Startseite EuropaNorwegen Was sind die 3 besten Wohnmobil-Routen durch Norwegen für 2 bis 3 Wochen?

Was sind die 3 besten Wohnmobil-Routen durch Norwegen für 2 bis 3 Wochen?

von Ela
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Wohnmobil auf der Atlantikstraße in Norwegen

Norwegens schöne und einsame Landschaft ist ein Traum für jedes Camperherz. Die Vorstellung, morgens irgendwo mitten in der Natur aufzuwachen und auf einen Fjord zu gucken ist hier nicht nur ein Bild aus einem Reisekatalog. Wir stellen euch 3 tolle Wohnmobil-Routen durch Norwegen für 2 bis 3 Wochen vor.

1. Wohnmobil-Route durch Südnorwegen

Mann auf Steinbrocken Kjergabolten in Norwegen

Der Kjergabolten: Eines der meist fotografierten Motive in Norwegen. © fugger188 stock.adobe.com

Route: Kristiansand – Oslo – Jotunheimen Nationalpark – Geirangerfjord – Bergen – Trolltunga – Preikestolen – Kjergabolten – Stavanger – Kristiansand
Strecke: 2.000 km (Fahrzeit ca. 34 h)


 

Die Tour durch Südnorwegen enthält alle Klassiker, die man sich auf einer Norwegen-Reise nur vorstellen kann und zählt daher zu den beliebtesten Wohnmobil-Routen. Da viele ihr Wohnmobil in Hamburg mieten und im Anschluss mit der Fähre von Dänemark nach Kristiansand übersetzen, startet unsere erste Route mit dem Wohnmobil dort.

🚐 Lesetipp: Mit dem Wohnmobil nach Norwegen – mit oder ohne Fähre?

Symbol TippFährfahrten mit dem Mietcamper
Fährfahrten mit dem Miet-Wohnmobil sind in der Regel erlaubt, insofern nicht anders in den Mietbedingungen steht. Wichtig: Aus Sicherheitsgründen müsst ihr die Gasabsperrventile (befindet sich meist unter der Küchenzeile) abdrehen, bevor ihr auf die Fähre fahrt.

 

Kristiansand ist eine niedliche Hafenstadt, in der ihr direkt eine Nacht bleibt, um erstmal in Ruhe in Norwegen anzukommen und eventuell die Wohnmobil-Vorräte aufzufüllen. Der Stellplatz auf der Insel Odderoya ist nur 5 Minuten von der Innenstadt entfernt und liegt in einer kleinen Bucht. Von Kristiansand fahrt ihr nach Oslo. Wir empfehlen, lieber die Umgebung am Oslofjord zu erkunden und von dort einen Tagestrip nach Oslo zu planen (ca. 30 Minuten mit dem Bus). So entgeht ihr dem Großstadttrubel und seid stattdessen mitten in der norwegischen Natur. Wandert zum Beispiel entlang des Coast Path in Fagerstrand wandern oder mit einem Kajak über den Fjord paddeln. Weiter geht es in den Jotunheimen Nationalpark, wo ihr direkt neben Gletschern, imposanten Wasserläufen und Bergseen campt. Der Park ist ein beliebter Ort zum Wandern, Klettern und Skifahren. Vom Nationalpark ist es nur noch einen Katzensprung bis zum höchsten Wasserfall Norwegens, dem Vettisfossen.

Unser nächster Stopp auf der Wohnmobil-Route durch Norwegen ist der berühmte Geirangerfjord. Auf einer Bootstour könnt ihr die Wasserfälle Sieben Schwestern und den Freierwasserfall besichtigen. Nach so viel Natur wird es wieder Zeit für ein bisschen Leben. Unser Weg führt uns also nach Bergen – der bunten und quirligen Hafenstadt. Ihr solltet unbedingt die Altstadt erkunden und mindestens einmal in einem Fischrestaurant Essen gehen – die Stadt ist nicht umsonst UNESCO City of Gastronomy.

Von Bergen geht es wieder in die Natur Richtung Stavanger. Auf dem Weg begegnen euch drei spektakuläre Wanderungen, die jeden Norwegen-Reiseführer schmücken: die Trolltunga mit dem bekannten Felsvorsprung, der Preikestolen mit seiner natürlichen Steinplattform und der Kjergabolten mit dem eingeklemmten Gesteinsbrocken. Da die Wanderungen mitunter sehr anstrengend sein können, solltet ihr immer einen Ruhetag zwischen den Wanderungen einplanen. Nach einem Zwischenstopp in Stavanger reist ihr schließlich wieder zurück nach Kristiansand. Wer nur zwei Wochen Zeit hat, kann natürlich die Ruhetage auslassen und sich so einiges an Zeit sparen – dann wird die Tour aber sehr knackig.

Symbol TippDas Jedermannsrecht
Das Jedermannsrecht erlaubt es euch, euer Zelt überall (Ausnahme: landwirtschaftlich genutzte Flächen) aufzustellen, solange ihr euch außerhalb der Sichtweite eines Wohnhauses (150 m) befindet, nicht länger als eine Nacht an derselben Stelle übernachtet und nicht mehr als ein Zelt dabei hat. Wohnmobile dagegen sind oft verboten, vor allem in Nationalparks. Fahrzeuge müssen auf einem Parkplatz oder auf einem gekennzeichneten Bereich abgestellt werden. Achtet hier vor allem auf mögliche Verbotsschilder. Wir empfehlen euch, lieber einen gemütlichen und naturnahen Stellplatz aufzusuchen.

 

2. Wohnmobil-Route durch Westnorwegen

Geirangerfjord mit Kreuzfahrtschiff und Wohnmobil auf Straße

Der Geirangerfjord ist besonders auf Kreuzfahrtrouten sehr beliebt. © anetlanda stock.adobe.com

Route: Oslo – Lillehammer – Rondane-Nationalpark – Trondheim – Atlantikstraße –Trollstigen – Ålesund – Geiranger – Flåm – Bergen – Øvre Eidfjord – Oslo
Strecke: 2.000 km (Fahrzeit ca. 34 h)


 

Als weitere Anreisemöglichkeit könnt ihr in die norwegische Hauptstadt fliegen und ab Oslo euer Wohnmobil mieten – das kann in vielen Fällen günstiger sein, als in Deutschland zu starten und ihr gewinnt Zeit. Unsere zweite Wohnmobil-Route durch Norwegen für 3 Wochen startet also dort und führt euch in den Westen des Landes.

Nachdem ihr die Hauptstadt ausgiebig erkundet habt, legt ihr einen Stopp in Lillehammer mit seinen bunten Holzhäusern ein. Ihr campt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt auf dem Lillehammer Camping direkt am See und besucht tagsüber das Freiluftmuseum Maihaugen. Weiter geht’s in den Rondane-Nationalpark. Er ist der älteste Nationalpark Norwegens und für die Herden wilder Rentiere bekannt. Alternativ bietet sich aber natürlich auch der Jotunheimen-Nationalpark an (siehe Route 1). Unser nächster Halt ist Trondheim, das sich in den letzten Jahren einen Namen als Fahrradstadt gemacht hat. Also empfehlen wir, Camper gegen Fahrrad zu tauschen und Trondheim auf zwei Rädern zu erkunden.

Zu einer Wohnmobil-Tour durch Norwegen gehören auch beeindruckende Straßen: Die Atlantikstraße verläuft mit acht Brücken über mehrere kleine Inseln und wurde zur schönsten Straße der Welt erklärt. Etwas weiter südlich führt der Trollstigen über elf Haarnadelkurven auf eine atemberaubende Aussichtsplattform. Allerdings sollten nur erfahrene Wohnmobil-Fahrer die Tour auf sich nehmen, denn umkehren auf halbem Wege ist hier nicht möglich. Nach so viel Nervenkitzel geht es nach Ålesund, der Stadt des Jugendstils. Vom Gipfel des Aksla habt ihr einen Panoramablick auf die Stadt und die umliegenden Fjorde. Die nächste Station ist wieder der Geirangerfjord (siehe Route 1). Die Route führt euch nun ins schöne Flåm. Hier fährt die berühmte Flåmbahn bis ins Hochgebirge bei Myrdal – sie gilt als eine der schönsten Bahnfahrten der Welt und ist ein absolutes Highlight im Westen Norwegens. Alternativ macht ihr eine Mini-Kreuzfahrt durch den Nærøyfjord vorbei an steilen Bergen und rauschenden Wasserfällen. Einen guten Ausgangspunkt für beide Aktivitäten bietet der Campingplatz Flåm Camping & Hostel.

Unser nächster Stopp ist Bergen (siehe Route 1). Unsere letzte Station führt uns in das Dorf Øvre Eidfjord, von wo aus ihr tolle Wanderungen auf die Hardangervidda, dem größten Hochgebirgsplateau Europas, unternehmt. Gönnt euch einen Ruhetag auf dem einfachen, aber wunderschönen Myklatun Campingplatz direkt am Wasser. Am nächsten Tag wandert ihr zum Vøringsfossen, Norwegens bekanntestem Wasserfall. Nach diesen letzten Naturhighlights geht es zurück nach Olso, wo ihr den Camper wieder abgebt. Wer für die Wohnmobil-Route durch Norwegen nur zwei Wochen Zeit hat, sollte unbedingt mindestens zwei oder drei Stationen weglassen.

3. Mit dem Wohnmobil über die Lofoten

Camper fährt auf Schotterstraße am Fjord

Auf den Lofoten könnte man nach jeder Kurve einmal anhalten und aussteigen.© Hans und Christa Ede stock.adobe.com

Route: Tromsø – Evenes – Sortland – Stokmarknes – Svolvær – Henningsvær – Nusfjord – Ramberg – Å – Bodø – Narvik – Tromsø

Strecke: 1.200 km (Fahrzeit ca. 21 h)


 

Unsere letzte Wohnmobil-Route durch Norwegen für 3 Wochen führt uns auf die Lofoten. Dazu mietet ihr euer Wohnmobil am besten ab Tromsø. An sich lassen sich die Lofoten auch in unter einer Woche erkunden, doch die Landschaft der Inselgruppe ist so schön, dass ihr nach gefühlt jeder Kurve einmal anhalten und aussteigen möchtet. Gerade mit einem Wohnmobil seid ihr hier was die Route angeht besonders flexibel. Wir nennen euch daher nur eine Auswahl an Highlights und Sehenswürdigkeiten, da sich vieles auf der Strecke selbst ergibt.

Tromsø ist die größte Stadt in Nordnorwegen und wird auch gern als Nordlicht-Hauptstadt bezeichnet. Wenn ihr also von Ende August bis Anfang April in Norwegen unterwegs seid, solltet ihr nachts unbedingt nach dem einmaligen Naturschauspiel Ausschau halten. Weiter geht’s nach Evenes, unserem letzten Stopp auf dem Festland. Der Evenes Campingplatz liegt direkt am Strand des Ofotfjorden, von wo ihr einen einmaligen Ausblick auf die Kunstinstallation Steinkirka habt. Im Anschluss machen wir einen kleinen Schlenker über die Vesterålen und fahren nach Sortland, dem Gründungsort der Hurtigruten – der traditionellen norwegischen Postschifflinie. Sortland trägt den Spitznamen „Blaue Stadt“, da viele Häuser blau angemalt sind und ist damit ein echter Hingucker. Nun fahrt ihr nach Stokmarknes, wo ihr im Hurtigrutenmuseum das ausgemusterte Schiff MS Finnmarken aus den 1950ern besichtigt.

Im Anschluss fahrt ihr mit der Fähre zurück auf die Lofoten Richtung Svolvær – dem Herzen der Inselgruppe. Auf dem Weg dorthin solltet ihr unbedingt beim Sildpolltjønna Schiffswrack einen Zwischenstopp einlegen. In Svolvær selbst besucht ihr das beeindruckende Eismuseum Magic Ice Lofoten. Wandert danach auf den Tjeldbergtinden mit einer herrlichen Aussicht auf die Insel. Unser nächster Stopp ist das berühmte Fischerdörfchen Henningsvær, das auch „Venedig des Nordens“ genannt wird. Auch hier könnt ihr auf den Hausberg Festvagtinde wandern. Die Wohnmobil-Route führt euch nun zum bekannten Surferstrand Unstad Beach, wo ihr am Strand entspannen und den Profis zuseht. Nur eine halbe Stunde entfernt erwartet euch der wunderschöne Haukland Beach mit seinem tropisch anmutenden Sandstrand. Hier solltet ihr unbedingt übernachten und am nächsten Morgen zum Himmeltindan wandern. Ihr werdet mit einer einmaligen Aussicht auf die Lofoten belohnt.

Im Anschluss führt uns die Wohnmobil-Route in die urigen kleinen Fischerdörfchen Nusfjord und Ramberg. Genießt die bunten Holzhäuschen und lasst ein wenig die Seele baumeln. Als Nächstes wandert ihr zum Kvalvika Beach, der nur zu Fuß zu erreichen ist. Unser letzter Halt ist das kleine Örtchen Å, das mit seinen roten, 150 Jahre alten Stelzenhäusern zu den ursprünglichsten Fischerdörfchen in ganz Norwegen gehört. Nun setzt ihr mit der Fähre zurück aufs Festland nach Bodø über. Von hier fahrt ihr mit einer Zwischenübernachtung in Narvik zurück nach Tromsø.

🚐 Lesetipp: Eine Wohnmobil-Route durch Norwegen will gut geplant sein. Wir legen euch daher unserenWohnmobil-Guide Norwegen ans Herz. Erfahrt alles über die beste Reisezeit, wichtige Länderinfos und Wohnmobil-Tipps.

Titelbild: #181337278 | Urheber: © Andrey Armyagov – stock.adobe.com

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