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Wüste, Safari und Kultur – Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil

von CamperDays-Redaktion
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Wohnmobil Namibia

Mit seinen grandiosen Landschaften, gut ausgebauten Straßen und dem wenigen Verkehr ist Namibia das perfekte Land für eine Rundreise mit dem Wohnmobil. Ob wilde Tiere oder surreale Pflanzen, Nomadendörfer oder Kolonialstädte, riesige Dünen oder tropische Wälder – Namibia gehört auf jede Bucket List begeistert mit seiner Vielfalt und einer unendlichen Schönheit der Natur. Wir stellen Ihnen eine facettenreiche und faszinierende Namibia-Rundreise vor und geben Tipps zum perfekten Wohnmobil.

Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil
Start: Windhoek
1. Sossusvlei
2. Solitaire
3. Swakopmund
4. Khorixas im Damaraland
5. Himbadorf im Kamanjab
6. Etosha Nationalpark
7. Tsumeb
Ziel: Windhoek
Namibia-Rundreise: das perfekte Wohnmobil
Symbol Info & Fakten Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil: auf einen Blick
  • Stationen: Sossusvlei – Solitaire – Swakopmund – Khorixas im Damaraland – Himbadorf im Kamanjab – Etosha Nationalpark – Tsumeb – Windhoek
  • Kilometer: ca. 2.039 km
  • Empfohlene Reisedauer: 15 – 20 Tage
  • Empfohlene Reisezeit: März bis September
  • Empfohlenes Wohnmobil: Wohnmobil mit Allrad-Antrieb,
  • Währung: Namibia Dollar (1 NAD = 0,06 €) 
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Start: Windhoek

Los geht unsere Namibia-Rundreise in der Hauptstadt Windhoek mit ihren wunderschönen Kolonialbauten. Ein gebührender Start ist ein Besuch der faszinierenden Alten Feste. Sie ist das älteste Bauwerk der Stadt und beherbergt das Nationalmuseum von Namibia. Hier bekommen Sie einen ersten Einblick in die Kultur und Geschichte des Landes und lernen so einiges über die einheimische Flora und Fauna.

Ein Must-Do ist der Besuch der pittoresken Christuskirche – sie ist das Wahrzeichen der Stadt und dient als Friedensdenkmal für das Ende der Kämpfe zwischen den deutschen Kolonisten und den Ureinwohnern Namibias. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind der Tintenpalast, das Reiterstandbild und die Heinitzburg. Es bietet sich an, sich gleich in Windhoek mit genügend Proviant für die Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil einzudecken.

Christuskirche

#32113610 | Urheber: Andreas Edelmann – Fotolia.com

1. Station: Sossusvlei

Unsere Namibia-Rundreise führt uns von der schönen Hauptstadt direkt in die afrikanische Wildnis. Und was für eine! Sossusvlei ist eine gigantische Salz-Ton-Pfanne, die sich am östlichen Rand des Namib-Naukluft-Parks befindet. Und damit nicht genug: Um Sossusvlei herum erheben sich bis zu 300 Meter in die Höhe die größten Sanddünen der Welt und tragen klingende Namen wie „Düne 45“, „Big Mama“ oder „Big Daddy“. Besteigen Sie eine davon und genießen Sie den atemberaubenden Blick über die majestätischen Weiten der Namib-Wüste.

Wenn die Sonne hinter den Dünen auf- oder untergeht, ist das ein fantastisches Farbenspektakel, das man zumindest einmal in seinem Leben gesehen haben muss. Auf den Campingplätzen rund um Sossusvlei können Sie in den Genuss kommen und wachen sogar mit weichem, warmen Sand unter den Füßen auf.

Grass, dune and sky, Sossusvlei, Namibia, southern Africa

#16863855 | Urheber: EcoView – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping nahe Sossusvlei
  • Sesriem Rest Camp
  • Sossus Oasis Camp Site

2. Station: Solitaire

Bevor es auf unserer Namibia-Rundreise weiter an die Küste geht, bietet es sich an, einen Wohnmobil-Stopp in Solitaire einzulegen. Die kleine Siedlung eignet sich nicht nur hervorragend dazu, um sich zu erholen, zu tanken und sich mit Vorräten einzudecken, sondern auch als Ausgangspunkt für Entdeckungstouren durch die östlichen Gebiete des Namib-Naukluft-Parks, wie zum Beispiel den imposanten Kuiseb Canyon.

Solitaire selber wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas skurril: Sie alten Autowracks am Ortseingang versprühen ein bisschen den morbiden Charme von einer Geisterstadt. Hat aber irgendwie auch was! Das ein oder andere Erinnerungsfoto wird hier ganz sicher geschossen.

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#39567532 | Urheber: fannyes – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping nahe Solitaire
  • Solitaire Guest Farm
  • Tsondab Valley Scenic Reserve

3. Station: Swakopmund

Die bildhübsche Kolonialstadt Swakopmund an der Atlantikküste lädt zu gemütlichen Spaziergängen und Bummeltouren ein. Obwohl die Strände wunderschön sind und die Wellen nur so ins Wasser locken, kommt hier der Badespaß eher kurz, denn bei Wassertemperaturen von maximal 15 Grad trauen sich nur die ganz Mutigen ins Wasser. Trotzdem kann man bei einem Strandspaziergang wunderbar die Seele baumeln lassen. Außerdem gibt es in Swakopmund faszinierende architektonische Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Leuchtturm oder das alte Gefängnis.

Unweit von Swakopmund liegt außerdem der sogenannte Vogelfederberg. Wenn Sie sich dafür entscheiden, diesen Inselberg zu besteigen, werden Sie mit einem fantastischen Ausblick über die westlichen Teile des Namib-Naukluft-Parks und die grenzenlosen Weiten des Ozeans belohnt.

The lighthouse in Swakopmund, Namibia

#64450844 | Urheber: dpreezg – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping nahe Swakopmund
  • Sophia Dale Base Camp
  • Buck’s Camping Lodge
  • Ugab-Camp

4. Station: Khorixas im Damaraland

Nicht nur für Hobbygeologen ist das Damaraland mit seinen fantastisch anmutenden Felsformationen ein absolutes Muss. Hier treffen Besucher auf Naturwunder wie den Verbrannten Berg, der seine rotbraun-violette Färbung durch jahrhundertelange Hitze und Regenfälle bekommen hat. Nicht weniger beeindruckend sind die über 150 Millionen alten Basaltsäulen, die wegen Ihrer Anordnung offiziell unter dem Namen Orgelpfeifen bekannt sind.

Werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die uralten Felszeichnungen bei Twyfelfontein. Sie stehen hier vor einem schier beeindruckenden UNESCO-Weltkulturerbe: Die ältesten Zeichnungen werden auf 10.000 Jahre geschätzt und werden dem Volk der San zugeordnet.

Organ pipes rock formations

#59741970 | Urheber: pyty – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping nahe Khorixas im Damaraland
  • Khorixas Rest Camp
  • Igowati Country Hotel

5. Station: Himbadorf im Kamanjab

Der Seele Namibias kommt man wohl am nächsten bei dem Besuch des Himbadorfes bei Kamanjab. Hier leben die indigenen Völker noch (fast) genau so wie vor der westlichen Kolonisierung. Besucher haben hier die einzigartige Möglichkeit den Alltag in einem traditionellen Nomadendorf zu erleben, die Einheimischen kennenzulernen und das vor Ort gefertigte Handwerk zu erwerben.

Übrigens: Im Porcupine-Camp nahe dem Dorf ist der Name Programm! Hier können Sie während dem Abendessen Stachelschweine beobachten. Die süßen Tierchen sind nachtaktiv und hier nahezu jeden Abend zu sehen.

Himba woman portrait

#44673052 | Urheber: erichon – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping nahe Himbadorf im Kamanjab
  • Oppi-Koppi Restcamp
  • Porcupine-Camp

6. Station: Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationalpark erlangte seine weltweite Berühmtheit nicht nur dadurch, dass die hier gelegene riesige Salzpfanne sogar aus dem Weltall (!) zu sehen ist, sondern auch durch die gigantische Artenvielfalt an Flora und Fauna. An den Wasserlöchern sammeln sich unter anderem einige der seltensten Tierarten der Welt und natürlich die Big 5. Sie haben die Möglichkeit diese hautnah zu erleben, ja sogar inmitten der freien Wildnis zu campen. Viele der Campingplätze im Etosha-Park liegen nämlich direkt an den Wasserlöchern und sind auch nachts beleuchtet. Giraffen, Löwen, Nashörner, Flamingos und viele andere Tiere leben hier und können sowohl bei geführten als auch bei eigenständigen Touren in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Darauf ein großes Roarrr!

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#32687580 | Urheber: gallas – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping im Etosha Nationalpark
  • Okaukuejo Camp
  • Halali Rest Camp
  • Namutoni

7. Station: Tsumeb

Die letzte Etappe der Namibia-Rundreise führt Sie nach Tsumeb. Die hübsche, grüne Bergbaustadt liegt inmitten des fruchtbaren, vom Ackerbau geprägten Teils Namibias. Im Cultural Village haben Sie die Möglichkeit noch einmal die traditionellen Lebensformen der namibischen Urbevölkerung zu erleben und die Vielfalt der hiesigen Kulturen zu bewundern.

Das Tsumeb-Museum präsentiert eine kleine, aber sehr anschauliche und schöne Ausstellung über die koloniale Vergangenheit der Stadt und die Geschichte der zahlreichen Minen in der Region. Die schönste Zeit um Tsumeb zu besuchen ist der Frühling, denn dann blühen die allgegenwärtigen Jacaranda-Bäume und tauchen die Stadt in ein einzigartiges buntes Licht.

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#728495 | Urheber: mdb – Fotolia.com

Symbol Tipp Camping in Tsumeb
  • Kupferquelle Rastort
  • Uris Safari Lodge

Ziel: Windhoek

So schnell kann es gehen: Unsere Namibia-Rundreise neigt sich dem Ende zu. Zurück in der Hauptstadt, fehlt Ihnen nur noch eine Erfahrung, die man in Namibia nicht missen darf: die Märkte in dem Stadtteil Katutura. Sie sind ein wahres Highlight der Stadt, denn hier können Sie sich unter das bunte Treiben mischen und sich mit Souvenirs und Geschenken für die Daheimgebliebenen eindecken. Einen krönenden Abschluss findet Ihre Reise, wenn Sie gleich auf dem Markt einheimische Köstlichkeiten, wie Fleisch frisch vom Grill genießen. Oh, du schönes Namibia, wir kommen bestimmt wieder!

Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil: Tipps und Infos

Wer Namibia mit dem Wohnmobil erkunden möchte, braucht vor allem eins: ein Fahrzeug mit Allrad-Antrieb! Denn viele Straßen und Nationalparks und Straßen sind nicht asphaltiert und lassen sich mit einem 4WD-Wohnmobil wesentlich leichter bezwingen. Asco Car Hire bietet zum Beispiel Camper wie den den Toyota Buschcamper für zwei Personen oder den größeren Landcruiser für bis zu vier Personen an. Immer dabei: Ein Dachzelt für das ultimative Namibia-Camping-Erlebnis.

🚐 Lesetipp: Mehr Infos finden Sie in unserem Wohnmobil-Guide für Namibia

Gut zu wissen: Campingplätze in Namibia sollten Sie im Voraus buchen, da der Platz oft limitiert ist. Wildcampen ist in Namibia grundsätzlich nicht verboten (außer in staatlichen Gebieten wie Nationalparks und auf privatem Gelände), aber nicht empfehlenswert. Oft kann man gar nicht ausmachen, ob man sich auf einem privaten Grundstück befindet oder nicht.

Titelbild: #29204750 | Urheber: Benshot – fotolia.com
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2 Kommentare

Tina Seiler15. Dezember 2014 - 12:26

Wunderbare Fotos! Gratulation! Auch zu dem schönen Reisebericht.

Antwort
Anna15. Dezember 2014 - 15:32

Vielen Dank, das Kompliment für den Reisebericht leite ich gerne an die Autorin weiter! 🙂
Herzliche Grüße
Anna
CamperDays Redaktion

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