wir kommen wieder! Und dann auch wieder im Mai, wenn wir das Land (fast) ganz für uns haben.

Blick auf Fjällbacka

Schweden-Rundreise mit dem Wohnmobil: meine besten Reisetipps

  1. Die Infrastruktur in Südschweden ist hervorragend. Es gibt entlang der größeren Straßen regelmäßig Rastplätze mit kostenfreien WCs und meist sogar einem wunderbaren Blick auf einen See oder Picknicktische mitten im Wald.
  2. Alle Schweden, die wir unterwegs gesprochen haben (auf Campingplätzen, in Geschäften, Supermärkten, Restaurants) konnten sich wunderbar mit uns auf Englisch unterhalten.
  3. In Schweden braucht man kein Bargeld. Wir haben während unserer gesamten Reise nicht einmal Bargeld benötigt. Auf einigen Campingplätzen brauchten wir 5 Kronen für die Duschen. Diese konnten wir jedoch vorab mit der Kreditkarte beim Einchecken bezahlen. Deswegen die klare Empfehlung: Die Kreditkarte mit ausreichendem Limit einpacken und sich keine Sorge wegen vorherigen Geldwechsels machen.
  4. Insbesondere in der Nebensaison (Bis Ende Mai/Anfang Juni) haben einige Campingplätze eingeschränkte Öffnungszeiten. Darauf sollte man achten, damit man abends nicht vor verschlossener Schranke steht. Informationen dazu findet man in einer sehr übersichtlichen Broschüre, die ihr an den meisten Campingplätzen erhaltet. Alternativ könnt ihr sie vorab online bestellen.
  5. Obwohl die CampingCard in Schweden seit diesem Jahr keine Pflicht mehr ist, fragen fast alle Campingplätze trotzdem noch danach. Wir haben uns die Karte vorab online bestellt und haben dann meist wirklich Zeit gespart, weil wir unsere Adresse nicht jedes Mal wieder buchstabieren mussten.

Die schönsten Campingplätze in Südschweden

Sjöstugan Camping, Älmhult

Ein wunderschöner Platz am See, sehr ruhig, sehr nette internationale Mitarbeiter (manche sprechen auch Deutsch), sauber und gepflegt. Es gibt sogar einen Bootsverleih. Die erste Reihe mit Blick auf den See ist besonders schön, aber in der Hochsaison vermutlich schwierig zu bekommen. Im Mai war das kein Problem. Dieser Campingplatz ist meine absolut Nummer 1!
www.sjostugan.com

Bomstadbaden, Karlsbad

Dieser Campingplatz ist sehr groß, aber auch top-gepflegt und sauber. Besonders toll ist der schöne Sandstrand am Vänern-See. Im Sommer gibt es außerdem ein vielfältiges Kinderprogramm.
www.bomstadbaden.se

Fjällbacka Camping, Fjällbacka

Nach einem Eigentümerwechsel hat dieser Platz nun sehr viel Potential, es wird fleißig renoviert. Die Lage ist super-schön in den Schären und man kommt fußläufig nach Fjällbacka rein. Die Stellplätze sind in die Felsen integriert, das ist ziemlich cool. Nur die Infrastruktur ist momentan noch nicht top, aber Duschen und WCs sollen für 2020 neu gebaut werden.
www.fjallbackacamping.se

Toller Seeblick bei Sjöstugan Camping

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Tom1. Dezember 2019 - 21:56

Tolle Fotos!

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