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Acht Euro für 100 Kilometer – was Sie über die Maut in Spanien wissen sollten!

von CamperDays-Redaktion
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Mautstation mit verschiedenen Fahrspuren für unterschiedliche Bezahlmethoden.

Der Sommer steht schon in den Startlöchern und die Tage werden länger. In Spanien klettern die Temperaturen schon jetzt auf die 20-Grad-Marke und die Sonne zeigt sich von ihrer schönsten Seite – der ideale Zeitpunkt, um ins Wohnmobil zu steigen und das Land am Mittelmeer genauer unter die Lupe zu nehmen.

Einer Hürde müssen Sie sich aber noch stellen: der Maut in Spanien. Doch was gilt dabei eigentlich für Wohnmobilurlauber? Und gibt es Alternativen zu den kostenpflichtigen Routen? Das Wichtigste dazu erfahren Sie bei uns!

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Kurz und knapp: Die Maut in Spanien im Überblick

Ein Großteil der spanischen Autobahnen und Schnellstraßen wird privat betrieben und ist daher mautpflichtig. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es in Spanien aber keine Vignette – die Mautkosten werden über Tickets abgerechnet, die bei der Einfahrt auf eine kostenpflichtige Straße gezogen und bei der Ausfahrt bezahlt werden. Die Höhe der Gebühren hängt also von der Länge der gefahrenen Strecke ab. Für vereinzelte Abschnitte können auch pauschale Beträge anfallen.

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Wie erkenne ich, wo in Spanien eine Maut erhoben wird?
Spanische Mautstraßen sind normalerweise mit blauen Schildern gekennzeichnet, auf denen ein weißes AP (Autopistas) bzw. A (Autovias) zu sehen ist.

Mautgebühren in Spanien variieren aber auch je nach Fahrzeugklasse, Streckenabschnitt, Saison und gegebenenfalls sogar nach Tageszeit. Die Einnahmen werden dazu genutzt, den erstklassigen Zustand der Straßen zu erhalten. Die Mautpflicht gilt für alle Fahrzeugklassen – Miet-Wohnmobile sind üblicherweise in der günstigsten Kategorie eingeordnet:

Kategorie 1Kategorie 2Kategorie 3
  • PKW
  • PKW mit Anhänger (1 Achse)
  • Wohnmobil
  • PKW mit Anhänger (2 Achsen)
  • Kleinbus
  • PKW mit Anhänger (> 2 Achsen)
  • Bus / LKW (4 Achsen oder mehr)

In der folgenden Tabelle sehen Sie die ungefähren Straßengebühren für einige bestimmte Streckenabschnitte – damit können Sie Ihre späteren Fahrtkosten schon vor Reiseantritt berechnen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um gerundete Angaben und Richtwerte handelt, die sich jederzeit ändern können. Es kann daher zu Abweichungen kommen.

StreckePreise für Fahrzeuge aus der Kategorie 1
Alicante – Cartagena8 €
Ávila – Segovia6 €
Barcelona – Mansera8 €
Barcelona – Tarragona14 €
Barcelona – Zaragoza30 €
Bilbao – San Sebastian10 €
Cartagena – Vera14 €
La Coruna – Carballo3 €
La Coruna – Tui18 €
La Jonquera – Barcelona15 €
León – Astorga5 €
León – Campomanes13 €
Madrid – Arganda3 €
Madrid – Guadalajara6 €
Madrid – Ocana10 €
Madrid – Toledo7 €
Malaga – Guardiaro8 €
Ocana – Roda16 €
Sevilla – Cadiz7 €
Tarragona – Valencia27 €
Tudela – Iruzun11 €
Valencia – Alicante17 €
Villalba – Adanero12 €
Vitoria – Burgos12 €
Zaragoza – Bilbao32 €
Zaragoza – Tudela8 €

Hinweis: Stand 08/2018

So können Sie die Autobahngebühren in Spanien bezahlen

Für die Bezahlung der Maut in Spanien haben Sie grundsätzlich drei unterschiedliche Möglichkeiten:

  1. Barzahlung
  2. Kreditkarte
  3. VIA-T-Box

An den Mautstationen ist für jede Bezahlmethode eine separate Fahrspur vorgesehen. Während Kreditkartenzahlungen meist an entsprechenden Automaten erfolgen, wird Bargeld von Mitarbeitern an Schaltern entgegengenommen, die in der Regel durch einen grünen Pfeil gekennzeichnet sind.

Sie können die Autobahnmaut in Spanien auch automatisch abrechnen lassen. Dafür benötigen Sie eine elektronische VIA-T-Box, die Sie vorab über tolltickets beziehen können. Nachdem Sie das Gerät an der Scheibe Ihres Campers angebracht und Ihre bevorzugte Zahlungsart eingestellt haben, werden die Ein- und Ausfahrten auf gebührenpflichtigen Straßen automatisch registriert und der entsprechende Betrag abgebucht. Der große Vorteil dabei: Sie müssen sich nicht in die teils langen Schlangen an den Mautstationen einreihen und können Ihre Reise ohne Wartezeit genießen.

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Mautstationen für die VIA-T-Box
Die Fahrspuren, die Sie mit der VIA-T-Box nutzen können, sind entsprechend ausgeschildert. Neben Bezeichnungen wie “VIA-T” oder “Telepeaje” sind zwei Schilder üblich:
weißes T auf blauem Hintergrund (rund): Zahlung nur mit VIA-T-Box
weißes T auf blauem Hintergrund (rechteckig): Mehrere Zahlungsarten möglich

Mautgebühren in Spanien – Vorteile, Nachteile, Alternativen

Eine verbreitete Faustformel besagt: 100 Kilometer auf spanischen Mautstraßen kosten etwa acht Euro. Bei längeren Wohnmobil-Reisen kann da schonmal ein stattlicher Betrag zusammenkommen. Im Gegenzug können Sie sich jedoch auf ein geringeres Verkehrsaufkommen und gut erhaltene Fahrbahnen freuen.

Wem das Geld aber zu schade ist, der kann in vielen Fällen auf kostenlose, öffentlich betriebene National- bzw. Landstraßen ausweichen und so die Autobahnmaut in Spanien umgehen. Zwar sollten Sie hier zusätzliche Zeit für die Strecke einplanen, sehen dafür aber unterwegs mehr vom Land. Der Weg ist das Ziel und gehört nicht gerade das zu den schönsten Dingen bei einem Urlaub auf vier Rädern?

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Navigationssystem einstellen
Wer für die Maut in Spanien nicht zahlen möchte, hat bei vielen Navigationsgeräten die Möglichkeit, gebührenpflichtige Straßen bei der Routenberechnung auszuschließen. So werden Sie automatisch auf kostenlose Strecken umgeleitet.

Haben Sie noch Fragen zur spanischen Maut oder rund um Ihre Buchung bei CamperDays? Rufen Sie uns gerne unter 0800 – 334 334 344 an – wir freuen uns auf Sie!

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Alle Angaben in diesem Artikel sind trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr.

Titelbild: #91488239 | Urheber: chrisberic – fotolia.com

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