StartseitePresseWohnmobil-Analyse: Ab so vielen Tagen lohnt sich erst der Kauf

Wohnmobil-Analyse: Ab so vielen Tagen lohnt sich erst der Kauf

von Julia

Seit Beginn der Corona-Krise haben immer mehr Menschen viel Geld in die Hand genommen und sich ein Wohnmobil zugelegt. Allein im aktuell laufenden Jahr verzeichnet das Kraftfahrtbundesamt rund 60.000 Neuzulassungen – 14 Prozent mehr als im bereits sehr starken Vorjahreszeitraum. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten für ein Wohnmobil – jenseits der 50.000 Euro – sowie den hinzukommenden laufenden Kosten und dem Wertverlust hat CamperDays (www.camperdays.de) einmal berechnet, ab wie vielen Urlaubstagen sich ein Kauf überhaupt rentiert – und ab wann eine Miete eher zu empfehlen ist. Der führenden Buchungsplattform für Wohnmobile zufolge reicht der gesetzliche Urlaubsanspruch in Deutschland dafür schon einmal nicht aus.

So viele Tage sollte der eigene Camper genutzt werden

Wie die Analyse aufzeigt, sollte ein eigens erworbenes Wohnmobil mindestens 56 Tage im Jahr genutzt werden, damit sich die Kosten gegenüber einer Miete rentieren. Zu diesem Ergebnis führen errechnete 9.820 Euro, die im Schnitt pro Jahr für ein Wohnmobil anfallen. Die Summe ergibt sich aus Finanzierungskosten (1000 Euro), einem stetigen Wertverlust (bis 15 Prozent) sowie Kosten für Abstellung (600 Euro), Versicherung (720 Euro) und Inspektion bzw. Reparatur (500 Euro). Als repräsentatives Beispielfahrzeug nutzte CamperDays den Dethleffs Alkoven Trend A7877-2, der neu für 75.000 Euro zu erwerben ist. Das Fazit der Berechnung: Für Menschen mit dem gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 20 Tagen pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche lohnt sich der Erwerb nicht.

Preis für Mieten im Vergleich

Wer indes dennoch einen Camper für seinen Urlaub nutzen will, kann auf ein Mietfahrzeug zurückgreifen. Eine Buchung über zwei Wochen für ein vergleichbares Fahrzeug kostet im Schnitt 2.450 Euro – Nebenkosten wie Versicherung oder Wartung inklusive. Für die auf CamperDays meistgenutzte Reisedauer ist die Miete im Vergleich zum Kauf demnach sinnvoller. Auch müssen sich die Mieter:innen nicht um die Instandhaltung oder Sicherheit ihres Fahrzeugs kümmern. In NRW werden Wohnmobile laut einer Polizeitstatistik bspw. besonders oft geklaut. Demgegenüber steht jedoch die mangelnde Flexibilität bei der Nutzung, welche die Halter:innen haben.

Raphael Meese von Camperdays.de kommentiert:

In der Branche sowie bei unseren Kundinnen und Kunden ist ein klarer Trend erkennbar. Nicht mehr nur ältere Menschen haben eine Leidenschaft für das flexible, unkomplizierte und komfortable Reisen mit einem Wohnmobil für sich entdeckt – ganz im Gegenteil: Wir sehen immer mehr junge Kundinnen und Kunden. Da sie die in der Regel noch viel arbeiten, ergibt eine Miete logischerweise auch Sinn.