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Kroatien mit dem Wohnmobil: Camping-Tipps für das Land an der Adria

von Julia
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Wenn ihr Kroatien mit dem Wohnmobil erkunden möchtet, habt ihr euch ein Land ausgesucht, das derzeit völlig zu recht zu den Lieblingsdestinationen von Campern gehört. Nicht nur entlang der dalmatinischen und istrischen Küste, sondern auch im Hinterland warten jede Menge Highlights auf Wohnmobil-Fans. Darüber hinaus gibt es im Land an der Adria zahlreiche Campingplätze für jedes Budget. In unserem Artikel findet ihr Tipps rund um euren Camping-Urlaub in Kroatien sowie Inspirationen für eure Wohnmobil-Tour.

Inhaltsverzeichnis
1. Wohnmobil für Kroatien mieten
2. Anreise ab Deutschland 
3. Camping in Kroatien
4. Wildcampen in Kroatien
5. Beste Reisezeit
6. Verkehrsregeln und Autofahren in Kroatien
7. Sicherheit in Kroatien
8. Drei coole Routen durch Kroatien

1. Wohnmobil für Kroatien mieten

Viele Urlauber, die Kroatien mit dem Wohnmobil bereisen möchten, mieten einen Camper direkt vor Ort. Stationen zur Abholung und Rückgabe gibt es in der Hauptstadt Zagreb im Nordwesten des Landes sowie in Split nahe der dalmantischen Küste. Wenn ihr während eures Urlaubs Istrien und die Adriaküste erkunden möchtet, solltet ihr euch für die zweite Anmietstation entscheiden. Von unseren Partnern ist der Vermieter McRent in Kroatien vertreten. Die Fahrzeuge reichen vom Campingbus über größere Alkoven-Modelle bis hin zum Luxus-Wohnmobil für mehrere Personen. 

Und welche Wohnmobil-Größe eignet sich für Kroatien? Im Zweifel gilt: Obwohl die Straßen in Kroatien gut ausgebaut sind, ist man auf den Küstenstraßen und in den Städten mit einem kleineren Fahrzeugmodell gut beraten. Der Urban Luxury ist zum Beispiel kompakt und wendig, verfügt aber über Schlaf- und Sitzplätze für vier Personen sowie über eine Küche, Dusche und WC. 

Symbol Info & Fakten Öffnungszeiten
Beachtet bei der Wohnmobil-Buchung für Kroatien, dass MCRent-Stationen in der Regel an Sonn- und Feiertagen geschlossen sind. Eine Abholung oder Rückgabe ist an diesen Tagen also nicht möglich. Gegen eine Gebühr könnt ihr an Samstagen den Service der jeweiligen Station nutzen (oder kostenfrei unter der Woche).

Das Mindestalter für das Mieten und Fahren des Campers liegt bei 21 Jahren, wobei ihr einen Führerschein besitzen müsst, der mindestens seit einem Jahr gültig ist. Die Mindestmietdauer beträgt in der Regel eine Woche (variiert je nach Saison) und die Kaution für euer Wohnmobil könnt ihr mit allen gängigen Kreditkarten hinterlegen. Eine Barkaution akzeptiert der Vermieter nicht. 

2. Mit dem Wohnmobil nach Kroatien: Anreise ab Deutschland

Wer Kroatien mit dem eigenen Wohnmobil oder einem Miet-Camper ab Deutschland erkunden möchte, erreicht das Land von vielen deutschen Städten aus in etwa sechs bis elf Stunden. Die genaue Fahrzeit hängt natürlich von eurem Start- und Zielpunkt sowie von der Verkehrlage und den Pausen ab, die ihr unterwegs einlegt. Die beliebteste Route nach Kroatien führt euch über die Autobahn A 8 nach Salzburg und anschließend durch Österreich und Slowenien.

Bedenkt, dass ihr für beide Durchfahrtsländer jeweils eine Vignette benötigt, die in Österreich derzeit 9,20 Euro (gültig für 10 Tage) und in Slowenien 15 Euro (gültig für 7 Tage) kostet. Je nachdem, wie lange ihr in Kroatien bleibt, müsst ihr also eine Vignette für die Hin- und Rückfahrt beantragen (oder alternativ direkt eine teurere Vignette für ein oder zwei Monate kaufen). Über die Vignette hinaus fällt außerdem eine Mautgebühr von 7 Euro für den Karawankentunnel an, der Österreich mit Slowenien verbindet. Ihr seht schon: Eventuell fällt eine Anreise mit dem Wohnmobil nach Kroatien nicht unbedingt günstiger aus als ein Flug dorthin. 

3. Camping in Kroatien: Preise und Campingplätze 

Eine gute Nachricht für alle, die in Kroatien mit dem Wohnmobil unterwegs sind: Je nach Gusto und Budget stehen euch verschiedene Arten von Campingplätzen zur Verfügung. Die angegebenen Preise variieren je nach Saison. Zur Hochsaison im Juni, Juli und August macht eine Reservierung – vor allem nahe der beliebten Nationalparks und Städte – durchaus Sinn. Zur Nebensaison findet ihr in der Regel selbst ohne vorheriges Reservieren ein Plätzchen für euer Wohnmobil.

© ilijaa – stock.adobe.com An den Campingplätzen am Mreznica-Fluss kommt man der Natur ganz nah

Holiday Villages und mittelgroße Campingplätze – bestens ausgestattet

Angesichts der vielen Camper, die Kroatien mit dem Wohnmobil bereisen, wurden in den letzten Jahren viele topmoderne Campingplätze errichtet, die vor allem für Familien interessant sind. Die Plätze verfügen neben sanitären Anlagen meist auch über Einkaufsmöglichkeiten, Spielplätze, Wellness-Angebote, einen Pool und mehr. Zum Teil liegen die Plätze sogar direkt am Meer oder verfügen über einen eigenen Strand. Neben Stellplätzen können Urlauber ohne Wohnmobil hier auch in bestens ausgestatteten Bungalows oder Wohnmobilheimen übernachten – praktisch zum Beispiel für Reisende mit dem Mietwagen.

Preis für zwei Personen: 40 bis 60 Euro pro Nacht 

Mini Camps – familiär und umweltbewusst

Wenn ihr Wert auf naturbelassene Campingplätze und eine familiäre Atmosphäre legt, sind die sogenannten Mini Camps die richtige Wahl für euch. Hier gibt es in der Regel höchstens 200 Stellplätze für Wohnmobile. Zusätzlich wird großer Wert auf den Schutz von Natur und Umwelt gelegt. Schlecht ausgestattet sind die kleinen Campingplätze aber nicht: Die Mini Camps verfügen in der Regel über sanitäre Anlagen und teilweise sogar über einen Pool. 

Preis für zwei Personen: 25 bis 40 Euro pro Nacht

Campen bei Privatleuten – Urlaub bei Einheimischen

Wie in vielen anderen europäischen Ländern habt ihr mittlerweile auch in Kroatien die Möglichkeit, auf Privatgrundstücken von Einheimischen zu übernachten. Hier teilt ihr euch das Camping-Glück meistens nur mit ein paar wenigen Leuten oder seid sogar ganz für euch alleine. Darüber hinaus kommt ihr auf diesen Plätzen mit den überaus sympathischen Einwohnern in Kontakt und lernt so die kroatische Kultur noch einmal von einer anderen Seite kennen. 

Preis für zwei Personen: 20 bis 30 Euro pro Nacht

FKK-Campingplätze – kleine Paradiese für Naturisten

In Kroatien ist – zur Freude von Naturisten – auf ausgewählten Campingplätzen das textilfreie Campen erlaubt. Teilweise gibt es auf Campingplätzen abgetrennte FKK-Bereiche, andere Plätze sind gänzlich Naturisten (und denen, die es werden wollen) vorenthalten. Die Ausstattung der Campingplätze reicht von standardmäßig bis luxuriös. 

Preis für zwei Personen: 25 bis 50 Euro pro Nacht 

Campen auf Inseln und nahe Nationalparks – in bester Lage

Auf CampinginParks.eu findet ihr ausgewählte Campingplätze in unmittelbarer Nähe von den wunderschönen kroatischen Nationalparks. Die Plätze reichen von Mini Camps über mitelgroße Campingplätze bis hin zu luxuriösen Holiday Parks. Sogar das Campen auf einigen kroatischen Inseln ist möglich – plant hier aber gegebenenfalls eine Fährfahrt hin und zurück ein. 

Preis für zwei Personen: 25 bis 60 Euro pro Nacht 

Symbol Tipp Spar-Tipp
Der ADAC bietet für Mitglieder die Camping Key Europe Card für zahlreiche Campingplätze in Europa an, rund 75 davon sind in Kroatien. Durch das Vorzeigen (meist wird man sogar nach der Karte gefragt) werden auf den ausgewählten Campingplätzen bis zu 20 Prozent Rabatt auf Stellplätze gewährt. Die Karte kostet 16 Euro, Mitglieder zahlen nur 12 Euro. 

Viele Campingplätze öffnen im März oder April und schließen spätestens Ende Oktober. Es gibt allerdings auch Campingplätze in Kroatien, die das ganze Jahr über geöffnet haben – viele Camper nutzen die Monate außerhalb der Haupt- und Nebensaison, um mit dem Wohnmobil in Kroatien zu überwintern. Da es allerdings in den Wintermonaten in Kroatien eisig kalt wird, muss der Camper für den Winterurlaub entsprechend ausgestattet sein. 

4. Wildcampen und Freistehen in Kroatien 

Wie in vielen anderen Ländern ist Wildcamping in Kroatien offiziell verboten. Wer in Kroatien mit dem Wohnmobil auf Privatgrundstücken oder nicht ausgewiesenen Campingplätzen steht, kann mit Bußgeldern bis zu 400 Euro abgestraft werden. Besonders in touristischen Gebieten entlang der Küste sowie in Nationalparks wird das Verbot streng von Ordnungskräften überwacht. Im Landesinneren wird dagegen gerne mal ein Auge zugedrückt. Wir empfehlen euch allerdings, immer um Erlaubnis zu fragen, wenn ihr mit euerm Wohnmobil über Nacht irgendwo campen oder biwakieren möchtet. 

🚐 Lesetipp: Wildcamping weltweit: Wo ist es erlaubt, wo verboten?

5. Beste Reisezeit für einen Camping-Urlaub in Kroatien

Grob lässt sich sagen, dass die Monate Mai bis Oktober sich am besten für einen Camping-Urlaub in Kroatien eignen. Wer nicht nur campen, sondern auch schwimmen gehen möchte, wird während der Hochsaison im Juli und August mit Durchschnittstemperaturen von 26,5 Grad glücklich. Beachtet aber auch, dass zu dieser Jahreszeit die Preise auf den Campingplätzen steigen und die Städte sowie beliebte Sehenswürdigkeiten zum Teil sehr voll sind. 

Unser Fazit: Wer sich nicht an die Schulferien halten muss, sollte den Mai und Juni sowie den September und Oktober für einen Wohnmobil-Urlaub in Kroatien wählen. Zu der Zeit müsst ihr euch die kroatischen Sehenswürdigkeiten und Campingplätze nicht mit zu vielen anderen Urlaubern teilen und könnt euch über angenehmen Temperaturen freuen. Zudem sind die Kosten für Stellplätze auf Campingplätzen günstiger als im Hochsommer. 

© xbrchx – stock.adobe.com

6. Verkehrsregeln und Maut in Kroatien

Die Verkehrsregeln in Kroatien unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in Deutschland. Einziger Unterschied ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen, die in der Regel bei 130 km/h liegt (für Wohnmobile über 3,5 t zGG. oder Fahrzeuge mit Anhängern höchstens 90 km/h). Innerorts herrscht, sofern nicht anders angegeben, für alle Fahrzeuge ein Tempolimit von 50 km/h, außerorts 80 bis 110 km/h. 

Wenn ihr die Kosten für euren Kroatien-Urlaub mit dem Wohnmobil kalkuliert, solltet ihr berücksichtigen, dass auf nahezu allen Autobahnen sowie auf einigen Tunneln und Brücken eine Maut anfällt. Grob betragen die Gebühren 8 Cent pro Autobahnkilometer. Landstraßen sind in der Regel mautfrei. Bezahlen könnt ihr bar oder mit Kreditkarte, wer öfters in Kroatien mit dem Wohnmobil oder Auto unterwegs ist, kann sich für knapp 15 Euro einen Transponder besorgen. 

🚐 Lesetipp: Ausführliche Infos zur Maut in Kroatien

7. Kroatien mit dem Wohnmobil – ist das gefährlich?

Ein Wohnmobil-Urlaub in Kroatien ist nicht gefährlicher als an anderen Camping-Destinationen in Europa. Wie in jedem anderen Land auch gilt: Der Stellplatz auf dem Campingplatz ist in der Regel sicherer als der Stellplatz auf dem öffentlichen Parkplatz. Außerdem solltet ihr niemals Wertgegenstände sichtbar in der Fahrerkabine liegen lassen – aber das versteht sich ja von selbst. 

Eine Besonderheit in Kroatien in punkto Sicherheit: Zum Teil gibt es in einigen Landesteilen unter Umständen immer noch Landminen und Blindgänger aus Kriegszeiten. Aus dem Grund sind in den betroffenen Regionen, wie zum Beispiel im Grenzgebiet zu Bosnien Herzegowina, entsprechende Hinweis-Schilder und Markierungen angebracht, die euch darauf aufmerksam machen. 

8. Die schönsten Wohnmobil-Touren in Kroatien

Istrien

Auf 3.500 Quadratkilometern vereint die größte Halbinsel Kroatiens einsame Buchten, romantische Bergdörfern und malerische Hafenstädte mit venezianischer Architektur. Während an der 440 Kilometer langen Küste zahlreiche Sandstrände (zum Beispiel in Rabac) auf euch warten, erinnern die Buchten, die ins Landesinnere reichen, beinahe an die Fjorde in Skandinavien. Mit Brijuni hat Istrien außerdem einen wunderschönen Nationalpark zu bieten: Mehr als hundert Pflanzen-, Tier- und Vogelarten sind auf der kleinen Inselgruppe zu Hause. 

Dalmatien

Für die dalmatinische Küste solltet ihr viel Zeit mitbringen, denn hier jagt ein Highlight das nächste. Der majestätische Diokletianpalast in Split, die zauberhaften Wasserfälle des Krka-Nationalparks und die (dank Game of Thrones) weltberühmte Festungsanlage von Dubrovnik sind nur einige Beispiele. Darüber hinaus liegen vor Dalmatien zahlreiche kleine Inseln, von denen jede einzelne ihren ganz eigenen Charakter hat. Hier gilt allerdings meist: Wohnmobil am Hafen parken, Camper gegen Fähre eintauschen und abends das Fahrzeug wieder einsammeln. Wer wandern möchte, hat in der größten kroatischen Gebirgskette Velebit angesichts der zahlreichen Wanderwege die Qual der Wahl. 

© Pablo Debat – stock.adobe.com

Zagreb und das Hinterland

Wer an Kroatien mit dem Wohnmobil denkt, hat meist die lange Küste vor Augen. Dabei gibt es im Inland mindestens genauso viel zu entdecken – zum Beispiel die traumhafte kroatische Hauptstadt Zagreb, in der man sich tagelang verlieren kann. Zwei Stunden entfernt leuchten die azurblauen Plitvicer Seen gemeinsam um die Wette und rauschende Wasserfälle stürzen in die Tiefe. Im Nordwesten des Landes erzählen märchenhaften Schlösser und Burgen sowie die historischen Altstädte von Varaždin, Čakovec und Koprivnica von vergangenen Tagen. 

Titelbildquelle: #264033538 | Urheber: © adrianlauber – stock.adobe.com

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